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18 Maßnahmen für ein besseres Apple Music

02.03.2018 | 14:44 Uhr |

Streaming boomt, Apple Music wächst derzeit schneller als die Konkurrenz. Um aber Spotify wirklich einholen zu können, muss Apple Music an etlichen Stellen besser werden. Eine Wunschliste.

Apple Music wächst und wächst, Apples Streamigservice  hat mittlerweile 36 Millionen zahlende Abonnenten und ist nach dem Platzhirschen Spotify ganz klar die Nummer zwei im Markt. Das "Wall Street Journal" hat aufgrund hochgerechneter Wachstumsraten kalkuliert, Apple Music werde schon in diesem Sommer den schwedischen Konkurrenten mit derzeit 70 Millionen Abonnenten an der Spitze ablösen, denn während Spotify nur um zwei Prozent Monat für Monat wächst, legt Apple jeden Monat fünf Prozent zu.

Die Rechnung geht womöglich sogar auf, doch setzt das Journal voraus, dass es beim exorbitanten Wachstum von Apple Music bleibe. Zudem ignoriert die Prognose die Tatsache, dass Spotify insgesamt 140 Millionen Nutzer hat – die zweite Hälfte hört neben den Streams Werbung. Wie gut es Spotify gelingt, aus diesen Kunden zeitnah zahlende zu machen, lässt sich nur schwer abschätzen und geht nicht in die Rechnung ein.

Apple hat definitiv aber noch einen langen Weg vor sich, um an die Spitze zu gelangen, sei es bei Abonnenten oder gar bei Nutzern insgesamt. Es bleibt aber auch jede Menge Raum für Verbesserungen, die das Wachstum weiter fördern könnten. Mag der Katalog von Musik von Apple Music noch umfangreicher und spannender sein als der der unmittelbaren Konkurrenten, bestehen Schwächen vor allem in der App. Und das nicht nur bei iTunes, das aus vielerlei Hinsicht zu einem unübersichtlichen Konglomerat von Funktionen geworden ist. Vor allem krankt es an der iPhone-App und den integrierten Services. Hier unsere Vorschläge für ein besseres Apple Music.

1. Besser sehen, was gespielt wird

An jeder Stelle der Musik-App gibt es einen kleinen Banner, der den aktuell gespielten Titel anzeigt. Mit dem Play/Pause-Knopf kann man ihn anhalten und/oder weiter spielen. Tippt man auf den Banner selbst, vergrößert sich der sich beinahe bildschirmfüllend zu einer Art Karte mit mehr Informationen. Diese Ansicht bedarf der Renovierung.

Das beginnt bereits mit dem Grundzustand, also dem Banner, der nicht genügend Information zeigt. Dabei wäre durchaus noch Platz für solche zum Künstler und die aktuelle Laufzeit des Tracks. Im ausgeklappten Zustand nutzt die Karte den ihr zur Verfügung stehenden Platz in ungenügender Weise, nützliche Elemente etwa verbergen sich unten am Schirm, wo man kaum hinblickt. Den Bereich unter den Kontrollen für AirPlay und zusätzliche Funktionen (hinter den drei Punkten) nimmt man kaum wahr, man kommt ja kaum auf die Idee, dass man hier scrollen könnte. Dann findet man endlich die Knöpfe für die Zufallsreihenfolge und Wiederholungen als Schaltflächen, viel Platz ist für Vorankündigungen der nächsten Stücke. Warum sich aber der Songtext dazwischen hinter einem Textlink verbirgt, der den Bereich ausklappt, ist wenig offensichtlich. Zu allem Überfluss ist die Lyrics-Sektion noch im Overflow-Menü (dem hinter den drei Punkten) gedoppelt. Die Schaltflächen für Zufall und Wiederholung gehören ebenso wie die Knöpfe für "Love / Dislike" in den oberen Bereich der Karte – Platz genug wäre ja. Auch eine Idee: Per Wischgeste über das Cover ein Stück vor oder zurück in der Wiedergabeliste gehen.

Huch, da kommt ja noch was? Dabei wäre viel Platz...
Vergrößern Huch, da kommt ja noch was? Dabei wäre viel Platz...

