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Besser automatisch synchronisieren

11.02.2010 | 12:34 Uhr |

iTunes 9: Musiksammlungen selbsttätig, aber angepasst auf den iPod übertragen.

Die automatische Methode ist bequem, denn iTunes kümmert sich um alles. Leider reicht aber oft der Speicherplatz nicht aus, um das Ganze auf den iPod zu kopieren.
Vergrößern Die automatische Methode ist bequem, denn iTunes kümmert sich um alles. Leider reicht aber oft der Speicherplatz nicht aus, um das Ganze auf den iPod zu kopieren.

Bisher war es immer eine Grundsatzentscheidung: Ist es besser, die Musik auf iPod oder iPhone manuell oder lieber automatisch zu synchronisieren? Schwierige Frage. Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile. Die automatische Synchronisation ist extrem komfortabel: Alle Playlists und sämtliche Titel wandern nach dem Anstöpseln an iTunes automatisch auf den iPod, kommt neue Musik dazu, kümmert sich iTunes selbsttätig ums Kopieren.

Die manuelle Methode ist weniger komfortabel: Man vergisst dabei leicht, zum Beispiel neu gekaufte Titel auf den iPod zu kopieren.
Vergrößern Die manuelle Methode ist weniger komfortabel: Man vergisst dabei leicht, zum Beispiel neu gekaufte Titel auf den iPod zu kopieren.

Bei der manuellen Methode verhält sich der iPod so ähnlich wie eine externe Festplatte, und man zieht Titel und Wiedergabelisten per Hand auf das Symbol in der Geräteliste. Vorteil hierbei: Manuell ist es auch möglich, Musik von mehreren Computern zu synchronisieren - die automatische Methode verdrahtet dagegen eine Bibliothek fest mit einem Player. Hauptproblem bei der automatischen Methode ist jedoch der Speicherplatz. Viele iPod- und iPhone-Modelle bieten einfach nicht genug Platz, um alle Titel und Videos aus einer größeren Musiksammlung aufzunehmen - außer man ist Besitzer eines iPod Classic mit 160 Gigabyte. Ist zu wenig Platz vorhanden, erhält man von iTunes eine Warnmeldung, dass der iPod nicht synchronisiert werden kann. iTunes bietet an, selbstständig eine Auswahl für den iPod-Besitzer zu erstellen. Das ist zwar nett gemeint, aber somit fängt iTunes an zu kopieren und bricht irgendwann ab - auf diese Art weiß man nie, was auf dem Player landet und was nicht.

Seit iTunes 9 gibt es eine Art Mischform aus der manuellen und automatischen Synchronisierung, die den Komfort der automatischen Methode bietet, aber es gleichzeitig möglich macht, den Speicherbedarf zu beschränken. Damit passt die Musikauswahl auch auf mit weniger Speicher ausgestattete iPod- und iPhone-Modelle. Eigentlich ist es eine automatische Synchronisierung, also wird zunächst diese Option aktiviert, aber Sie können dabei gezielt auswählen, was beim nächsten Vorgang kopiert werden soll.

iTunes 9 synct automatisch, nimmt aber dabei nicht die komplette Musiksammlung mit, sondern nur die Titel von bestimmten Wiedergabelisten, Interpreten oder Genres - und füllt den Rest per Zufall.
Vergrößern iTunes 9 synct automatisch, nimmt aber dabei nicht die komplette Musiksammlung mit, sondern nur die Titel von bestimmten Wiedergabelisten, Interpreten oder Genres - und füllt den Rest per Zufall.

Aktivieren Sie bei angeschlossenem iPod oder iPhone im Fenster "Musik" die Option "Musik synchronisieren" und "Ausgewählte Widergabelisten, Interpreten und Genres". In den drei Fenstern darunter können Sie nach Geschmack Bands, Listen und ihre Lieblingsstilrichtungen auswählen (Achtung: Bei Genres lassen sich natürlich auf einen Schlag Hunderte oder Tausende Songs auswählen, und das alte Platzproblem ist wieder da). Hier machen sich intelligente Wiedergabelisten bezahlt, die zum Beispiel die neu hinzugefügte Musik aus den letzten Wochen automatisch auflisten. Haben Sie die gewünschten Optio­nen ausgewählt, klicken Sie auf "Anwenden", und die gewählte Musik wird kopiert - vorausgesetzt, es ist genug Speicher auf dem iPod frei. Sie können außerdem noch entscheiden, ob auch Musikvideos von einem Interpreten mitkopiert oder ausgelassen werden soll.

Neu hinzugekommen und sehr praktisch ist die Option "Freien Speicherplatz automatisch füllen". Ist sie aktiviert, wird nach den kopierten Interpreten, Listen und Genres der verbleibende freie Platz per Zufall gefüllt. Wie bei einem iPod Shuffle. Wenn Sie diese Methode nutzen, haben Sie auf jeden Fall die wichtigsten Bands und Listen dabei und obendrauf noch ein wenig gemischtes Programm aus Ihrer Musiksammlung. Nur den Vorteil mit dem Sync an mehreren Rechnern kann sie nicht bieten - wer das braucht, sollte seine Musik nach wie vor manuell verwalten.

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