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Advent 2017: Bezahlen mit Licht

15.12.2017 | 00:01 Uhr |

Apple Pay ist immer noch nicht bei deutschen Banken angekommen, Papier und Plastik müssen noch auf die Ablösung warten.

„Bezahlen Sie einfach mit Ihrem guten Namen“, so oder so ähnlich bewerben diverse Kreditkartenunternehmen ihre Dienstleistungen. Ein bisschen mehr steckt da schon dahinter, den guten Ruf des Namens muss man bei Bank und Mastercard, Amex oder Visa ja erst bestätigen und darf ihn mit mangelnder Bonität nicht riskieren. Sonst funktioniert das nicht mehr, unter Vorlage eines Stückchens Plastik mit Magnetstreifen Waren und Dienstleistungen zu erhalten. Wobei: Dass die Menschen seit langen Zeiten auf Papier und Metall, das höherwertiger aussieht, als es ist, tatsächlich vertrauen, ist immer noch ein großes Rätsel, vor dem man einigermaßen fassungslos steht, wenn man mal genauer darüber nachdenkt.

Künftig bezahlen wir aber nicht mehr mit toten Bäumen oder Leinen, Kupfer und Messing oder Kunststoff, sondern mit Licht. Naja, so ähnlich. Und wann genau Apple nun endlich sein drahtloses, digitales Bezahlsystem Apple Pay nach Deutschland bringt, wissen wir auch nicht.

Antwort vom 14. Dezember

Ein röchelnder, schwarzer, zylinderförmiger Mac Pro, der an Darth Vader erinnert? Nein, natürlich nicht, der Mac Pro von 2013 röchelt zwar nicht, hat aber weder Zukunft noch Anleihen bei Star Wars genommen. Das iPhone X ist es auch nicht, oder haben Sie einen Stormtrooper schon einmal in eine Hosentasche greifen und auf einem Display herum wischen sehen? Exakt der Stormtrooper, respektive seine Uniform will Johny Ive aber bei der Gestaltung der AirPods inspiriert haben. Besser ist das, als sie nach einem Wookie zu formen - obwohl, dann würden sie vielleicht besser in manchen Gehörgängen stecken bleiben. Ironischer Weise meinen aber die Kostümdesigner von Disney, sie hätten sich wiederum bei der Gestaltung der Stormtrooper-Uniformen ab der zweiten Trilogie an Apple orientiert. Gegenüber dem Original - Apple war damals gerade erst gegründet - wurden die weißen Panzer ein wenig rundlicher. Ein Stormtrooper will beim Danebenschießen ja auch gut aussehen.

Licht spielt hier natürlich nicht die alleinige Rolle, aber eine wichtige an der entscheidenden Stelle. Denn Daten über den Bezahlenden und den zu entrichtenden Betrag werden von iPhone oder Apple Watch zum Bezahlterminal per Kurzstreckenfunk übertragen, der Near Field Communication oder kurz NFC.

Hierbei handelt es sich um  Licht respektive elektromagnetische Strahlung der Frequenz von 13,56 Megahertz. Das entspricht nun einer Wellenlänge von über 22 Metern. Bedenkt man, dass NFC nur auf sehr kurze Strecken funktionieren soll, sieht man, dass man nicht einmal einen halbe, geschweige denn einen ganzen Wellenzug benötigt, um die Informationen zu übertragen.

Sender und Detektor ähneln in diesen Größenordnungen auch mehr den vom Radio bekannten Bauteilen als einer optischen Apparatur. Sogar ähneln NFC-Apparaturen mehr noch den Induktionsspulen, wie sie nun in iPhone 8/Plus/X eingebaut sind, um drahtloses Laden nach dem Qi-Standard zu ermöglichen. Was Licht nicht alles bedeuten kann!

Anders als Bluetooth, das bei einer Frequenz um die 2,4 GHz (12,5 Zentimer Wellenlänge) arbeitet, überträgt NFC keine größeren Datenmengen, der Durchsatz von maximal 424 kBit/s ist dafür zu gering. Doch setzen einige Kopfhörerhersteller auf die Vorteile des Standards, wenn es etwa darum geht, Geräte miteinander zu koppeln. Das geht schneller und unkomplizierter. Apple sieht einen derartigen Einsatz für den in iPhones verbauten NFC-Chip aber nicht vor, dieser darf einzig und allein für Apple Pay zum Einsatz kommen – Sicherheitsgründe. Mal sehen, vielleicht wird es im Jahr 2018 dann doch etwas mit dem Bezahlen mit sehr langwelligem Licht.

Die heutige Frage:  Apple Pay ist längst in Europa angekommen, wenn auch nicht überall. Welches Land muss außer Deutschland noch auf das Bezahlen per Apple Pay warten?

  1. Österreich

  2. Schweiz

  3. Dänemark

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