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JPEG-Fotos fürs Web in Photoshop verkleinern

12.08.2011 | 12:30 Uhr |

Digitalfotos werden immer öfter mit anderen geteilt, sprich online zum Betrachten oder auch zum Download gestellt. Um online schnell angezeigt zu werden, sollten die JPEGs möglichst kompakt sein, was immer auch einen Kompromiss bei der Bildqualität bedeutet

Icon Photoshop CS4
Vergrößern Icon Photoshop CS4

Nun sind aber Kamera-JPEGs zuerst auf andere Faktoren als eine kompakte Dateigröße optimiert, so zum Beispiel auf das schnelle Schreiben auf die Speicherkarte. In Photoshop gibt es jedoch eine von vielen Anwendern wenig beachtete Speichern-Option, um Bilddaten für das Web zu optimieren: der Dialog "Datei > Für Web und Geräte speichern". Hier wird zum Beispiel auf die Desktop-Miniatur verzichtet, deren zusätzlicher Speicherplatz für das Web unnötig ist. Doch auch die Kompressionseinstellungen sind etwas flexibler als im normalen Speichern-Dialog für das JPEG-Format. Hier ein paar Empfehlungen für die Größenoptimierung von Bilddateien:

Pixelmaße bestimmen: Zunächst sollte man sich auf die wirklich benötigten Pixelmaße festlegen. Die meisten Kameras liefern mehr als das dreifache der Pixelzahl selbst großer Monitore.

Beim Herunterrechnen auf eine Monitor-konforme Pixelzahl empfiehlt sich im Bildgröße-Dialog die Methode "Bikubisch schärfer". Dieselbe Methode steht auch im Dialog "Für Web und Geräte speichern" bereit. Die dpi-Angabe spielt übrigens keine Rolle, es zählen alleine Pixelbreite und -höhe.

Einstellungen für das Web: Wählt man nun "Für Web und Geräte speichern", sind nur die JPEG-Optionen interessant. Hier kann man getrost auf die Option "Progressiv" verzichten, sie ist nur für sehr langsame Internet-Verbindungen interessant.

Die Option "Optimiert" sollte keinem Browser, der jünger als acht Jahre ist, die Bilddarstellung verhageln, sie kann also aktiviert bleiben. Das Farbprofil muss man nicht einbetten, wenn die Option "In sRGB konvertieren" aktiv ist. Alle Browser verwenden diesen Farbraum für Bilder ohne eingebettete Farbprofile. Das zusammen spart schon einige Kilobyte. Wer Metadaten einbinden will (etwa Copyright, Kamerainformationen) sollte darauf natürlich nicht verzichten. Sie sind nur Textinformationen, die sehr wenig Speicherplatz belegen.

Bildkomprimierung : Schließlich muss man einen Kompromiss zwischen Dateigröße und Bildqualität finden. Jedoch komprimiert selbst die JPEG-Einstellung "Hoch" das ursprüngliche JPEG oftmals um das Zehnfache. Im abgebildeten Beispiel reduziert sich die Dateigröße von 3,09 MB auf gerade mal 267 KB. Nun kann man die weboptimierte Kopie speichern.

Automatisieren: Hat man einmal für die Bilder seiner Kamera die passenden Einstellungen vorgenommen, lässt sich die Funktion des Dialogs auch via Aktionsaufzeichnung und anschließender Stapelverarbeitung automatisieren und auf ganze Bildserien anwenden.

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