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Adventskalender 04: The Miracle (Of Joey Ramone)

04.12.2018 | 00:01 Uhr |

Einem geschenkten Gaul … – Sie kennen die Redensart, die in digitalen Zeiten anscheinend nicht mehr gilt.

Auflösung der Frage von gestern:

Michael Fassbender hatte Steve Jobs im gleichnamigen Bipoic derart gut gespielt, dass man sich keinen anderen mehr vorstellen möchte, obwohl im Vorfeld etliche Kollegen im Spiel waren. Etwa Christian Slater, gewiss aber nicht Chris Martin. Einen Coldplay-iPod hat es auch nie gegeben, sondern einen von und mit U2. Bleibt die Tochter, die er mit seiner Ex-Frau Gwyneth Paltrow hat. Die heißt tatsächlich Apple. Ein Zusammenhang mit dem Hersteller aus Kalifornien besteht nicht, vielleicht aber mit den Beatles? Apple ist im Englischen aber ein durchaus gängiger Mädchenname.

Klar, U2 und Coldplay gehören irgendwie zusammen. Jedenfalls zum Musikprogramm in Stadien und auf Apple-Keynotes. Musik beider Bands zu Gehör brachte etwa das Special Event im Oktober 2008, als Apple die neuen Unibody-Macbooks vorstellte und sich Fragen zum Gesundheitszustand des merklich dünner gewordenen Steve Jobs verbat.

Das iPod-Sondermodell U2 war damals schon nicht mehr im Handel, Ende Oktober 2004 war das Sondermodell erstmals erschienen, in schwarz, mit einem roten Scrollrad. Im Jahr 2006 folgte ein Update, die Zeit des Festplatten-iPods neigte sich damals aber bereits dem Ende entgegen - des iPods überhaupt, denn hinterm Horizont bereitete sich das iPhone auf seinen Aufgang vor.

U2 als eine der Lieblingsband Apples zu bezeichnen, ist gewiss nicht verkehrt, nicht nur der spezielle iPod brachte beiden Unternehmen einen Imagegewinn, sondern im Jahr 2005 auch ein iPod-Werbespot mit U2-Musik zu tanzenden Silhouetten der Musiker: "Un, dos, tres, quatorze…“ der Song „Vertigo“ war seinerzeit in aller Ohren. Wie viel Apple dafür gezahlt hat, ist nicht überliefert, an sich war es aber eher so, dass U2 für die Publicity hätte zahlen müssen.

Für das wichtige Charity-Project des Sängers Paul „Bono“ Hewson kann man aber nicht oft und laut genug die Werbetrommel rühren, der Global Fund sammelt über Product RED Spenden von Firmen ein, die ihre Produkte auch in einer speziellen roten Version verkaufen und einen Teil der Einnahmen spenden. Apple will bereits auf diese Weise etliche Millionen US-Dollar zur Bekämpfung von AIDS und Malaria gespendet haben, seit einem iPhone-7-Sondermodell vor gut zwei Jahren bietet Apple auch seine wichtigste Hardware als Product Red an, das iPhone XR RED gar von Anfang an.

Die Beziehungen von Apple und U2 gehen also recht weit und bis zum September 2014 hat das auch Apple-Fans überhaupt nicht gestört. Dann begingen Tim Cook und Bono einen Fehler, indem sie ihren Kunden etwas zu viel zumuteten. Denn nicht jeder war begeistert über das Geschenk, das man nach der Vorstellung des iPhone 6 (Plus) in seiner iTunes-Musikbibliothek fand: Das neue Album von U2, die „Sogs of Innocence“.  Die Band führte den ersten Track des Werkes auch gleich auf der Bühne vor, The Miracle (Of Joey Ramone) - der Shitstorm danach war dann kein Wunder mehr.

Denn U2 geht es in gewisser Weise ähnlich wie Apple, der Erfolg ruft nicht nur Bewunderer hervor. Zu den Missgünstigsten gehören manchmal auch ehemalige Fans, die entweder noch auf den PowerPC stehen und seit der Intel-Wende Apple den Rücken gekehrt haben, oder die meinen, nach „Joshua Tree“ hätten Bono und Konsorten nichts Relevantes mehr produziert. Die melden sich dann zu Wort, wenn sie ein neues U2-Album in ihrem iTunes finden, das sie nicht bestellt haben und also nicht einmal geschenkt haben wollen.

Die heutige Frage: Apple musste mit einer ungewöhnlichen Maßnahme auf - nennen wir es einmal „Bonogate“ reagieren. Mit welcher?

  1. Einem Gutschein über ein beliebiges Album einer beliebigen anderen Band als Entschädigung

  2. Der vorher nicht bestehenden Möglichkeit, einen einmal getätigten Kauf komplett aus seinem Account zu löschen

  3. Apple lud U2 zur WWDC-Party „The Bash“ im Folgejahr ein, wo die Band nur Songs von viel früher zum Besten gab

Zu gewinnen gibt es heute:

Einen Bluetooth-Kopfhörer Koss Porta Wireless im Wert von 65 Euro

Wir haben den drahtlosen OverEar getestet und waren vor allem vom Tragekomfort begeistert. Trotz der leichten Bauweise schickt der Koss Porta Wireless einen amtlichen Sound auf die Ohren.

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