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Filme mit Soundbooth automatisch vertonen

11.02.2010 | 07:00 Uhr |

Der Soundeditor Adobe Soundbooth bietet eine schnelle Möglichkeit, eigene Musik für Filmprojekte, kurze Clips oder Flash-Animationen zu komponieren.

Um die Funktion zu nutzen, muss man noch nicht einmal Musiker sein oder vorgefertigte Loops zusammenstellen - die Funktion "Scores" erledigt das Komponieren fast vollautomatisch. Ein Score ist in Soundbooth ein Paket aus Soundschnipseln, aus denen das Programm automatisch Musikstücke generiert. Das Einzige, was man vorher wissen muss, ist die Länge des Films oder der Animation. Noch besser wirkt der Soundtrack, wenn man die Filmhandlung musikalisch umsetzt, etwa bei Action auch die Musik intensiver werden lässt. Dabei hilft ein Blick in die Zeitleiste des Programms, aus dem die zu vertonende Filmvorlage stammt.

Vorgefertigte Scores helfen

Damit gewappnet, wählt man "Datei > Neu > Mehrspurdatei", um eine leere Vorlage mit mehreren Spuren anzulegen. "Fenster > Scores" blendet das Fenster mit den gebrauchsfertigen Scores ein. Bei der Auswahl der richtigen Vorlage helfen die Zusatzinfos zu jedem Score, etwa über die Geschwindigkeit in Beats per Minute (BPM) und die Taktart der Musik (zum Beispiel 4/4). Per Standard werden leider nur mickrige zwei Scores zur Auswahl mitgeliefert. Direkt aus Soundbooth kann man sich aus Adobes "Resource Central" weitere zwei kostenlos herunterladen. Wer mehr Auswahl will, muss dafür Geld hinblättern.Um Musik automatisch zu komponieren, zieht man die gewünschte Score-Datei (zum Beispiel "Aquo Visit") aus dem Fenster "Scores" in das Fenster des Editors. Anpassen lässt sich die Musik dann im Fenster "Eigenschaften". Dort legt man die Start- und Endzeit, sowie die Dauer des Clips fest. Mit den Klappmenüs darunter bestimmt man, wie stark die Musik variieren soll, ob es etwa ein Intro und Outro geben soll. Die Intensität der Musik - also wann sie beruhigt oder laut sein soll - kann man über Keyframes in der Editor-Spur mit einer Kurve steuern oder nach einem Klick auf "Standard" mit den Schiebereglern grob festlegen. Wer es genau zum Film anpassen möchte kann einen Quicktime-Film vom Schreibtisch ins Fenster des Editors ziehen. Dann wird der Film in Soundbooth importiert und es fällt leichter, die Musik über Keyframes passend zu den Bildern anzupassen. Vor dem Export der Musik über "Export > Mehrspurabmischung" kann der Filmclip entweder gelöscht oder durch Anklicken des Schalters neben der Filmspur (gekennzeichnet mit dem "M" für "Mute") stumm geschaltet werden. Beim Export wählt man beispielsweise das Aiff- oder MP3-Format und kann die automatisch komponierte Musik in Flash und iMovie weiterverwenden. Wenn das Ergebnis nicht gefällt oder noch nicht zum Film passt, lassen sich die Parameter jederzeit verändern und erneut exportieren - Soundbooth passt die Musik automatisch an.

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