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Acht Gründe, warum das iPhone 8 besser sein kann als Galaxy S8

25.04.2017 | 14:49 Uhr |

Die achte Runde ist eröffnet, Samsung legt mit dem Galaxy S8 vor. Acht Dinge, die Apple mit dem iPhone 8 besser machten könnte.

Man muss kein großer Prophet sein, um vorauszusehen, dass das Galaxy S8 und das S8+ die großen Konkurrenten des kommenden iPhone 8 (Plus) sein werden. Unser Macworld-Kollege Michael Simon ist in seinem Test auch sehr von dem randlosen OLED-Display und anderen Features des Galaxy S8 begeistert. Das aktuelle iPhone 7 (Plus) sieht dagegen schon ein wenig alt aus, aber noch ist eine Weile hin, bis das iPhone 8 oder (iPhone Edition oder iPhone X) in den Handel. Seit Wochen und Monaten kursieren bereits Spekulationen über Features, die denen der Samsung Galaxy S8 ähneln. Die Frage würde dann lauten, wer denn nun von Wem abgekupfert hat. Apple hat aber konkret acht Möglichkeiten, es anders und vor allem besser zu machen.

1.: Die Kamera macht den Unterschied

Schon jetzt hat Apple seinen Vorsprung bei der Kamera behalten, Samsung hat mit der jüngsten Generation kaum etwas verbessert, während Apple etwa im letzten Herbst in das iPhone 7 Plus eine Dualkamera für zweifach optischen Zoom eingebaut hat. Dennoch bleibt Luft nach oben und somit die Möglichkeit, den Vorsprung auf diesem Feld auszubauen. Mehr Megapixel sind das eine, aber auch das zweite Objektiv der Dualkamera könnte eine optische Bildstabilisierung gut vertragen, vor allem beim Zoom sollte damit eine bessere Bildqualität möglich werden. Vor allem aber müsste Apple mit einem besseren CCD den ISO-Bereich ausweiten und somit beste Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen erreichen.

2.: Augmented Reality statt Virtual Reality

Mit Galaxy Gear und dem S8 setzt Samsung verstärkt auf virtuelle Realität, während Apple stattdessen mehr auf AR oder erweiterte Realität setzt. Das iPhone 8 sollte hier den Durchbruch bringen. Der Hype um Pokemon Go im letzten Sommer hat gezeigt, dass die Leute es offenbar bevorzugen, ihre eigenen, um digitale Welten erweiterten Realitäten lieber über den Bildschirm ihres Smartphones wahrnehmen als eine klobige VR-Brille aufzusetzen und sich völlig von der echten Welt abzukoppeln. AR auf dem iPhone 8 könnte uns die Welt um uns herum in neuen, teils nützlichen, teils spaßigen Aspekten wahrnehmen zu lassen, ohne völlig aus ihr zu verschwinden.

3.: Der Fingerabdrucksensor am richtigen Fleck

Das Galaxy S8 mag eines der besten Smartphones auf dem Markt sein, der Fingerabdruckscanner ist aber höchst unglücklich platziert: Auf der Rückseite des Geräts, in der Nähe der Kamera. Da tappt man beim Entsperren des Telefons nicht nur daneben, sondern trifft dann auch noch das Objektiv, das man auf diese Art und Weise verschmiert. Apple wird vermutlich ab dem iPhone 8 auf den Home-Button verzichten und hat daher zwei Optionen: Die Touch ID unter den gesamten Screen platzieren oder eben doch hinten. Ersteres wäre eine völlig neue Technik und könnte der Grund dafür sein, dass sich der Verkaufsstart des neuen Flaggschiffs um einige Wochen oder wenige Monate verzögern wird, für letzteres hat es angeblich erste Hinweise in Form geleakter Gehäuse-Desings gegeben. Wenigstens wäre in dem Fall die Touch ID recht zentral angebracht und nicht in gefährlicher Nähe zur Kamera, die mutmaßliche Aussparung für die Touch ID könnte aber auch eine solche für den Anschluss eines Induktionsladegerätes gewesen sein.

4.: Siri muss noch mehr können

Jetzt setzt auch noch Samsung auf einen schlauen Sprachassistenten, Bixby genannt. Samsung geht mit dessen Integration weiter als Apple mit Siri, Amazon mit Alexa oder Google mit seinem Assistenten. Dummerweise funktioniert das noch nicht so recht, wie es sollte. Apple hätte hier die Gelegenheit, die interessanten Ideen wie der Wirkung eines Sprachassistenten auf App-Ebene aufzunehmen und mit Siri zu zeigen, wie das richtig funktioniert. Vorerst muss sich Siri vor Bixby aber nicht fürchten.

