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Personalisierte Werbung und Datenerfassung über iTunes abschalten

30.07.2010 | 10:15 Uhr |

Das Update auf iTunes 9.2 begrüßt nach der Installation mit den neuen Geschäftsbedingungen, denen der Anwender zustimmen muss. Zum ersten Mal seit Langem änderte Apple seine Datenschutzrichtlinien. Allein das Wort „Datenschutz“ weckt schon bei vielen Misstrauen.

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Mit Recht, denn wer genau hinsieht, bekommt mit, dass jeder, der zustimmt, Apple erlaubt, für seinen neuen iAd-Service Nutzerdaten zu erfassen und auszuwerten. iAd ist eine neue Form von in Apps integrierten interaktiven Werbeanzeigen, die laut Apple völlig neue Möglichkeiten für attraktive Werbung bringen. Klingt gut, und die neue Form der mobilen Werbung soll sogar genau zu den persönlichen Interessen des Nutzers passen.

Die Kehrseite: Um die Anzeigen passend auszuwählen und zu verschicken, muss Apple persönliche Interessen anhand vom Nutzungsverhalten auf dem iPhone ermitteln - das passt nicht jedem. Als iTunes-Kunde und iPhone-Nutzer bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als den neuen Bedingungen und der Datenerfassung zuzustimmen, jedenfalls wenn man seine Apps für das neue System aktualisieren möchte. Apple bietet jedoch einen Privacy Opt-out an, mit dem jeder einzelne bestimmen kann, dass er keine personalisierte Werbung erhalten möchte und keine Datenerfassung wünscht. Wenn Sie ein mulmiges Gefühl haben, können Sie mit jedem Gerät, auf dem iOS 4 läuft, die Adresse www.oo.apple.com besuchen. Hat es geklappt, erscheint eine Bestätigung. Werbung gibt es danach immer noch aufs iPhone aber weniger relevant, weil die persönlichen Daten, nach denen sie zugeteilt würde, nicht mehr übermittelt werden. Apps können danach trotzdem noch Ortsdaten übermitteln, diese bleiben laut Apple jedoch anonymisiert. Der Opt-out ist übrigens nicht personen-, sondern geräteabhängig. Wer also mehrere iPhones oder iPod Touch besitzt, sollte mehrmals die personalisierte Werbung abschalten.

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