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120-GB-SSD für 20 Euro: Preisverfall bei SSDs?

03.08.2018 | 15:23 Uhr | Stephan Wiesend

Die Preise für SSDs und andere Medien sinken immer mehr, Mac-Anwender sehen dies mit einem lachenden und weinenden Auge.

Schon in den letzten Monaten gab es immer wieder günstige Angebote für SSDs, aber auch für Speichersticks und Speicherkarte gab es zuletzt auffallend gute Rabatte. Ein aktueller Extremfall: In seinen Ladengeschäften bietet Notebooksbilliger die aktuelle SSD A400 von Kingston mit 120 GB Kapazität für 20 Euro an – wenn auch nur bei Abholung in den Stores in Hannover, Düsseldorf, München oder Hamburg .

Das ist aber offenbar kein Einzelfall, laut den Marktforschern von DRAMeXchange (Trendforce) sollte der Preis für den für Speichermedien nötigen NAND-Flash im dritten und vierten Quartal 2018 sinken, und zwar jedes Quartal um zehn Prozent.

Grund dafür ist die industrieweit sinkende Nachfrage nach Notebooks, Desktops aber auch nach Smartphones. Gleichzeitig hätten aber die Hersteller von Speichern ihre Produktionskapazität ausgeweitet, was zu einem Überangebot führt. Durch die Einführung von DRAM mit bis zu 96 Layern ist zudem die Produktion von SSDs mit hoher Kapazität günstiger geworden.

Das betrifft laut Networkworld nicht nur Produkte für Endanwender, sondern sogar den besonders profitablen Geschäftsbereich für Enterprise SSDs. Mac-Anwender sind von diesem Preisverfall leider nur peripher betroffen, ist doch das eigenhändige Aufrüsten eines Macbook Pro oder iMac nur sehr begrenzt möglich – und zahlt man aktuell für das Aufrüsten eines Macbook Pro 13-Zoll mit 128 GB auf 256 GB satte 250 Euro. Allerdings nutzt Apple ja die Aufrüstung mit Speicher zur Produktdifferenzierung, wodurch der Aufpreis schon immer vom Einkaufspreis für SSD unabhängig war. Wir erwarten deshalb nicht, dass Apple die sinkenden Preise an seine Kunden weitergibt.

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