1462857

Cross-Entwicklung mit Effekt-Filtern

11.12.2009 | 08:42 Uhr |

Diafilme im chemischen Prozess wie einen Negativfilm zu entwickeln, ist ein altes Stilmittel - jetzt kann man es am Mac einsetzen.

icon Fotografie
Vergrößern icon Fotografie

Eine eigentlich falsche Entwicklung von Dia- beziehungsweise Negativfilm wurde zu guten alten Analog-Zeiten von Fotografen als Stilmittel verwendet: Cross-Entwicklung nennt man, wenn ein Diafilm im chemischen Prozess für Negativfilme (oder umgekehrt) entwickelt wird. Gerade beim Entwickeln eines Diafilms entstehen so Bilder mit hohem Kontrast und einem kühlen grünstichigen Look. Für diesen Tipp benötigt man genaue Einstellmöglichkeiten von Gradationskurven (zum Beispiel mit der kostenlosen Software Gimp; aber nicht mit Photoshop Elements). Die Gradationskurve findet man bei Gimp unter "Farben > Kurven".

Der Trick ist einfach: Durch eine S-Kurve wird zunächst das gesamte Bild kontrastreicher gemacht, dann ändert man die Gradationskurve nur für den Roten Kanal in eine stark ausgeprägte S-Kurve und für die Kanäle Grün und Blau in schwächere S-Kurven. Auf der CD dieser Ausgabe finden Sie dazu Bildschirmfotos als Orientierungshilfe. Dann braucht man nur noch eine Ebene, die man mit einem hellen Grün füllt, das ins Gelbe geht. Diese Ebene belässt man auf dem Mischmodus "Normal" und ändert ihre Deckkraft auf zehn Prozent. Übrigens: Für die Gradationskuve von Photoshop CS4 gibt es hierzu bereits eine entsprechende Voreinstellung. Diverse kostenpflichtige Filter wie Nik Color Efex Pro liefern ebenfalls eine Simulation dieses Cross-Entwicklungseffekts.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1462857