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Ärger für Amazon: Bundeskartellamt leitet Missbrauchsverfahren ein

03.12.2018 | 12:46 Uhr |

Das Bundeskartellamt will Geschäftsbedingungen und Verhaltenspraktiken gegenüber den auf Amazon.de aktiven Händlern prüfen.

Im Sommer hat die Europäische Kommission Untersuchungen zu den europäischen Marktplätzen von Amazon begonnen , auch als Marketplace bekannt. Bei diesen Marketplace-Händlern handelt es sich um tausende unabhängige Händler, die Amazon als Marktplatz nutzen. Der Europäischen Kommission geht es dabei vor allem um den Datengebrauch von Amazon, sie wirft dem Unternehmen den unrechtmäßigen Gebrauch der Daten von Händlern vor.

Als Ergänzung hat das Bundeskartellamt am 29.11. nun ebenfalls ein Missbrauchsverfahren gegen Amazon eingeleitet. Dieses soll die Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen von Amazon gegenüber den auf Amazon.de aktiven Händlern überprüfen. Laut Andreas Mundt, dem Präsidenten des Bundeskartellamtes, will man prüfen, ob der Online-Händler seine Marktposition zu Lasten der Marketplace-Händler ausnutze. In jüngster Zeit habe es zahlreiche Beschwerden von Händlern über die Geschäftspraktiken von Amazon gegeben. Bei den Vorwürfen geht es um Themen wie Haftungsregeln, Regeln für Produktrezensionen, Kündigungen, Sperrungen von Konten, Einräumung an Rechten an Produktmaterial und Geschäftsbedingungen zum Versand.

Voraussetzung für eine kartellrechtliche Relevanz ist eine marktbeherrschende Position oder Abhängigkeit der Händler von Amazon, dies werde das Bundeskartellamt zunächst prüfen.

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