2. Bessere Empfehlungen, bitte

Die Erfahrung haben schon viele Apple-Music-Nutzer gemacht, dass die Empfehlungen des Dienstes für neue Musik ein wenig fragwürdig sind. Manchmal passen die Vorschläge ähnlicher Künstler oder Alben so überhaupt nicht zum eigenen Geschmack, dann hört man in den personalisierten Wiedergabelisten wieder Tracks, von denen man sich fragt, wo die denn herkommen. Es ist aber letztlich nicht nur eine Sache des Geschmacks, sondern auch des Trainings, denn nach mehreren Wochen des intensiven Gebrauchs der Favoriten-Funktion (Love/Dislike) wird es zumindest gefühlt besser, meinen ebenso viele Nutzer des Dienstes. Das muss aber insgesamt besser werden und potentielle Neukunden in deren dreimonatigen Probephase schon nach wenigen Tagen überzeugen. Womöglich bremst hier aber Apples strikter Ansatz in Sachen Datenschutz und Privatsphäre die selbstlernenden Algorithmen ein. Immerhin: Hat man eine über die Jahre gepflegte iTunes-Mediathek mit einst gerippten, später per Download gekauften und seit Apple Music aus dem Gesamtangebot hinzugefügten Titeln, Alben und Künstlern, sind die Empfehlungen von Anfang an recht ordentlich. Aber Apple will ja neue Kunden gewinnen.

3. Ab ins Web

Spotify und andere Musikdienste bieten ihren Service im Gegensatz zu Apple nicht nur über native Apps an, sondern über den Browser. So hat man an beliebigen Orten mit beliebigen Geräten Zugriff auf seine Musik. Mit einer Webpräsenz wäre es leichter, Wiedergabelisten mit anderen zu teilen, auch hätten potentielle Neukunden leichter Zugriff auf Radioangebote wie Beats 1. Für Apple wäre eine solche Erweiterung gewiss machbar, seine iWork-Programme und auch Fotos hält Apple ja nun auch per Webbrowser in der iCloud vor.

4. Weg mit Connect, besseres Sharing

Apple hatte es ab September 2010 ja schon einmal vergeblich versucht, sein Musikangebot mit Social Media zu vermählen. Ping war aber von Anfang an ein Rohrkrepierer und das in die Musik-App eingebaute Connect ist ein ebensolcher Fehlschlag – in einem ersten Schritt hat der Anbieter diesen Bereich bereits von einer Haupt- zu einer Nebenkategorie herabgestuft. Vermutlich würde Connect aber niemand vermissen, fiele es ab iOS 12 komplett weg. Immerhin kann man seit geraumer Zeit in der Musik-App und iTunes verfolgen, was die Freunde so hören. Doch muss man sich mit diesen erst einmal neu verknüpfen – als gebe es kein Facebook – und dann hat man keine Wahl, auf wen man eher hören sollte. Nicht jeder der Freunde hat nämlich einen kompatiblen Musikgeschmack, so werden die dadurch gegeben Empfehlungen zu einem unübersichtlichen Wust. Apple könnte hier von Spotify lernen und darauf verzichten, sein eigenes Social Network aufzubauen. Stattdessen schnell und unkompliziert Songs, Alben und Wiedergabelisten teilen, die man über einen integrierten Player anhören kann. iTunes-Links machen keinen Spaß, vor allem dann nicht, wenn die damit Bedachten gar kein Apple Music haben.

Sharing bei Spotify und Apple Music
Vergrößern Sharing bei Spotify und Apple Music

5. Gemeinsame Wiedergabelisten

Sharing ist die eine Sache, die besser werden könnte, aber warum nicht gleich einen Schritt weitergehen und Kolaboration erlauben? Die Wiedergabeliste für die Party erstellt sich doch mit einem oder zwei Gästen besser als allein.

