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Advent 2017: Mehr Licht

03.12.2017 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Was will uns der Dichter damit sagen? Vor allem Goethes letzte Worte geben auch noch heute Rätsel auf.

Johann Wolfgang von Goethe hat nicht nur jede Menge Buchstaben und Wörter niedergeschrieben – ja, es gab mehrere Teile des Faust, nämlich deren zwei – sondern war auch als Minister und Naturwissenschaftler aktiv. Auch über die Natur der Farben machte er sich Gedanken, die aus heutiger Sicht aber größtenteils inkorrekt sind, was deren Ursprung betrifft.

Zu Goethes Farbenlehre werden wir uns im Verlauf dieses Adventskalenders noch weiter äußern, an dieser Stelle beginnen wir stattdessen mit dem Ende. Denn 2017 war so etwas wie ein kleines Goethe-Jahr – und nicht nur wegen des Filmes über Schüler und Lehrer einer nach ihm benannten fiktiven Bildungseinrichtung. Am 22. März 1832 verstarb der Dichter, Politiker und Wissenschaftler in Weimar, 185 ist aber keine so runde Zahl, dass man gleich ein ganzes Gedenkjahr ausrufen müsste. Zumal heuer der 500ste Jahrestag der Reformation eine so wesentliche Rolle gespielt hat.

Antwort vom 2. Dezember

Nicht Eisregen, aber Eiskristalle in der Luft, durch die die Sonne scheint, können spektakuläre Lichteffekte zeigen, scheinbare Nebensonnen, 23-Grad-Halo genannt. Danach war nicht gefragt. Auch nicht nach einer möglichen Fehlsichtigkeit, darunter litt womöglich der Impressionist Claude Monet. Auch William Turners Zeitgenossen müssten die spektakulären Sonnenuntergänge des Jahres 1816 ähnlich gesehen haben wie der Maler. Im Jahr 1815 brach in Indonesien der Vulkan Tambora aus, das ausgeworfene Material hatte nicht nur einen extrem kühlen Sommer im Jahr darauf zur Folge, sondern auch extreme Lichtstreuungen bei tiefstehender Sonne. Wenn diese denn mal zu sehen war, müssen die Sonnenauf- und Untergänge extrem rötlich gewesen sein. Denn vor allem die blauen Anteil des Sonnenlichts werden gestreut.

Werke und Worte hat Goethe wie gesagt viele hinterlassen, auch berühmte letzte Worte, über die die Nachwelt seit jenem März-Tag vor 185 Jahren rätselt: "Mehr Licht."

Gewiss, kann man auch als Lebensmotto Goethes werten, der in das in Kleinstaaten zersplitterte Heilige Römische Reich Deutscher Nation mehr Licht der Aufklärung brachte als viele vor und viele nach ihm. Vielleicht war es auch nur eine Feststellung, dass nun zum Frühlingsanfang, der Goethes Ende brachte, wieder mehr Licht die Herzen erfreuen würde, bei Lichte besehen ist es ja so: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“

Wahrscheinlich aber verlangte Goethe gar nicht buchstäblich nach mehr vom sichtbaren Teil des elektromagnetischen Spektrums oder begrüßte dieses. Geboren wurde er schließlich in Frankfurt am Main und verzweifelte zeit seines Lebens daran, den damals hoch geschätzten sächsischen respektive thüringischen Dialekt seiner Wahlheimat richtig zu sprechen. Er blieb ein Hesse und hat sich wohl an seinem letzten Tag darüber beschwert, dass seine Bettstatt nicht bequem genug war: „Mer liecht et Kissen schief“. Selbst wenn man ihn missverstand, war Goethe noch ein großer Aphoristiker…

Die Frage von heute: An sich galt ja ein Goethe-Zeitgenosse als erster Aphoristiker der deutschen Literaturgeschichte. Wer?

  1. Georg Christoph Lichtenberg

  2. Friedrich Schiller

  3. Gotthold Ephraim Lessing

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