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Adobe Scan mit neuen PDF-Funktionen im Test

03.04.2018 | 14:51 Uhr | Thomas Hartmann

Mit dem Update von der Scan-App liefert die App interessante neue Features, die wir uns mit der kostenlosen Version angesehen haben.

Vor Kurzem hat Macwelt.de schon gemeldet, dass Adobe seiner Scan App fĂŒr iOS und Android mit Version 18 eine ganze Reihe neuer Optionen gegönnt hat. Diese haben wir uns vor allem auf dem iPad angesehen.

Gut zubereitete Scans

ZunĂ€chst ist die Scan-Funktion wichtig, die ja schon im Namen steht. TatsĂ€chlich erkennt die App sehr schnell die Begrenzungen von Dokumenten, BĂŒchern oder Bildern, die wir aufnehmen wollen und knipst diese automatisch. Es findet hĂ€ufig und schnell den passenden Rahmen, sodass man gegebenenfalls nur Details nachbearbeiten muss, wenn man es ganz genau haben möchte. Und es findet eine automatische Verbesserung von Bild und Text statt, an der es auch nichts zu meckern gibt. Völlig unscharf sollte die Vorlage natĂŒrlich nicht aufgenommen sein, eine etwas ruhige Hand ist erforderlich, sonst kann man auch manuell scannen.

Scans erkennt die App sehr gut.
VergrĂ¶ĂŸern Scans erkennt die App sehr gut.

Einfache Bearbeitung und ErgÀnzungen

Die Bilder lassen sich direkt in der App zuschneiden, drehen, anordnen oder in den Modi "Originalfoto", "Auto-Farbe" (voreingestellt), "Graustufen" und "Whiteboard" anzeigen. Weitere Aufnahmen kann man direkt hinzufĂŒgen. Ist man zufrieden, wird das PDF gespeichert, dazu braucht es jedoch die Adobe Dokument Cloud und das bedeutet einen Account respektive eine ID beim Entwickler. Die man möglicherweise schon von anderen Apps oder Programmen des Anbieters hat. Damit kann man sich dann einloggen, alternativ auch ĂŒber Facebook oder Google. Gleichzeitig ist es möglich, das Dokument direkt zu verschicken, etwa per E-Mail, oder zu speichern beispielsweise auf Dropbox.

Da Adobe Scan gleichzeitig eine Texterkennung (OCR) vornimmt, lĂ€sst sich das PDF auch weiter bearbeiten, und zwar direkt im Acrobat Reader. Hier fĂŒgt man Markierungen hinzu oder streicht Text durch. Anmerkungen sind möglich sowie das HinzufĂŒgen von eigenem Text. Außerdem kann man den Text durchsuchen.

Sie lassen sich auf diverse Weise anzeigen.
VergrĂ¶ĂŸern Sie lassen sich auf diverse Weise anzeigen.

Echte Texterkennung: Teuer!

Das alles klappt sehr gut, die Bearbeitungen bleiben auch nach dem Versenden unter anderen PDF-Programmen wie Apples Vorschau erhalten. Möchte man nun freilich auch den Text direkt bearbeiten, beispielsweise in Microsoft Word oder Excel, ist das kostenlose Angebot vorbei, dafĂŒr muss man ordentlich bezahlen fĂŒr das Adobe Pack, das zum nicht unerheblichen Preis von 11,49 Euro monatlich (!) angeboten wird, also im Abonnement. Damit kann man dann auch eine unbegrenzte Anzahl an PDF-Dokumenten erstellen. SpĂ€testens hier aber ist ein Blick auf die Konkurrenz interessant. Insbesondere Microsofts Office Lens bietet Ă€hnliche Funktionen kostenlos, und ist man bereits Nutzer von Microsoft Word & Co. auf dem GerĂ€t, kann man die Konvertierung direkt vornehmen. Vergleichbares gilt fĂŒr Fine Scanner Pro von Abbyy , das ebenfalls eine sehr gute Dokumenterkennung und Verarbeitung inklusive OCR bietet, dies zum einmaligen Preis von 65 Euro inklusive allen Funktionen.

Die Sortierung wie die OCR erfolgen automatisch.
VergrĂ¶ĂŸern Die Sortierung wie die OCR erfolgen automatisch.

VerfĂŒgbarkeit

Adobe Scan 18 gibt es mit den beschriebenen Grundfunktionen kostenlos als App fĂŒr iOS ab iOS 10.0 (Download gut 110 MB) sowie fĂŒr Android-GerĂ€te ab Android 5.0 (Download 33 MB). Der Adobe Pack ist als In-App-Kauf erhĂ€ltlich.

In Acrobat Reader kann man das Dokument bearbeiten.
VergrĂ¶ĂŸern In Acrobat Reader kann man das Dokument bearbeiten.

Fazit und Empfehlung

FĂŒr normale Scans und elementare Bearbeitungen ist die kostenlose Version von Adobe Scan 18 gut geeignet. Wer mehr möchte, wie zum Beispiel bearbeitbare Textversionen eines PDF-Scans, zahlt bei Adobe schlicht zu viel, hier empfehlen wir die Konkurrenz von Microsoft (Office vorausgesetzt) oder Abbyy. Die hochpreisigen Abo-Modelle von Adobe finden hier leider ihre Fortsetzung, nur wer schon völlig in deren Ökosystem unterwegs ist, dĂŒrfte sich damit anfreunden.

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