6. Mehr persönliche Wiedergabelisten

Die Sektion  "Für Dich" könnte Apple nun wirklich noch ausbauen, wenn das mit den persönlichen Empfehlungen  besser klappt. Bisher stehen nur drei personalisierte Wiedergabelisten im Angebot: der Chill-Mix, die neue Musik am Freitag und die persönlichen Favoriten. Hat man seine Empfehlungsalgorithmen im Griff, bekommt man vor allem über die ersten beiden oftmals einen schönen Einblick auf neue Musik oder solche, die man noch nicht kannte. Beide sind einerseits von einer Musikredaktion mit neuen Titeln bestückt und setzen andererseits auf künstliche Intelligenz. Da geht aber noch mehr, wie etwa Spotify zeigt, das nicht nur diese auf Neuerscheinungen basierende Empfehlungen gibt, sondern auch Klassiker oder die eigenen Favoriten von einst in diversen unterschiedlichen Bestenlisten wieder hervorholt. Immerhin bewegt sich Apple dank des HomePod und dessen Siri-Steuerung in die richtige Richtung, indem man sich etwa bestimmte Musikgenres zu bestimmten Aktivitäten wünschen kann. Derartiges sollte aber auch in der App und in iTunes aufpoppen.

7. You want it darker

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Apple Music und Spotify besteht schon in der Optik. Während man bei Apple gewissermaßen Informationen zur Musik schwarz auf weiß bekommt, ist es bei der Konkurrenz genau umgekehrt. Ein solcher Dark Mode würde aber auch der Musik-App gut zu Gesicht stehen, es bleiben ja noch genügend Distinktionsmerkmale. Vor allem nachts im Auto wäre ein solcher Modus hochwillkommen. Sollte Apple das nicht für iOS insgesamt umsetzen wollen, könnte das ja für die Musik-App alleine geschehen.

8. Bessere Übergänge

Übergänge zwischen Titeln sind ja so ein Thema. iTunes und die Musik-App machen auch gerne bei Konzept- und Live-Alben eine kleine Kunstpause zwischen Songs, sie an sich nicht unterbrochen gehören. Anderseits wäre es auch nicht übel, wenn man in einer Wiedergabeliste oder beim Hören der Gesamtmediathek im Zufallsmodus zwischen den Songs einen Fader als Übergang hätte. Das mag sich in mancher Kombination komisch anhören, etwa wenn Tonart, Tempo und Genre so überhaupt nicht zusammenpassen, wäre in den meisten Fällen aber ein Gewinn. Spotify hat einen solchen Crossfader, selbst iTunes, warum also nicht auch dessen mobiles Pendant?

Titel überblenden: iTunes kann das ja.
Vergrößern Titel überblenden: iTunes kann das ja.

9. Liebe im Sperrbildschirm

Wie gesagt,die Symbole mit den Herzen "Love" und "Dislike" (auf Apple-Deutsch: "Mag ich" und "Gefällt mir nicht") sind essentiell für die Empfehlungsalgorithmen von Siri und Apple Music. Warum aber sind dann auf dem iPhone diese Knöpfe so schwer zu finden? Spielt uns die Musik-App etwas, das uns wirklich gefällt, müssen wir das iPhone entsperren, die Musik-App öffnen, die Karte "Now Playing" vergrößern, auf die drei Punkte tippen und das Herz auswählen. Das sollte doch auch im Sperrbildschirm gehen, sollte man meinen. Immerhin: Siri versteht, wenn wir ihr auf dem HomePod, dem iPhone, iPod oder Mac sagen, dass wir den  gerade laufenden Song mögen.

Ja, nein oder gar keine Entscheidung: Ist wichtiger, als es aussieht.
Vergrößern Ja, nein oder gar keine Entscheidung: Ist wichtiger, als es aussieht.

10. Suche umgedreht

Die Suche der Musik-App stöbert in der eigenen Mediathek oder dem Gesamtangebot von Apple Music. Bisher muss man bei jeder Suche noch entscheiden, wo genau man etwas zu finden gedenkt. Doch trennt die Musik-App ohnehin die Bereiche der eigenen Bibliothek von der Gesamtheit, über die Menüpunkte "Mediathek" respektive "Entdecken". An sich sollte dann klar sein, worauf sich die Suche beziehen sollte. Entweder man hangelt sich gerade durch die eigene Sammlung, dann will man natürlich darin stöbern, oder man durchstreift das gesamte Angebot – das will man dann auch durchsuchen.