5.: iOS 11 angepasst

Schon weit vor dem vermuteten Vorstellungstermin des iPhone 8 wird Apple mit iOS 11 eine neue Fassung seines mobilen Betriebssystems veröffentlichen, das erste Hinweise auf neue Hardware geben könnte. Will Apple tatsächlich ein ähnliches  Design wie das des Galaxy S8 umsetzen, müsste auch iOS 11 daran angepasst werden, um etwa auch den Bereich an den Kanten zu nutzen, der dann auch Bildschirm sein könnte. Sollte das der Fall sein, wird Apple aber vermutlich ein eigenes Update iOS 11.1 oder 11.2 mit dem neuen iPhone heraus bringen.

6.: Wirklich drahtloses Laden

Induktives Laden ist eine weithin verstandene Technik, Apple ist bereits der Industriegruppe beigetreten, die den Standard Qi definiert und pflegt. Aktuelle Lösungen müssen noch auf Hüllen setzen, die Energie per Induktion beziehen und sie via Lightning weiter reichen, das funktioniert so weit auch ganz gut und ist bezüglich Ladegeschwindigkeit nicht langsamer, als wenn man sein iPhone an den Mac anstöpselt. Das iPhone 8 soll bekanntlich eine Empfangsspule bereits eingebaut haben, die Frage bleibt offen, ob jede Qi-kompatible Ladematte Energie senden kann oder Apple wieder auf eine proprietäre Lösung setzt. Diese könnte aber gegenüber dem etablierten Standard Vorteile bringen, denn Apple hat bereits ein Patent beantragt, das induktives Laden auch aus einer Entfernung von wenigen Metern erlaubt: Das iPhone müsste man also nicht einmal mehr auf eine spezielle Matte legen, sondern könnte es sogar in der Tasche behalten. Das wäre eine wahre Killerapplikation, denn sie würde letztendlich bedeuten, dass das iPhone immer optimal geladen sein könnte, wenn man sich im Bereich der Energiespender aufhält.

7.: AirPods mit im Paket

Samsung setzt auch weiterhin auf die 3,5-mm-Klinkenbuchse, auf die Apple bereits im iPhone 7 (Plus) verzichtet. Mit im Paket der Samsung-Handys stecken verkabelte Earbuds von AKG, die einen besseren Sound liefern als die, welche die meisten anderen Hersteller beilegen. Der Trend geht aber zweifelsohne zur drahtlosen Datenübertragung, Apple könnte das noch weiter beschleunigen, würde es seine AirPods gleich dem iPhone 8 beilegen und nicht mehr die legendären Kopfhörer mit ihren weißen Kabeln. Die AirPods halten zwar nicht in jedem Ohr, klingen aber erstaunlich gut und wären ein weiteres Kaufargument für das Jubiläums-iPhone.

8.: Endlich mehr Akku

Seit Anbeginn des iPhone war Apple besorgt, der Akku könnte nicht den ganzen Tag halten und hatte beim ersten Modell etwa auf UMTS und GPS verzichtet, da die Chips mehr Energie hätten ziehen können, als ein häufig benutztes iPhone am Ende des Tages bereit halten würde. Die Akkus sind seither besser und größer geworden, leider ist der Energieverbrauch durch weitere Sensoren, Chips und vor allem größere und hellere Bildschirme im gleichen Maße gewachsen. Acht Stunden Dauerbenutzung und das iPhone muss wieder an die Steckdose respektive in Reichweite der induktiven Ladegeräte. Samsung hat beim Galaxy S8 auf Optimierungen beim Akku verzichtet, aus guten Gründen, denn es galt vor allem, die Batterie nach dem Desaster mit dem Note 7 wieder sicherer zu machen. Könnte Apple einen Akku verbauen, der auch zwölf Betriebsstunden durch hielte, wäre viel gewonnen. Aber auch Apple wird an die Grenzen der Physik stoßen - recht viel mehr ist aus einem Lithium-Ionen-Akku nicht heraus zu holen, nennenswerte Optimierungen beim Energieverbrauch der Chips und des Display darf man auch nicht erwarten.

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