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10.13.4: Diese eGPU-Lösungen funktionieren

03.04.2018 | 17:12 Uhr | Stephan Wiesend

Das Update auf macOS 10.13.4 bringt offizielle Unterstützung von externen Thunderbolt-Grafikkarten, ein Support-Dokument nennt einige Lösungen.

Wie bereits angekündigt, bringt das jüngst erschienene Update auf macOS 10.13.4 erstmals offizielle Unterstützung von externen Grafikkarten – so genannten eGPUs. Kompatibel sind laut Apple alle Macbook-Pro-Modelle ab 2016, iMacs ab 2017 und der neue iMac Pro. Diese externen Grafikkarten können Programme beschleunigen, die Metal, OpenGL und Open CL nutzen, man kann externe Displays anschließen und VR-Headsets verwenden. Letzteres ist ja sonst nur mit den Top-Modellen der aktuellen iMacs möglich. Allerdings weist Apple auch ausdrücklich darauf hin, dass nicht alle Programme von einer eGPU profitieren und verweist hier auf die jeweiligen Programm-Hersteller. Für die beste Leistung in 3D-Spielen muss etwa ein externes Display angeschlossen und dieses als Hauptmonitor ausgewählt werden. Bei früheren Tests haben eGPUs aber in Spielen zumeist gute Leistungssteigerungen gebracht.

Laut einem Support-Dokument wird jetzt die eGPU-Nutzung bei zugeklapptem Gehäuse unterstützt, die Verbindung bei eingeloggtem Nutzer und die gleichzeitige Nutzung mehrerer eGPUs. Die Verbindung beendet man per Menüleistensymbol, die Aktivität sieht man in der App Aktivitätsanzeige. Windows unter Bootcamp wird von Apple nicht unterstützt. Neben einigen Erläuterungen zählt das Support-Dokument einige offiziell unterstützte externe Thunderbolt-3-Gehäuse auf: Eine solcherart empfohlene Komplettlösung ist die Sonnet Radeon RX 570 eGFX Breakaway Puck, die bereits mit eingebauter Radeon RX 570 erhältlich ist. Bei den anderen Lösungen muss der Käufer Thunderbolt-Box und Grafikkarte separat erwerben:

Für die Grafikkarten AMD Radeon RX 570, RX 580, und  Radeon Pro WX 7100 empfiehlt Apple sechs Gehäuse der Hersteller OWC , Power Color, Sapphire und Sonnet : Die OWC Mercury Helios FX3, die PowerColor Devil Box, die Sapphire Gear Box und die drei Versionen der Sonnet eGFX Breakaway Box mit 350, 550 und 650 W. Es gibt noch zahlreiche weitere Gehäuse von anderen Herstellern, diese hat Apple aber wohl einfach nicht getestet.

Etwas höher sind die Anforderungen für die Grafikkarten der AMD Vega 56-Architektur, etwa die Sapphire Vega 56 und XFX Vega 56. Für diese leistungshungrigeren Karten eignen sich laut Apple nur die Lösungen von OWC, Power Color und die beiden leistungsfähigeren Modelle von Sonnet. Die Sonnet eGFX Breakaway Box 350W dagegen nicht. Die Modelle von OWC und Sonnet empfiehlt Apple außerdem für Nutzer eines Macbook Pro mit 15-Zoll-Display, da nur sie das Gerät mit 85 W im laufenden Betrieb aufladen.

Besonders hoch sind die Anforderungen von Grafikkarten auf Basis der AMD Vega 64-Archiktektur, etwa die Sapphire Vega 64, XFX Vega 64, AMD Frontier Edition Air-Cooled, und AMD Radeon Pro WX 9100. Für diese Grafikkarten empfiehlt Apple die Sonnet-Box mit 650W.

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