11. Einheitliches Design

Nun verhält sich die eigene Mediathek zu Apple Music wie ein CD-Regal zu einem in der analogen Welt leider nicht existenten Plattenladen mit allen Alben und Singles – so sind die Anforderungen an die Navigation oder an Empfehlungen auch unterschiedlich. Doch könnte das Design eine Spur konsistenter werden, wo etwa in der eigenen Mediathek Textlinks vorherrschen, muss man im virtuellen Plattenladen auf Bilder tippen. Die Kategorien in der Mediathek lassen sich bearbeiten, die Sektionen in "Für Dich" sind starr. Auch hier ist der Unterschied einerseits klar: Das eigene Musikregal hat man schon immer anders geordnet als der Plattenhändler sein Angebot, aber der Vergleich hinkt bekanntlich. Denn mit dem Abo von Apple Music hat man zwar nicht den Plattenladen erworben, aber doch unbegrenzten Zugang zu diesem – so lange man zahlt. Noch mehr: Der Plattenhändler hält sein Angebot exklusiv für uns bereit, wenn auch nur scheinbar. Dann sollten wir doch auch in der Lage sein, "unseren" Laden nach unserem Geschmack zu gestalten? Derzeit hat man aber generell das Gefühl, dass in der Musik-App die Inhalte eines jeden Reiters anders aussehen.

12. Mehr Erinnerungen

Klar, die Musik-App zeigt an, welche Titel sie als nächste zu spielen gedenkt, es gibt auch eine Liste von zuletzt gespielten oder auch nur angespielten Songs. Diese reicht aber nicht besonders weit zurück. Was wir wünschen: Eine komplette Historie der von uns gehörten Titel, also solchen, die wir nicht nach zwanzig oder dreißig Sekunden übersprangen. Denn oft kommt dann doch die Frage auf, was man denn da gestern Nachmittag gehört hat, dieser eine Song mit dem "Twäng" oder so. Shazam gibt da nicht immer die korrekte Antwort. Außerdem wüssten wir schon ganz gerne, was die Mitbewohner in unserer Abwesenheit sich vom HomePod gewünscht haben – wäre außerdem wichtig, um bestimmte Sachen aus dieser Liste löschen zu können, damit wir uns die Empfehlungen nicht kaputt machen.

13. Intelligente Wiedergabelisten …

… kann man in iTunes wunderbar erstellen und mit seinen Geräten über iCloud synchronisieren. Warum aber kann man diese nicht auf dem iPhone oder iPad anlegen?

14. Besserer Equalizer

Hersteller von hochwertigen Kopfhörern liefern in ihren Apps einen Equalizer mit, der den generischen von iOS bei Weitem übertrifft. Sennheiser etwa lässt uns mit einem Assistenten bestimmen, welche Klangeinstellung wir gegenüber einer anderen bevorzugen, andere haben leicht einzustellende grafische EQs. Und iOS? Hat in den Einstellungen einige Presets, die wir nicht weiter verändern können. Spotify hat das besser gelöst und zu den Presets von iOS noch die Möglichkeit gegeben, direkt in der Anwendung den Klang zu optimieren, nach den eigenen Hörgewohnheiten und den benutzten Kopfhörern.

So geht Klangeinstellung
Vergrößern So geht Klangeinstellung

15. Wunschlisten gewünscht

Beats 1 spielt gerne mal neue Musik, die es noch nicht in Apple Music gibt, auch nicht im iTunes Store zum Vorbestellen. Dennoch würden wir gerne das Album in unsere Mediathek aufnehmen, wenn es denn herauskommt, das kann ja erst in mehreren Wochen sein. Apple Music ist groß darin, Musik, die es uns vorspielt, einfach in unsere Mediathek aufzunehmen. Alles, was wir dafür tun müssen, ist, das Plus-Symbol zu drücken. Oder Siri zu sagen, dass wir den Song gerne in unserer Mediathek hätten. Was aber mit Songs, die wir außerhalb von Beats 1 nicht hören können? Könnte hier nicht der "+"-Knopf eine Wunschliste eröffnen? Auf die setzten wir auch schon jetzt das nächste Fish-Album, das vielleicht erst 2019 erscheint? Wäre das möglich? Die Wunschliste sollte uns auch zeigen, wann wir einen Wunsch drauf gesetzt haben und wann der bestimmte Song veröffentlicht wird.

