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AirDrop als Stalking-Hilfe? Frau während Autofahrt belästigt

06.03.2018 | 13:35 Uhr |

Während einer Autofahrt wurde eine Texanerin offenbar per Airdrop ausgespäht und verfolgt. Polizei ermittelt.

Die Texanerin Becca Blackman Wilcox bemerkte bei einer Fahrt auf dem Highway irgendwann, dass sie von einem Mann verfolgt wurde. Er hatte sich schon längere Zeit auf ihrer Fahrt nach Copperas Cove hinter und neben sie gesetzt und sie offen beobachtet, wie die "Standard Times" berichtet. Schon bald rief sie die Polizei an, nach zwanzig Minuten bekam sie allerdings Todesangst. Nach längerer Verfolgung erhielt sie nämlich plötzlich einen Anruf von dem Verfolger „‘Becca? It’s Jason. I’m behind you. Pull over.’” Erst als sie bei der nächsten Polizeistation fuhr, beendete der jüngere Mann die Verfolgung der 45 Jahre alten Mutter von neun Kindern. Die Polizei vermutete bald, ihr iPhone 7 könnte kompromittiert sein, woher hatten sonst der Verfolger ihren Namen und ihre Telefonnummer erfahren? Ein Anruf von Jasons Telefonnummer führte nur zu einer Firma in Jamaika, typisch für Scammer.

Schuld war aber vermutlich Airdrop. Nach Meinung ihres Mobilfunkbetreibers AT&T könnte der Verfolger auf Airdrop zugegriffen haben, die auf Bluetooth basierende Filesharing-Funktion von iOS. Beim iPhone war Airdrop aktiviert und auf die Einstellung „Für Jeden“ eingestellt. Was viele nicht wissen: Ist diese Einstellung aktiv, wird diese Freigabe an alle iOS-Geräte im Umfeld kommuniziert. Jeder im Umkreis von knapp 15 Metern kann dann sehen, dass „Beccas iPhone“ aktiv ist. Auf Nachfrage der US-Medien meinten IT-Experten, der Verfolger könnte schon früher Zugriff auf die Kontaktdaten von Becca gehabt haben. In Bluetooth-Reichweite sei dann der Name und das Foto von ihr auf seinem iPhone aufgepoppt. Ein Zugriff auf die Telefonnummer sei über Airdrop allerdings nicht möglich.

Empfohlen wird deshalb immer wieder, bei Air Drop unter "Einstellungen > Allgemein > Airdrop" die Einstellung „Nur für Kontakte“ oder „Empfangen“ zu wählen. Auch der Versand von Fotos ist per Air Drop schließlich problemlos möglich, was einige Belästiger schon erfolgreich ausnutzten. So berichteten englische Medien schon  vor einigen Jahren, Frauen würden in der U-Bahn gelegentlich per Airdrop mit so genannten „dick pics“ belästigt .

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