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Richtig freistellen

27.08.2008 | 10:38 Uhr |

Vor kaum einer Aufgabe drücken sich Grafiker so gerne wie vor dem Freistellen von Haaren und Fell. Zu Unrecht, denn man braucht dazu weder ein zusätzliches Photoshop-Plug-in noch unendlich viel Geduld.

Photoshop icon
Vergrößern Photoshop icon

Die herkömmliche Methode zum Freistellen von Objekten besteht in der Verwendung eines der klassischen formbasierten oder kont-rastbasierten Auswahl-Werkzeuge von Photoshop. Hat man es jedoch mit einer komplizierten Form wie einer voluminösen Dauerwelle zu tun, kommt man mit diesen Werkzeugen nicht weit. Dem Einsatz einer weichen Kante beim Freistellen von Haaren ist ebenfalls kein Erfolg beschert.

Niemand möchte jedes Haar einzeln "freistellen". Zum Glück muss man das auch nicht, denn Photoshop CS3 bietet im Menü "Filter" die Funktion "Extrahieren" (Befehl-Wahltaste-X). Diese Funktion hilft, schwierige bis scheinbar aussichtslose Motive wie Haare, Fell oder Wolle zu meistern.

Arbeit mit "Extrahieren"

Im Dialogfenster des Filters "Extrahieren" legt man zunächst einen Toleranzbereich fest, in dem die freizustellende Kante enthalten ist. Hierzu markiert man einfach die Umrisse der Kante mit dem Kantenmarker. Entlang eben dieser Markierung wird das Programm nach Merkmalen des Motivs suchen, die es von seiner Umgebung herausstellen.

Die wenig bekannte Funktion "Extrahieren" findet man in Photoshop-Menü "Filter".
Vergrößern Die wenig bekannte Funktion "Extrahieren" findet man in Photoshop-Menü "Filter".

In dieser Phase lassen sich überflüssige Elemente der Markierung mit dem Radiergummi löschen. Für eine höhere Genauigkeit sorgt die Lupe. Anschließend füllt man die Elemente des Bildes, die freigestellt ("extrahiert") werden sollen, mit dem Füll-Werkzeug. Sobald man "Vorschau" aktiviert, schaltet man den Zugriff auf Werkzeuge zur Optimierung der Kante frei. Mit den Werkzeugen "Bereinigen" und "Kantenverfeinerer" kann man anschließend an dem Bild feilen. Nicht markierte Bereiche werden nach der Anwendung der Funktion "Extrahieren" verworfen (das heißt, durch Transparenz ersetzt).

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