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Advent 2017: Licht von gestern

16.12.2017 | 00:01 Uhr |

Last in, first out: So ähnlich verlief Apples Geschichte mit CD und DVD-Brenner, auf blaues Licht verzichtet Cupertino komplett.

Technik mit Licht kann nicht nur gegenwärtig und zukünftig sein, sondern auch von gestern. Nein, wir meinen nicht die Lochkamera oder Camera Obscura, denn deren Prinzip ist auch in heutigen Fotoapparaten noch gültig. Wir meinen die Technik, bei der ein komprimierter und kohärenter Lichtstrahl in bestimmter Weise Daten ausliest.

Konkret meinen wir das optische Laufwerk, also alles, was CDs, DVDs und Bluray-Discs liest oder beschreibt. Sicher, kauft man sich einen Windows-PC, hat der meistens noch einen Brenner eingebaut, selbst viele Windows-Notebooks kommen noch mit Slot-in-Laufwerk. Doch Apple hat schon vor Jahren sich von der Technik verabschiedet, nicht ohne Hintergedanken. Im digitalen Jahrhundert kaufen immer weniger Leute ihre Musik oder ihre Filme auf einer silbrig glänzenden Scheibe, neue Versionen von Betriebssystemen kann man ebenso wunderbar wie Musik und Filme über eine eigene Serverinfrastruktur in das Internet zum Download stellen.

Antwort vom 15. Dezember

Apple Pay gibt es in den USA, klar. Natürlich auch in den anderen englischsprachigen Ländern wie Australien, Kanada, UK und Irland. Aber auch in China. In Europa sogar in Russland und Italien inklusive Vatikanstaat. Auf der Isle of Man - logisch, auch Steueroptimierer wollen mit ihrem iPhone zahlen. Dänemark ist dabei und auch das andere Land mit einem weißen, wenn auch anders geformten, Kreuz auf rotem Hintergrund der Landesflagge. Nach Österreich hatten wir also gestern gefragt, wo es nach wie vor keine Bank gibt, die Apple Pay anbietet. Aber Österreich hat auch noch keinen Apple Store. Das wird sich 2018 ändern, was wir von Apple Pay nicht sicher wissen.

Das letzte Update, das Apple noch auf DVD verkaufte, war im August 2009 Mac-OS X Snow Leopard, für den Nachfolger gab es als Übergangslösung noch wenigstens einen Installer auf USB-Stick. Im Internet hat Apple noch nie ein Geschäft mit dem Verkauf von CDs oder DVDs gemacht, das Interesse ist daher sehr stark in Cupertino, den Medienwandel weiter voran zu bringen.

Als erster draußen, als einer der letzten überhaupt drin gewesen, so kann man Apples CD/DVD-Brenner-Strategie bezeichnen. Denn die ersten Macs, die CDs und DVDs nicht nur lesen, sondern auch beschreiben konnten, brachte Apple erst im Frühjahr 2001 heraus - interessanter Weise gleichzeitig mit iTunes, das der CD letztendlich den Garaus bereiten sollte. Davor diente die Software aber auch bestens dazu, Musik aus welchen Quellen auch immer sie bezogen war, auf CD zu brennen.

Brennen kann man ruhig wörtlich nehmen, denn es ist ein konzentrierter Laserstrahl aus rotem, also eher langwelligem Licht, der in die Polycarbonatschicht des Datenträgers Muster brennt, die dann die Leseelektronik später verwendet. Auch diese arbeitet mit (Laser-)Licht: Anhand der Reflexion schließt der Computer, ob der Strahl ein Loch (Pit) getroffen hat, oder nicht. Also: Null oder Eins. Die Grundlage alles Digitalen.

Warum eine DVD deutlich mehr speichern konnte als eine CD, lag vor allem an optischen Tricks, das gleiche rote Licht wird einfach besser fokussiert und bringt auf dem gegebenen Platz von etwas über 400 Quadratzentimetern somit mehr Bits unter respektive findet diese beim Lesen. Blurays setzen dem noch einen drauf, denn wie der Name schon sagt, arbeiten diese mit blauem, also kurzwelligem Licht. Bis zu 50 GB passen dann auf solch einen Silberling und damit selbst abendfüllende Spielfilme in höchster Auflösung.

Nur hat Apple sich nie für Bluray interessiert, in Cupertino hat man wohl schon geahnt, dass das optische Laufwerk in Zeiten stets steigender Internetbandbreite bald obsolet werden würde. Was die Technik ebenso einschränkt: Das Moore’sche Gesetz gilt nicht, da es nicht beschreibt, wie kurzwelliger Halbleiterlaser mit der Zeit werden können. Die mit Pits erreichbare Informationsdichte auf einer „Silberscheibe“ steigt eben über lange Sicht stetig an, sondern erst sprunghaft und dann gar nicht. Zudem erfordern optische Laufwerke eine gewisse Mindestbauhöhe, beinah verschwindende Geräte wie das Macbook oder das Macbook Air wäre so nicht möglich gewesen.


Die heutige Frage:  Zurück zu den Anfängen der Compact Disc. In den Achtzigern trug vor allem das Unternehmen Philips zur Standardisierung des Formates bei. Wie heißt das Kompendium, welches die Audio-CD definiert?

  1. Black Book

  2. Red Book

  3. White Book

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese mitsamt Ihrer Adresse und E-Mail in das Gewinnspielformular ein, das heute bis 23.59 Uhr geöffnet hat . (Alternativ-Link für mobile Nutzer ). Unter den Einsendern der richtigen Antworten verlosen wir:

LMP Mini Dock
Vergrößern LMP Mini Dock
© LMP

Das LMP USB-C mini Dock . Apple hat bei Macbook und Macbook Air nichts vergessen, aber viele Nutzer vermissen über USB-C hinaus gehende Anschlüsse. Ob am Schreibtisch oder auf Reisen: Der universelle Adapter von LMP bringt die wichtigsten Anschlüsse an mobile Macs: USB 3, Ethernet, SD-Karten- und micro-SD-Karten-Slot. Unseren Lesern bringt der Nikolaus heute gleich zwei der sonst für  79 Euro verkauften Geräte.

Macwelt Marktplatz

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