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Advent 2017: Nordischer König, kein blaues Licht

22.12.2017 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Was sesshaft gewordene Wikinger mit den digitalen Nomaden von heute zu tun haben.

Bei Bluray steht die Farbe des eingesetzten Lichts ja schon im Namen des Produkts: Blau ist das Laserlicht. Und damit relativ neu, Laserdioden, die blaues Licht aussenden, kennt man erst seit den Neunziger. Weswegen die CD ja erst einmal auf die längeren Wellen des roten Lasers setzen musste. Bluetooth hat aber mit der Farbe blau erst einmal nicht zu tun, denn die 2,4-GHz-Wellen (entspricht 12,5 Zentimeter) ist farblos. Für unsere Augen.

Die Farbe Blau in Bluetooth kommt vom Namensgeber Harald Blauzahn, jenem dänisch-schwedischen König des zehnten Jahrhunderts, der die Reiche der Nordmänner erstmals zu einem größeren Staatsgebiet vereinte. Die Wikinger wurden unter Blauzahn gewissermaßen sesshaft. Mit „blau“ könnte in diesem Zusammenhang aber auch schwarz oder dunkel gemeint sein und mit „Zahn“ eher ein Schwert als der einzig sichtbare Teil des menschlichen Skeletts. Das Markensymbol der Technologie zeigt die beiden ineinander verschränkten Runensymbole des königlichen Monogramms: H und B.

Antwort vom 21. Dezember

Sirius - der helle Stern in den Jagdhunden - spielte im alten Ägypten eine große Rolle. Sein Wiedererscheinen im Nachthimmel im August kündigte die baldige Wiederkehr der Nilfluten an. Orion und seine prächtigen Gürtelsterne vermitteln heute selbst den in Lichtverschmutzung lebenden Großstädtern, dass es wohl Winter sein müsse. Aber auf der Himmelsscheibe von Nebra ist eine schematische Darstellung der Plejaden zu sehen, des Siebengestirns in der Nähe des Sternbilds Stier - gar nicht mal so weit weg vom Orion. Diese haben nach Theorien der Archäologen um 1600 vor Christus im heutigen Mitteleuropa Tag- und Nachtgleiche im Frühling wie im Herbst markiert.

Wer hat’s erfunden? Diesmal nicht die Schweizer, sondern das schwedische Telekommunikationsunternehmen Ericsson, das einen Standard wesentlich mit entwickelte, der Daten ohne Kabel von einem Gerät zu einem anderen übertragen sollte. Der Siegeszug des Handys hatte unaufhaltsam eingesetzt, Computer verständigten sich untereinander und mit Peripherie mit teils sehr großen Kabeln. Wir denken noch mit Schaudern an SCSI und verstehen, dass Mobilfunkentwickler in keiner Sekunde daran dachten, Telefone mit derart Tau-artigen Kabeln miteinander zu verbinden.

Bluetooth ist mittlerweile kaum noch aus dem Leben digitaler Nomaden wegzudenken, Harald Blauzahns ferne Enkel gehen also wieder auf die Wiking, die Reise. Vor allem seit Bluetooth 4.0 LE ist der Standard auch extrem energiesparend, große Datenmengen lassen sich ohne hohen Stromverbrauch auf gar nicht mal mehr so kurze Entfernungen übertragen. Denn die erst kürzlich verabschiedete fünfte Generation des Standards wird Entfernungen von bis zu 200 Metern überbrücken. Umso wichtiger werden aber Technologien, die eine störungsfreie Übertragung erlauben, denn auch WLAN und Mikrowellen arbeiten im 2,4-GHz-Band. Wobei der Mikrowellenherd praktisch keine Strahlung aus seinem Inneren entlässt, wenn die Abschirmung stimmt.


Skeptiker haken ja genau bei diesem Beispiel ein, um über die Schädlichkeit der Strahlen zu klagen. Richtig: Bluetooth, WLAN, DECT-Telefone und Funkmodems arbeiten alle in dem Frequenzbereich, den Mikrowellenherde dazu nutzen, um Wassermoleküle in Rotation zu versetzen und somit zu erwärmen. Nur strahlt ein Mikrowellenherd mit typischer Weise 800 Watt, um in zwei Minuten einen Teller Suppe heiß zu machen, die Elektrogeräte um uns herum strahlen nur wenige Milliwatt ab. Ob das die Gesundheit schädigen kann, ist höchst umstritten, aber eher unwahrscheinlich.

So ist es auch mit anderem Licht. Das der Sonne, in Maßen genossen, hilft unserer Haut etwa dabei, das wichtige Hormon Vitamin D zu produzieren. Wir können uns natürlich auch von prallem Sonnenschein am reflektierenden Sandstrand rundum rösten lassen, das ist gewiss nicht gesund, schon kurzfristig, von Langzeitfolgen wollen wir gar nicht reden. Auch bei Strahlung macht die Dosis das Gift.

Die heutige Frage: Im späteren Verlauf der Geschichte tat sich Ericsson mit Sony zusammen, um gemeinsam Handys zu produzieren. Ein solches sah Apple auch als perfekte Kombination mit dem Mac an, das Sony Ericsson P800. Aber das war vor dem iPhone, als Steve Jobs gar einen Vertreter des Herstellers auf die Bühne einer Macworld Expo ließ. Wann genau war das?

  1. 5. Januar 2000

  2. 22. Februar 2001

  3. 17. Juli 2002

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese mitsamt Ihrer Adresse und E-Mail in das Gewinnspielformular ein, das heute bis 23.59 Uhr geöffnet hat . (Alternativ-Link für mobile Nutzer ). Unter den Einsendern der richtigen Antworten verlosen wir:

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