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Videos von kompakten HD-Kameras bearbeiten

20.10.2009 | 12:35 Uhr |

Kleine HD-Kameras, die auf Speicherkarten aufnehmen, erfreuen sich mittlerweile hoher Beliebtheit. Sie kosten oft weniger als 200 Euro und halten Erinnerungen hochauflösend fest.

Die richtigen Einstellungen sparen Zeit und verhindern Ruckeln.
Vergrößern Die richtigen Einstellungen sparen Zeit und verhindern Ruckeln.

Viele dieser Modelle speichern die Filme als MOV-Dateien und nutzen das Format H.264. Der Quicktime Player kann diese Dateien problemlos abspielen. Komplizierter wird es, wenn man diese Videoclips zuhause nachbearbeiten will. Anders als beispielsweise Mini-DV-Kameras sind diese Handtaschencamcorder weniger darauf ausgelegt, dass man das Material möglichst leicht bearbeiten kann. Denn bei den Taschen-HD-Kameras gibt es einige Eigenheiten. Die meisten dieser Geräte speichern Aufnahmen mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde. Dies entspricht nicht der europäischen TV-Norm, die mit 25 Bildern arbeitet. Als Werkzeug eignet sich iMovie 8 (aus iLife 09) am besten. Dieses kann mit dem Bildmaterial der kleinen Kameras am besten umgehen. Die Dateien der Kartenkameras finden ihren Weg auf den Mac über einen Speicherkartenleser oder ein Datenkabel zur Kamera. Wenn man ein neues Projekt mit einer solchen Kamera beginnt, sollte man das Videoformat in den Einstellungen auf "NTSC - 30fps" umstellen. Dies verhindert, dass iMovie aus dem Film mit ursprünglich 30 oder 60 Bildern pro Sekunde beim Exportieren einen Film mit 25 Bildern/s macht. Denn dies sorgt unweigerlich für starkes Bildruckeln, da die beiden Bildraten mathematisch nicht ineinander passen. Dadurch verwirft iMovie viele Einzelbilder, das Video springt förmlich stets um einige Millisekunden. Stellt man stattdessen auf 30 fps, gibt es später kein Ruckeln.

Beim Import selbst sollte man eine weitere Einstellung beachten. iMovie will importierte Videos "optimieren". Im Dialog zum Import ist diese Option voreingestellt. Zudem ist eingestellt, dass HD-Videos nur verkleinert importiert werden. Dies hat zwei Dinge zur Folge. Das "Optimieren" sorgt dafür, dass iMovie die Videoclips zunächst umwandelt. Dazu dient der Apple Intermediate Codec. Dies kostet Zeit und belegt viel Festplattenspeicherplatz. iMovie kann die Videoclips schließlich auch ohne diese Konvertierung lesen und verarbeiten. Beim Format "Groß" verkleinert iMovie die Bildgröße auf 960 mal 540 Pixel. Dabei geht Schärfe verloren. Im Idealfall deaktiviert man diese Optimierung und kann die unverfälschten Originalaufnahmen bearbeiten. Der Nachteil liegt darin, dass der Intermediate Codec weniger Leistung beim Schneiden der iMovie-Vorschau benötigt als das Originalformat.

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