16. Den Zufall linearisieren

Erinnern Sie sich an den ersten iPod Shuffle? Der hatte eine tolle Funktion, einen mechanischen Schalter, der zwischen Zufallsmodus und dem linearen Abspielen einer Wiedergabeliste oder eines Albums hin  und her wechselte.  Der ließ sich prima dazu nutzen, sich durch das gesamte Angebot per Zufall leiten zu lassen. Blieb man bei einem Song hängen und wollte das ganze Album hören, schaltete man den Zufallsmodus aus und das Album spielte weiter – übrigens auch auf dem größeren iPod, auf den Shuffle passten ja nur etwa zehn Alben. Noch heute hören wir uns gerne im Zufallsmodus durch unsere gesamte Mediathek, wir sind uns schließlich selbst der beste DJ, wollen uns aber auch ab und an überraschen lassen – soweit das möglich ist. Wenn wir aber heute den Shuffle-Modus abschalten, weil uns das per Zufall auf die Ohren geratene "The Monster is Loose" daran erinnert, dass wir wieder mal die ganze "Bat Out of Hell 3" anhören wollen und wir den Shuffle abstellen, kommt auf dem iPhone als nächstes: "Monster" von Mumford & Sons. Auch nicht schlecht, hatten wir ja  selbst der Mediathek hinzugefügt, ist aber nicht das, was wir in dem Moment wollten, sondern eben "Blind As A Bat". Überhaupt: Früher bot uns der iPod an, entweder Titel oder Alben in zufälliger Reihenfolge abzuspielen. "Was ist ein Album?" scheint uns aber Apple Music gegen zu fragen. Aber man kann sich ja noch was wünschen …

17. Mit dem zweiten hört man besser

Beats 1 ist ein Alleinstellungsmerkmal von Apple Music, das auch Nicht-Abonnenten über iTunes und die Musik-App genießen können, aber nicht über den Browser (siehe oben). Der Sender bringt interessante neue Musik, präsentiert von Moderatoren weltweit: Im Reiche Apples geht nie die Sonne unter. Aber doch folgen die renommierten DJs einem bestimmten Geschmack, der eher dem eines jüngeren Publikums entspricht. Doch, da hören wir schon auch gerne mit rein, aber nicht immer. Ein zweiter Sender müsste her und vielleicht noch ein dritter, mit anderen Genre-Schwerpunkten. Unser Macworld-Kollege Jason Cross wünscht sich eine Art von College-Radio, wir fänden einen Classic-Rock-Sender wie das längst verschwundene Radio Xanadu oder einen Klassiksender wie Bayern 4 dufte. Und überhaupt wäre eine Radio-App wie TuneIn, direkt in Apple Music integriert, so etwas wie das Non-Plus-Ultra unserer Wünsche. Dann könnten wir auch ab und an mal einen Nachrichtensender einschalten. Radio, what's new? Some one still loves you …

18. Handoff für Apple Music

Das hatten wir in den Vorschlägen für einen besseren HomePod bereits skizziert: Im Auto hört man einen bestimmten Song, Podcast oder Radiosender (falls umgesetzt...) und sobald man im Wohnzimmer ist, spielt der HomePod an der zuletzt gehörten Stelle weiter. Entweder auf ausgesprochenen Wunsch oder weil er unsere Apple Watch in der Nähe erkannt hat. Das beschränkt sich aber nicht auf den HomePod. Auch der Mac im Büro sollte doch gleich da weiter spielen, wo das iPhone unterwegs uns noch die Zeit vertrieben und versüßt hat. Kurz: Wir wollen Handoff für Apple Music. Das korrespondiert gewissermaßen mit der Musikhistorie aus dem Punkt 12, denn wenn der Mac via dieser in iCloud gespeicherten Liste beim Start schon weiß, was läuft und was lief, ist es kein besonders großer Schritt mehr, auch exakt zur letzten Stelle zu navigieren.

Voraussichtlich am 4. Juni eröffnet Apple in San Jose seine Entwicklerkonferenz WWDC, Apple Music hatte auf dieser vor drei Jahren seine Premiere erlebt. Wäre schön, wenn Apple heuer etwas substantiell Neues zu seinem Service sagen könnte. Wir checken dann, wie viele Punkte unserer Wunschliste tatsächlich in Erfüllung gehen.

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