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Profi-Retusche

19.02.2009 | 10:00 Uhr |

Die besten Portraits entstehen nicht einfach im Fotostudio sondern im digitalen Photoshop-Labor. Ob es darum geht, geschlossene Augen zu korrigieren, das Hautbild aufzufrischen oder etwas Make-up aufzutragen, mit den richtigen Werkzeugen sorgt man für ein perfektes Finish. Wie genau das funktioniert, zeigen wir heute und morgen in einem zweiteiligen Workshop.

In Adobe Photoshop gibt es unzählige Möglichkeiten, stilvolle Optimierungen durchzuführen. Eine Korrektur ist aber erst dann als gelungen zu bezeichnen, wenn man sie im abschließenden Werk nicht sieht.

© Alena Ozerova | Dreamstime.com
Vergrößern © Alena Ozerova | Dreamstime.com

In den schönsten Portraitaufnahmen gibt es zuweilen geschlossene Augen, insbesondere wenn man Kleinkinder oder eine Gruppe fotografiert. Unter Umständen verfügt man zwar über mehrere hochwertige Aufnahmen, aber keine ist ganz perfekt. Da liegt es nahe, aus zwei oder drei der am besten gelungenen Schnappschüssen ein optimales (Gruppen-)-Portrait zu komponieren.

TIPP

Wenn man mehrere Bilder in Photoshop CS4 öffnet, werden diese in einem einzigen Fensterrahmen in der Registerkartenansicht angezeigt. Möchte man Drag-and-Drop zwischen Dokumenten nutzen, muss man die Fenster erst voneinander trennen. Hierzu zieht man einfach an der betreffenden Registerkarte, bis sich diese vom Rahmen löst.

1. Digitale Foto-Retusche: Augen auf!

Zuerst muss man beide Ausgangsbilder) als separate Ebenen in einem Dokument erfassen.

Hierzu ruft man den Befehl "Ebene > Ebene Duplizieren…" aus dem Menü der Ebenen-Palette auf. Im folgenden Dialog wählt man als Ziel das Zieldokument aus und benennt die Ebenenkopie. Die neue Ebene wird in das gewählte Dokument hineinkopiert. Alternativ kann man die Ebenenminiatur aus der Ebenen-Palette eines der beiden Bilder greifen und diese mit der Maus auf das Dokumentfenster des anderen Portraits ziehen (In Photoshop CS4 muss man hierzu die Dokumentfenster der beiden Bilder durch das Ziehen an der Registerkarte trennen).

2. Ebenenreihenfolge anpassen

Das zu korrigierende Portrait (im Beispiel das Foto mit geschlossenen Augen) sollte im Vordergrund der anderen Ebene liegen.

Um die Ebenenreihenfolge anzupassen, muss man zuerst die Hintergrundebene doppelklicken und in eine gewöhnliche Ebene konvertieren. Danach lassen sich die Ebenen in der Ebenenpalette mit der Maus anordnen.

TIPP

Sind die beiden Ausgangsbilder hinreichend ähnlich, kann man sich auf die eingebaute Funktion zur automatischen Ausrichtung von Ebenen verlassen. Hierzu wählt man beide Ebenen in der Ebenen-Palette mit gedrückter Umschalttaste an und verwendet den Befehl "Bearbeiten > Ebenen automatisch ausrichten…" mit der Option "Projektion Auto". Im abgebildeten Beispiel führt dieser Befehl leider nur teilweise ans Ziel, weil das Model nicht nur die Augen geschlossen hat sondern auch die Hand bewegte. In diesem Fall ist eine manuelle Korrektur nötig.

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