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90 GB Daten gestohlen: 16-Jähriger hackt Apple

17.08.2018 | 13:23 Uhr |

Ein Jugendlicher aus Melbourne steht vor Gericht, weil er wiederholt in Apples Datennetz einbrach.

Update vom 17. August

Apple hat jetzt gegenüber Reuter eine offizielle Stellungnahme abgegeben und der Berichterstattung in einem entscheidenden Punkt widersprochen: Daten von Kunden wären nicht kompromittiert worden. Im ursprünglichen Artikel hatte "The Age" dagegen berichtet, neben Firmendaten wären auch Daten von Apple-Kunden heruntergeladen worden. Offenbar hatte der Angreifer aber nur Zugriff auf Daten des Unternehmens, nicht von Kunden.

Ursprünglicher Artikel

Gleich mehrmals innerhalb eines Jahres soll ein Jugendlicher aus Melbourne in Apples Firmennetz eingebrochen sein. Der zum Tatzeitpunkt 16 Jahre alte Jugendliche soll dabei 90 GB an geheimen Dateien heruntergeladen haben und auch auf Kunden-Accounts zugegriffen haben. Möglich war ihm der Zugriff auf das gesicherte Firmennetz über „authorised keys“, mit denen Firmen ihren Angestellten den Fernzugriff auf das Unternehmensnetzwerk ermöglichen.

Per Whatsapp hatte er Freunden über seinen Einbruch berichtet, laut seinem Verteidiger sei er mittlerweile in Hacker-Kreisen so bekannt, dass schon Details ihn enttarnen könnten. Aus rechtlichen Gründen darf der Name des Angeklagten nicht genannt werden. Laut dem Bericht von "The Age" war ihm Apple aus nicht näher genannten Gründen auf die Spur gekommen und hatte das FBI benachrichtigt, das sich wieder an die australischen Behörden wandte.

Identifiziert wurde er anscheinend über die Seriennummern seiner Apple-Laptops, die beim Zugriff auf die internen Systeme bei Apple gespeichert wurden. Auch seine IP-Adresse stammte mit der des Hackers überein. Ein Handy und eine Festplatte wurden bei der Hausdurchsuchung beschlagnahmt, Hacker-Tools und Daten fanden sich dann in einem Ordner namens „hacky hack hack“.

Grund für den verbotenen Zugriff war offenbar Begeisterung für Apple. Der Polizei erzählte er laut Bericht, er hätte davon geträumt für Apple zu arbeiten. Vor Gericht bekannte er sich schuldig, ein Urteil wird nächsten Monat erwartet.

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