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Airfoil 5.7: Löst die Audio-App viele Homepod-Probleme?

22.02.2018 | 16:00 Uhr |

Die neue Version 5.7 von Airfoil unterstützt den Homepod und liefert Nutzern des Apple-Lautsprechers viele Zusatzfunktionen.

Vielen Homepod-Besitzern wird schnell klar, wie beschränkt Apples Airplay-Unterstützung eigentlich ist. So kann man etwa den Apple-Lautsprecher nicht als Mac-Lautsprecher verwenden, dabei wäre er eine tolle Ergänzung zu einem iMac oder Macbook. Bluetooth wird ebensowenig unterstützt wie der Anschluss per Line-In.

Für die drahtlose Kommunikation mit Audiogeräten bietet allerdings Rogue Amoeba die seit Jahren bewährte Lösung Airfoil, die auf Airplay basiert. Bei Homepod-Käufern erfreut sie sich wachsender Beliebtheit, in der jetzt erschienenen Version hat der Hersteller eigens die Kompatibilität mit Apples Lautsprecher verbessert.

Die 29-Dollar-Software ist auch für den PC verfügbar und funktioniert wie eine Art Hub: In der per Dock oder Menüleistensymbol aufrufbaren App kann man über eine simple Oberfläche den Mac als Audioquelle und den Homepod als Ausgabegerärt auswählen. Auf dem Mac gespeicherte iTunes-Musik spielt dann auf dem Homepod, man kann beim Abspielen eines Videos den Ton auf den Lautsprecher legen. Das gilt natürlich auch für Streaming-Dienste wie Spotify und den in den USA äußerst beliebten Radiosender Pandora. Wie "Appleinsider " zeigt, kann man beispielsweise einen Plattenspieler mit seinem Mac verbinden und dank Airfoil am Homepod seine LPs hören.

In längeren Tests von unserem Kollegen Dennis Sellers harmoniert die Software mit dem Homepod hervorragend, es ist etwa auch möglich mehrere Lautsprecher anzusprechen. Der Ton läuft dann synchron auf mehreren Apple-Geräten. Gleichzeitige Nutzung eines iMac-Lautsprechers und des Homepods ist aktuell allerdings nicht möglich. Eine weitere Stärke der App: Sie kann vor der Übertragung des Tons einen Equalizer anwenden, der auch zahlreiche Presets bietet. Stört einen etwa beim Klassikgenuss die starke Bassbetonung des Homepods, kann man mit dem Filter „Bass Reducer“ die Stärke reduzieren – oder auch mit „Bass Booster“ verstärken.

Interessant ist Airfoil aber auch durch eine ganze Serie an Zusatztools. So gibt es für Mac, iOS und Android das Zusatztool "Android Satellite", mit denen man Airfoil auf dem Hauptrechner oder Musikserver steuern kann. Unterstützung für Metadaten kann man mit dem Tool Downcast ergänzen, für die einfachere Steuerung von Musikquellen oder Web-Musikdiensten per Medientasten empfiehlt Rogue Amoeba außerdem das Tool "Bearded Spice".

Wie ein Youtube-Blogger zeigt, kann man nach Duplizieren der Airfoil-App sogar ein Stereo-Paar erstellen. Voraussetzung für die Nutzung ist allerdings ein gutes WLAN-Signal und ein aktueller Router. Siri wird laut Rogue Amoba unterstützt und man kann problemlos die Tasten des Hompod für die Musiksteuerung verwenden.

Nachteile: Etwas unkomfortabler als Airplay ist die Nutzung. Was außerdem Telekom-Kunden wissen sollten: Nach Nutzerberichten haben nicht zuletzt einige Router der Telekom der Marke Speedport immer wieder Probleme mit Airplay und auch AirFoil. Abhilfe soll aber das Abschalten von 5-GHz-Netzen bringen. Bei unseren ersten Tests stellten wir außerdem wieder einmal Probleme mit unserem stark verschlüsselten Firmen-Netz fest, was wir aber weder Apple noch Rogue Amoeba anlasten wollen.

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