2316003

Advent 2017: Eine weite Reise

14.12.2017 | 14:41 Uhr |

Märchen gibt es im Kino. Die Welt der Wissenschaft hat aber auch Erstaunliches zu bieten – etwa zwei unkaputtbare Sonden.

Der Weltraum. Unendliche Weiten … Nein, falscher Film. Also, nochmal: Es war einmal vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis … Ja, schon besser, so fängt das Weltraummärchen an, dessen achter Teil heute in die Kinos kommt. Wobei, achter Teil? „Die letzten Jedi“ sind der zweite Teil der dritten Trilogie, die in der Zeitabfolge der Erzählung ja auf die erste Trilogie folgt, während die zweite Trilogie in der Story die erste ist. Um die Verwirrung zu komplettieren, hat Disney letztes Jahr nicht nur das Spinoff „Rogue One“ herausgebracht, das zeitlich vor der ersten Trilogie angesetzt ist und erst vor Kurzem eine vierte Filmserie aus drei Streifen angekündigt, die ab 2020 im Zweijahresrhythmus die Besitzer der Marke „Star Wars“ noch reicher werden lassen soll. Gut, dass die Grimms wenig kommerzielle Interessen verfolgten, wer weiß, ob „Rotkäppchen 2 – Das Erwachen des Wolfes“ nicht noch viel schauerlicher geworden wäre.

Märchen von heute spielen nicht mehr im Wald, sondern im Weltall, entweder in dieser Galaxis in gut 250 Jahren oder eben in einer weit entfernten, in ferner Vergangenheit. Realistisch sind natürlich beide Franchises, etwa so realistisch wie ein hungriger Wolf, der eine ganze Großmutter samt Enkelin auffrisst und sie unfreiwillig, aber unversehrt wieder her gibt. Man bedenke nur: Raumschiffe mit Überlichtgeschwindigkeit! Teleportation von lebender und nicht lebender Materie! Licht, das ohne erkennbare optische Instrumente nach einem guten Meter anhält und sich wieder zur Quelle zurück begibt. Spukhafte Fernwirkungen von Kräften! Nur das mit der dunklen Seite glauben wir allmählich, in Zeiten, in denen Hiesige und Heurige immer mehr davon zeigen.

Antwort vom 13. Dezember

Axl Rose im Tatort? Das wäre natürlich eine Schau! Wir fragten gestern aber nach Axel Milberg und nicht nach Axel Prahl. Der ist zwar auch ein Tatort-Kommissar, aber in Münster und nicht in Kiel.

Dabei ist der reale Weltraum bizarr genug und die bisher sehr spärlichen Expeditionen der Bewohner dieses Planeten und der von ihnen gebauten Maschinen spannend und märchenhaft genug. Licht der Erkenntnis in das Dunkle unseres bescheidenen Wissens bringen etwa seit gut 40 Jahren die beiden Voyager-Sonden, die es als erste von Menschen gebaute Maschinen tatsächlich aus dem Sonnensystem geschafft haben. Der Weg zu anderen Sternen ist aber für die beiden Vehikel noch weit. Am 20. August und am 5. September 1977 gestartet, sollten die beiden Maschinen vor allem die Gasriesen Jupiter, Saturn, Neptun und Uranus aus nächster Nähe fotografieren und ihre Bilder zurück zur Erde funken. Denn eine Rückkehr war nie geplant und hätte aus Gründen der Physik nur schwerlich funktionieren können und dann lange dauern müssen.

Fotografen waren es in den auf 1977 folgenden Jahren zwar gewohnt, auf Entwicklungen und Abzüge ihrer Aufnahmen warten zu müssen, selbst Sofortbildkameras ließen ein paar Minuten auf ihre Ergebnisse warten. Voyager 1 und 2 jedoch haben natürlich Digitalkameras an Bord, die ihre Fotos gleich in die Cloud laden. Also in dem Fall in Richtung Erde, durch die Wolkendecke hindurch in das Kontrollzentrum der NASA.

Was aber die zwei Maschinen funkten, war spektakulär und brachte neue wissenschaftliche Erkenntnisse über den Aufbau der äußeren Planeten. Kein Teleskop konnte davor so gestochen scharfe Aufnahmen machen. Es ist fast wie im richtigen Leben: Wenn das Fotomotiv zu weit weg ist, muss man halt näher ran. Zum Jupiter hat Voyager 1 aber anderthalb Jahre gebraucht und zum Saturn nochmal so lang, Voyager 2 brauchte auf eine anderen Bahn jeweils zwei Jahre, flog dann aber noch gute fünf respektive acht Jahre weiter zu Uranus und Neptun.

