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Advent 2017: Ohne Licht, aber nicht ohne Zugang

19.12.2017 | 00:01 Uhr |

Bedienungshilfen erleichtern auch Gesunden den Zugang zum iPhone. Umso wichtiger sind sie für körperlich Eingeschränkte.

Das iPhone hat die Beziehung Mensch-Maschine völlig neu definiert. Programme sind endlich zum Anfassen, was man vom Computer will und es ihm durch Wischgesten oder Sprachbefehle begreiflich gemacht hat, ist sofort auf dem Bildschirm zu sehen. Wie überhaupt das iPhone ein Augenschmaus ist und die Bilder immer schärfer, heller, kontrastreicher werden.

Davon hat aber nicht jeder etwas. Nach Schätzungen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes leben etwa 155.000 blinde und eine weitere halbe Million Sehbehinderte Menschen in Deutschland. Manche denken vielleicht, das sei ein so geringer Teil der Einwohner, dass es sich nicht lohnt, sein Business an sie anzupassen. Gut, dass Apple eben nicht so denkt und Barrierefreiheit im Allgemeinen und für Blinde im Besonderen groß schreibt.

Antwort vom 18. Dezember

Nun ja, „Darkness at the Edge“ wäre schon auch ein Name für einen Bildschirmschoner, mal beim Management von Bruce Springsteen nachfragen, ob man den verkürzten Titel des Albums von 1978 lizenzieren könnte. „Dark ’til Dawn“ würde vielleicht sogar ohne Genehmigung durch Quentin Tarantino durchgehen, ist ja ein bisschen weiter vom Filmtitel entfernt. Der Bildschirmschoner mit den fliegenden Toastern hieß aber After Dark. Diese waren für die Käufer der äußerst erfolgreichen Software das Highlight, der Screensaver hatte aber auch noch etliche andere Module.

Das beschränkt sich nicht nur darin, dass sich das iPhone seit jeher auch so gut anfühlt, wie es aussieht: Nicht nur Augenschmaus, sondern auch Handschmeichler. Weit wichtiger ist, dass es sich auch für körperlich eingeschränkte Menschen uneingeschränkt nutzen lässt. Die Bedienungshilfen sind so tief im System verankert, dass keine Wünsche offen bleiben.

Vielleicht ist aber das iPhone auch deshalb für ein Leben ohne Licht so gut geeignet, weil es eben auf das Wesentliche reduziert ist. Keine Dutzende von Knöpfen, die sich alle gleich anfühlen, wie etwa auf der Fernbedienung der Stereoanlage. In den Apps keine hunderten von Menüpunkten, die VoiceOver erst einmal lange vorlesen muss, bis man zum Ziel gelangt ist. Dennoch fehlt es nicht an Schnittstellen, eine Braille-Zeile ist per Bluetooth schnell angeschlossen.

Auch mit leichten Sehfehlern, wie man sie gerne auch in zunehmenden Alter bekommt, ist die Nutzung des iPhone ein Vergnügen. Eine Lupe vergrößert Schriften und Teilansichten, wenn der Arm wieder zu lange wird. Oder es lassen sich Farben invertieren. Mit der Farbbalance des Bildschirms spielt der Modus Night Shift – davon profitieren auch gesunde und junge Augen, wenn das Licht gegen Abend wärmer wird und nicht mehr so grell blau erscheint.

Siri schließlich senkt die letzten Barrieren, das iPhone lässt sich dank der Sprachsteuerung auch völlig blind und sogar ohne Bewegung der Finger nutzen. Für manche Antworten ist die Bildschirmausgabe zwar wichtig, unterbleibt sinnvollerweise aber etwa auch bei Normalsichtigen, wenn sie besser auf die Straße als auf den Monitor schauen sollte.

Die heutige Frage: Dass das natürliche Licht am Abend eher rot wirkt, hat den gleichen Grund, warum der Himmel blau ist: Wasserdampf in der Atmosphäre streut die blauen Anteile des Lichts, wenn das der Sonne im Tiefstand eine längere Strecke zurück gelegt hat, fehlen eben diese und es verbleibt rötliches Licht. Wie nennt man diese Streuung?

  1. Raman-Streuung

  2. Rayleigh-Streuung

  3. Compton-Streuung

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese mitsamt Ihrer Adresse und E-Mail in das Gewinnspielformular ein, das heute bis 23.59 Uhr geöffnet hat . (Alternativer Link für mobile Nutzer ). Unter den Einsendern der richtigen Antworten verlosen wir:

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© Sonnet

Kreative Profis sind es gewohnt, an ihrem Desktop Computer mit zwei Monitoren zu arbeiten. Mit der neuen Lösung von Sonnet können sie das auch problemlos an All-In-One-Computern und Notebooks, selbst wenn diese nur wenig Anschlüsse haben. Der duale HDMI 2.0-Adapter für Thunderbolt 3 ist eine Plug-and-Play-Lösung für die meisten Computer mit Thunderbolt-3-Anschluss. Anwender müssen lediglich den Adapter in ihren Computer stecken, die Monitore mit separat erhältlichen HDMI-Kabeln verbinden und entsprechend konfigurieren.

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