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Acorn 6 mit Text am Pfad und Ebenen-Klonwerkzeug

29.09.2017 | 13:14 Uhr |

Acorn, die Bildbearbeitung mit der Eichel als Symbol, steht jetzt in Version 6 zur Verfügung und bietet eine Reihe neuer, semi-professioneller Funktionen.

Die Bildbearbeitung Acorn von Flying Meat   bietet zum günstigen Preis eine Vielfalt von Funktionen, darunter Ebenenverwaltung, Zeichen- und Vektoranwendungen. Zur Vorgängerversion 5 findet sich unsere Newsmeldung hier , und der Test einer Vorgängerversion (Acorn 4) an dieser Stelle . Nun ist in Acorn 6 unter anderem die Funktion ”Text entlang am Pfad” hinzugekommen, sogar einschließlich Emojis, Klonen über verschiedene Bilder oder Ebenen hinweg und ein ”smarter” Ebenenexport, mit dem sich eine Ebene unterteilen lässt (”Slices”).

Komplexe Optionen und Funktionen

Dazu kommt eine Reihe klassischer und fortgeschrittener Funktionen, die umfassend auf der Website des Entwicklers auf Englisch dargestellt sind. Darunter findet sich auch Unterstützung für die Touchbar der aktuellen Macbook Pro und eine professionelle Option wie der CMYK-TIFF-Export mit bis zu 128 Bit pro Pixel. Insgesamt geht die Arbeit mit Acorn für Grundfunktionen gewohnt intuitiv voran. Für einige Spezialfunktionen wie etwa über verschiedene Ebenen klonen sollte man sich die zahlreichen Videotutorials ansehen, die es freilich nur auf Englisch gibt. Im Gegensatz zur Benutzerführung im Programm selbst, die komplett auf Deutsch vorliegt.

Klassisches Mac-Feeling

Nach wie vor glänzt Acorn nicht durch automatische Bildverbesserungen, immer noch gibt es hier nur die automatische Tonwertkorrektur. Auch die Korrektur roter Augen, selbst wenn sie inzwischen durch lichtstarke Digitalkameras und Handys seltener vorkommen, muss man von Hand vornehmen. Doch dafür bietet sich eine Zusammenarbeit mit Apples inzwischen umfassend ausgebauter Fotos-App an.

In Acorn selbst findet man beispielsweise die Möglichkeit mit Kurvengradienten zu arbeiten, stylische Pinsel, die man selbst verändern und erweitern kann, eine komplexe Ebenenverwaltung sowie eine ganze Reihe von Werkzeugen und Funktionen, die ein typisches Mac-Feeling erzeugen, wenn auch ein bisschen traditionell und nostalgisch. Denn so klar und aufgeräumt in Acorn 6 auch alles wirkt, es passt sich nicht an den Trend zu ”coolen” dunklen Benutzeroberflächen an. Und viele werden sagen: Das ist auch gut so.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Angesichts des Leistungsumfangs mutet der Preis recht günstig an – so lässt sich das Programm zunächst 14 Tage lang kostenlos und ab OS X 10.11.4 testen, bevor regulär 33 Euro auf der Homepage des Anbieters oder im Mac App Store fällig werden. Der Download ist lediglich 11 MB groß.

Fazit und Empfehlung

Man merkt es sofort: Acorn 6 ist ein klassisches Mac-Programm für engagierte Bildbearbeiter, die bereit sind, sich in den vielfältigen Funktionen zurechtzufinden und auch manche Mühe auf sich zu nehmen, um dann allerdings beeindruckende Ergebnisse zu erzeugen. Mit den zusätzlichen Funktionen ist Acorn 6 im semi-professionellen Bereich angesiedelt. Und genau dafür ist es für einen verhältnismäßig günstigen Preis auch empfehlenswert.

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