Und immer noch melden sich die Sonden gelegentlich vom Rand des Sonnensystems, mittlerweile 140 (Voyager 1) respektive 116 Astronomische Einheiten (AE, mittlere Entfernung Sonne - Erde) entfernt. Es sind mittlerweile Signale aus der Vergangenheit. Denn wegen der endlichen Geschwindigkeit des Lichts reisen die Funksignale der Voyager derzeit gut 19 respektive 15,5 Stunden durch das nahe All. Sie können uns also schon heute nur sagen, was gestern dort los war, wo sie vorbeiflogen.

Das Licht ist das Limit in der Raumfahrt. Das machte sich selbst schon bei der Mondlandung bemerkbar, Neil Armstrong antwortete seltsam verzögert auf Fragen aus Houston. Nicht, weil man die Schaltung ins Fernsehstudio erst aufbauen musste, sondern eben weil der Mond eine gute Lichtsekunde entfernt ist und damit die Antwort sich insgesamt um zwei Sekunden verzögert, plus der Zeit für das Aussprechen.  Der Mars ist eine ganze Ecke weiter entfernt, die maximale Laufzeit beträgt einfach etwa 24 Minuten - wenn unser Nachbar auf der anderen Seite der Sonne steht. Unter den gut acht Lichtminuten für eine AE geht es zum Mars für elektromagnetische Wellen gleich welcher Art nicht.

Deshalb war in dem Science-Fiction-Film „Der Marsianer“ von 2015 zwar immer noch viel Fiction, aber auch jede Menge Science zu finden. Etwa zum Showdown, als alle Welt wusste, jetzt, ja jetzt hat die Rettungsmission Mark Whattney aufgenommen oder verpasst – man wird das Ergebnis aber erst in gut 20 Minuten erfahren können.

Ganz unbefleckt von Wissenschaft sind die Autoren von "Star Trek" hingegen nicht, weshalb sie eine annähernd instantane Funk-Kommunikation über Geschwindigkeit „Subraum“ postulieren und beim Flug mit Warp-Geschwindigkeit den Raum verzerren und nicht durch ihn durch fliegen. So werden wenigstens ein paar Naturgesetze, die überall im Weltraum gelten, nicht sofort und offensichtlich verletzt. "Star Wars" hingegen ist und bleibt ein Märchen, wissenschaftliche Erklärungen der Phänomene findet man da keine. Das ist uns aber egal. Wir wollen heute ins Kino und nicht in den Hörsaal. Möge die Macht mit Ihnen und uns sein.

Die Frage von heute dreht sich um höchst Irdisches. Nämlich um gutes Design. Davon werden wir im Lichtspielhaus heute wieder viel sehen, nicht nur auf der Leinwand. Sondern womöglich auch in Form der Apple-Geräte, die manche Zuschauer mitgebracht haben. Jony Ive hat letztens verraten, dass eine seiner Arbeiten sich ein Vorbild vom Design von Star Wars nahmen. Um welches Produkt handelt es sich?

  1. iPhone X (2017)

  2. Mac Pro (2013)

  3. AirPods (2016)

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese mitsamt Ihrer Adresse und E-Mail in das Gewinnspielformular ein, das heute bis 23.59 Uhr geöffnet hat . ( Alternativ-Link für mobile Nutzer ). Unter den Einsendern der richtigen Antworten verlosen wir:

R2-D2

Nein, natürlich nicht das von Luke Skywalker genutzte Original und auch nicht die Kulisse aus dem Film. Sondern den von Sphero gebauten Roboter, den man wunderbar mit dem Smartphone steuern kann, wie unser Test zeigt .

Der ideale Begleiter zum Film
Vergrößern Der ideale Begleiter zum Film
© Sphero

Der ikonische R2-D2 ist ein Veteran der Rebellen-Allianz. 

Nutzer reisen zu einer weit entfernten Galaxie, indem sie einfach den Droiden mit der dazu passenden App verbinden und darüber Befehle erteilen. Kontrolliert mit einem smarten Gerät, steuern Fans R2-D2 und schauen mit ihm zusammen Star-Wars-Filme, erforschen holographische Simulationen und vieles mehr.

Das kann R2-D2 laut Hersteller:

- Authentische Bewegung: R2-D2 fahren, von zweibeinig zu dreibeinig, oder sein liebenswertes emotionales Watscheln auslösen.

- Holographische Simulation: Die Star Wars™ Galaxie entdecken, ikonische Schiffsinnenräume durchstreifen und mehr.

- Authentische LEDs : R2-D2s typische Front- und Rücklichter sind komplett funktional. 

- Integrierter Lautsprecher: Die typischen Laute und Geräusche kommen von R2-D2 selbst.

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2316003