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99,9 Prozent der Mobil-Malware zielt auf Android

26.05.2017 | 14:45 Uhr |

Laut Jahresbericht des APCERT richtete sich 2016 die Mehrzahl der Malware-Attacken im Raum Asien-Pazifik gegen das Android-Betriebssystem.

Das Asia Pacific Computer Emergency Response Team ist ein Zusammenschluss von Sicherheitsexperten im Raum Asien Pazifik, das seit 2003 die Bedrohung durch Malware überwacht. Neben Australien gehören dazu etwa China, Malaysia und Australien. Die Zahl mobiler Malware ist in diesen Ländern laut aktuellem Jahresbericht im letzten Jahr angestiegen: Von über zwei Millionen Malware-Samplen, die sich gegen Smartphone-Nutzer richteten, zielten 99,9 Prozent auf Android-Nutzer. Android-Handys sind in den Mitgliedsländern zwar deutlich häufiger als iPhones, trotzdem ist der geringe Anteil an iOS-Malware auffallend.

Gegenüber dem Vorjahr ist nicht nur die Anzahl der Bedrohungen gestiegen ( damals waren es noch 1,48 Millionen mobile Bedrohungen, die sich zu 99,7 Prozent gegen das Google-Betriebssystem richteten). Auffallend gegenüber dem Vorjahr: Mit 71,8 Prozent werden die meisten Angriffe der Kategorie „Rogue behaviour“ zugeordnet. Dazu gehört etwa die Anzeige von Pop-Ups, die fälschlich eine Malware-Infektion behaupten und zur Installation einer Software auffordern. Im Vorjahr 2015 machten diese Angriffe nur etwa 22,2 Prozent der Angriffe aus. Auf dem zweiten Platz im Jahr 2016 sind die Apps mit verstecken Gebühren (25,3%), die restlichen knapp drei Prozent teilen unter sich die Spionage-Apps und gefälschte kostenlose Versionen von Bezahl-Apps.

Die deutsche Behörde BSI kommt in seinem aktuellen Bericht zu dem gleichen Schluss: "Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung
und Mobilität geraten auch mobile und alternative Plattformen weiter in den Fokus der Angreifer, wobei bei den mobilen Plattformen immer noch fast ausschließlich Android betroffen ist." ( Seite 19 im Bericht ).

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