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Systembremsen ausschalten

24.12.2010 | 17:48 Uhr |

Dass ein Mac mit der Zeit langsamer wird, liegt nicht immer nur am subjektiven Empfinden des Benutzers

In manchen Fällen muss das System die Bremse ziehen, weil es überlastet ist und zu viel zu tun hat. Mit ein paar Maßnahmen kann man ihm dann wieder Luft verschaffen.

Festplatte ausmisten

Festplatten werden umso langsamer, je voller sie sind. Denn das System belegt zuerst die äußeren Bereiche, auf die schneller zugegriffen werden kann, und nutzt erst nach und nach die inneren, die langsamer sind. Dazu kommt noch die Tatsache, dass das System freien Speicherplatz benötigt, um temporäre Daten und Cache-Dateien zwischenzuspeichern. Wird der Platz knapp, was sich schnell in der Statusleiste des Finder-Fensters feststellen lässt, sollte man daher nicht mehr oder selten benötigte Daten auf eine externe Festplatte auslagern.

Programme beenden

Microsoft Office, Safari , Mail , Indesign, Photoshop , iPhoto und iTunes gleichzeitig laufen zu lassen, ist bei den meisten Macs kein Problem - weshalb man sich oft die Mühe spart, die gerade nicht mehr benötigten Programme wieder zu beenden. Der Geschwindigkeit des Mac tut das aber nicht immer gut. Denn wenn es im Arbeitsspeicher knapp wird, muss das System Daten aus dem Arbeitsspeicher auf die Festplatte auslagern und von dort bei Bedarf wieder einlesen. Und dafür benötigt das System wesentlich mehr Zeit, als für das Lesen des Arbeitsspeichers, selbst wenn man ein Flash-Laufwerk wie beim Macbook Air hat. Deshalb gilt bei Macs, die mit Arbeitsspeicher nicht üppig ausgestattet sind: Programme beenden, wenn man sie in absehbarer Zeit nicht mehr benötigt.

Browser-Fenster schließen

Es mag einen auf den ersten Blick verwundern, dass ein offenes Fenster in Safari oder Firefox den Mac ausbremsen kann. Normalerweise tut es das auch nicht, es sei denn, man hat gerade eine Seite geöffnet, die sich immer wieder neu lädt oder die Flash-Elemente oder Javascript -Programme ausführt. Je nach Größe der Elemente kann der Browser hier einiges zu tun bekommen. Muss er die Aktion immer wieder durchführen, kann dies den Mac ausbremsen.

Optimierte Software verwenden

Es gibt sie noch - Programme, die in Power-PC-Code geschrieben sind. Sie laufen auf einem Mac mit Intel-Prozessor meist problemlos unter Rosetta. Die Emulationsumgebung benötigt jedoch verhältnismäßig viel Arbeitsspeicher und nagt an der CPU . Welche Programme im alten Code vorliegen, verrät das Programm System Profiler . Man startet es über das Apple-Menü , wenn man das Menü mit gedrückter Wahltaste öffnet. Unter "Software > Programme" listet der System Profiler alle installierten Programme auf. Lässt man sich die Liste nach "Art" sortieren, sind die alten Programme schnell gefunden.

Hintergrundprogramme beenden

Programme, die im Hintergrund arbeiten, übersieht man schnell beim Prüfen, warum der Rechner so langsam arbeitet. So können beispielsweise Virenscanner die Festplatte ständig im Hintergrund überprüfen, was sowohl Rechenzeit des Prozessors als auch Zugriffszeit auf die Festplatte erfordert. Bremst dies den Mac fühlbar aus, schaltet man die ständige Prüfung aus und beschränkt das Programm darauf, nur bestimmte Ordner wie beispielsweise diejenigen für die Downloads aus dem Internet zu überprüfen.

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