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Verstärker und Effekte in Garageband für den persönlichen Gitarrensound nutzen

05.12.2014 | 12:02 Uhr |

Der unverwechselbare Sound eines Gitarristen ist sein Markenzeichen und wichtig auch für den Musikstil, der beim ganzen Song herauskommt.

Was wären Oasis ohne ihre typischen Mod-Gitarren, Slash ohne seinen singenden Ton und Metallica ohne ihren trockenen Thrash-Riffs? Neben der Gitarre selbst spielt auch der richtige Verstärker, seine Einstellung und Effekte eine grundlegende Rolle. Garageband bringt hierzu fast alles für den echten Gitarrensounds mit.

Grundlage für den Gitarrensound ist nicht nur das richtige E-Gitarrenmodell (Fender, Gibson, Gretsch,...), sondern auch alles, was „dahinter“ kommt, also der Verstärker, seine Einstellung und Effekte, die man nutzt. Garageband bringt fast alles für echte Gitarrensounds mit: Das Programm hat ein ganzes Paket an virtuellen Verstärkern an Bord, die ihre realen Vorbilder simulieren. Wer nicht nur mit Keyboards und Loops arbeitet, sollte sich damit beschäftigen. Es lohnt sich, sie ein wenig kennenzulernen, denn dann kennt man auch die Bandbreite an Möglichkeiten mit Effekten und Gitarrensounds.

Die Amp-Sammlung Ein guter Einstieg ist es, im Fenster für „Neues Projekt“ die Vorlage „Amp-Sammlung“ auszuwählen. Damit erzeugt Garageband einen neuen Song mit je einem der verfügbaren Amp-Typen in einer Spur. Die Spuren enthalten längst nicht alle verfügbaren Amps, aber geben eine erste Übersicht. Danach gilt es einfach, das AudioInterface anzuschließen und jeden Verstärker mal mit ein paar Licks und Akkorden anzutesten. Links oben zeigt Garageband eine Übersicht des Amps an. Hier sieht man schon, dass die virtuellen Verstärker berühmten realen Vorbildern nachempfunden sind. Sie sind klar zu erkennen, aber kommen in Garageband ohne offizielle Lizenz.

Keine Angst vor Garageband

Alles was „Brit“ oder „Royal“ im Nahmen trägt, entspricht den ACModellen von Vox (perfekt für Sixties-Klänge à la The Who bis Oasis), „Tweed“ den amerikanischen Fender-Amps (großartig für cleane Sounds von Rockabilly oder Country), Silberne Amps wie „Surfin ìn Stereo“ Fender-Silverface-Modellen wie dem Twin Reverb (perlende cleane Sounds zum Beispiel für Blues oder Jazz) und schwarze Amps mit goldenen Reglern simulieren Marshall Amps (ideal für Rock und Metal-Klänge). Neben den Klassikern gibt es noch moderne Amps wie die Metal-Stack-Modelle, die extreme Gain-Sounds simulieren (für alle modernen Metal-Stilrichtungen) und einige Exoten wie Amps, die Hiwatt-Modellen nachempfunden wurden.

Mit Garageband lassen sich Gitarrensounds mit realistischen Rigs aus Verstärker und Effektpedalen gestalten.
Vergrößern Mit Garageband lassen sich Gitarrensounds mit realistischen Rigs aus Verstärker und Effektpedalen gestalten.

Das Effektpedal Zum Verwenden eines Amps reicht es, ihn aus der Bibliothek auszuwählen, die in „Clean Guitar“, „Distorted Guitar“ und andere Kategorien unterteilt ist. Unten am Fensterrand lässt sich der Sound mit realistischen Drehreglern und Schaltern einstellen. Wem das noch nicht reicht, der holt sich mit einem Klick auf das Effektpedalsymbol rechts über dem Verstärkerdrehreglern die Effektpedale hinzu. Vor jeden Sound lassen sich noch diverse Bodentreter vorschalten, die Aktiven liegen links auf dem „Pedalboard“. Ansonsten können sie wie ihre realen Vorbilder durch Drehen an Knöpfen modifiziert werden. Rechts stehen noch weitere Effekte wie Delays, Wah-Wah-Pedale, Echos, Verzerrer & Co. bereit. Die Effektpedale sind in Kategorien unterteilt und lassen sich mit dem Klappmenü vorsortieren, sodass zum Beispiel nur Verzerrerpedale gezeigt werden.

Ratgeber: Garageband fürs iPad

Die Effektpedale lassen sich auf dem Pedalboard auch der Reihe nach verschieben. Zum Beispiel ist es sinnvoll, beim Signalweg wie in der Realität erst das Wah-Pedal, dann den Verzerrer und hinten ein Delay folgen zu lassen. Zum Verschieben fasst man mit geklickter Maustaste ein Pedal an und zieht es nach rechts an die gewünschte Stelle. Um sie zu verwenden, zieht man sie auf den Pedalboard-Bereich. Die Möglichkeiten sind damit schon fast unendlich. Wem das immer noch nicht reicht, der kann mit dem Amp-Designer noch eigene Verstärker kreieren, diesem werden wir aber einen eigenen Beitrag in der nächsten Ausgabe der Macwelt widmen.

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