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Workshop Layout und Gestalten: Farbenspiele

19.06.2008 | 12:08 Uhr |

Farben haben auf dem Computer vielerlei Bedeutung und Funktionen. Gerade bei der Farbgestaltung von Drucksachen gibt es neben den optischen auch eine Reihe technischer Faktoren zu berücksichtigen

Farbwähler Auch Apples Textprogramm Textedit bietet einen eigenen Farbwähler.
Vergrößern Farbwähler Auch Apples Textprogramm Textedit bietet einen eigenen Farbwähler.

Mit Farben als solchen sind Computeranwender bestens versorgt. Selbst abseits von Indesign, Photoshop oder Xpress sind Hilfsmittel zum Auswählen, Bestimmen und Anwenden von Farbe(n) meist direkt in Klickweite. So zum Beispiel der Farbwähler von Mac-OS X, in dem sich Farben sowohl über unterschiedliche Farbmodelle als auch über Listen auswählen lassen. Bereits im Standard-Dienstprogramm Textedit ist er integraler Bestandteil. Auch Farben mit Namen sind darin durchaus zu finden. Unter "Format > Schrift > Farben einblenden" führt der Listenmodus "Farbstifte" von Textedit Farbnamen wie "Nelke" (ein pinkgrelles Rosa), "Lakritze" (Schwarz) und "Lachs" (ein pastell aufgehelltes Rotorange).

Farbwahl über Regler oder Auswahllisten

RAL-Farben Eine Pop-up-Liste mit den RAL-Farben findet sich etwa auf dem Online-Portal von PPC-Publishing.
Vergrößern RAL-Farben Eine Pop-up-Liste mit den RAL-Farben findet sich etwa auf dem Online-Portal von PPC-Publishing.

Ähnlich präsentieren sich Farbwahl-Menüs auch in anderen Anwendungen. Sie bestehen meist aus zwei Komponenten: aus reglergesteuerten Funktionen für das Zusammenmischen von Farbtönen sowie aus listenförmigen Sets vorgefertigter Farben. Neben dem Druckvorstufestandard CMYK und dem RGB-Modell enthalten die meisten Farbmisch-Werkzeuge auch Regler und Verlaufsbalken zum Anmischen von Graustufentönen sowie eine an das HSB-Farbmodell angelehnte Methode. Mit ihr können Anwender Farben nach den drei Kriterien Farbton, Sättigung und Helligkeit anmischen. In der professionellen Print-Produktion spielt außerdem der Lab- oder Cie-Lab-Farbraum eine wichtige Rolle. Er ermöglicht die Festlegung von Farben mithilfe eines Helligkeitskanals sowie zweier Farbkanäle mit zwei komplementär zueinander stehenden Farbspektren. Im Fachjargon werden diese als Luminanzkanal und Chrominanzkanäle (a und b) bezeichnet.

Neben Reglern für das Anmischen von RGB-, CMYK- und HSB-Farbwerten haben Betriebssysteme und Programme Festfarbenlisten in petto. Oft beinhalten diese zusätzlich Farbnamen. Benennungsnormen, die bindend wären, existieren allerdings nicht. Einzige Ausnahme sind die gängigsten Farben im Webdesign, die in einschlägigen Anwendungsprogrammen ebenso zu finden sind wie auf diversen Websites. Grund dafür ist, dass sich im Internet Farben auch von solchen Anwendern vergeben lassen sollen, die mit der Eingabe von Hexcode- oder RGB-Farbwerten keine Erfahrung haben.

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