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Airplay 2: Fragen und Antworten zur neuen Technologie

18.04.2018 | 13:33 Uhr |

Die neue Technologie Airplay 2 bringt Multiroom-Unterstützung und weitere Verbesserungen. Das alles sollten Sie wissen.

Was ist Airplay?

Apple hat Airplay 2010 als kabellosen Übertragungsstandard eingeführt. Man kann damit beispielsweise Musik, Fotos oder Videos auf seinem iPhone, auf seinem TV-Gerät bzw. Apple TV abspielen. Mac und iPhone sind dabei das Abspielgerät bzw. der Sender: Zielgerät ist dagegen ein Airplay-Abspielgerät wie das Apple TV oder ein Homepod. Es gibt auch eine Reihe an Receivern und Lautsprechern, die Airplay unterstützen.

Warum WLAN und nicht Bluetooth?

Airplay basiert auf einer Verbindung per WLAN, man kann dadurch weit größere Datenmengen übertragen als über Bluetooth. Vor allem für die Übertragung von Videos ist WLAN erforderlich und auch die Reichweite ist weit höher. Bluetooth-Geräte wie Lautsprecher oder Kopfhörer erscheinen zwar in der Auswahlliste der Abspielgeräte, die Verbindung erfolgt aber nicht per Airplay. Airplay-Geräte sind aber dafür meist größer und teurer.

Das ist neu bei Airplay 2: Multiroom

Für die Nutzer gibt es zwei wichtige Neuerungen: Ruft man die Geräteauswahl auf, etwa über den Musikplayer oder das Kontrollzentrum von iOS 11.4, kann man mehrere Geräte gleichzeitig auswählen, etwa zwei oder drei Apple TV in mehreren Räumen.  Man sieht kleine Kreise neben den Geräten und kann mehrere gleichzeitig auswählen. Der Ton wird dann synchron abgespielt. Besonders interessant wird diese Funktion, wenn mehrere Homepods unterstützt werden.

Das ist neu bei Airplay 2: Mehr Cache-Speicher

Größtes Ärgernis bei Streaming von Medieninhalten sind kurze Aussetzer. Bei Airplay 2 wird ein weit größerer Teil der übertragenen Daten zwischengespeichert, im Unterschied zur Vorversion befindet sich dieser Cache auf dem Abspielgerät. Das hat zwei Vorteile: Es soll verhindern, dass es bei WLAN-Aussetzern auch zu Ton-Aussetzern kommt. Gleichzeitig soll aber der Player deutlich schneller reagieren, da der vorher notwendige Puffer bei der Übertragung entfällt. Dank größerem Cache soll es sogar möglich sein, kurz das Heimnetz zu verlassen, ohne dass das Tonsignal abbricht. Als Beispiele nennt Apple etwa das Heruntertragen des Mülls oder Nutzung der Mikrowelle - diese könnte nämlich das Signal stören.

Wann wird Airplay 2 eingeführt?

Kurzzeitig war Airplay 2 bereits unter iOS 11.3 nutzbar, wurde aber wieder gestrichen. Mit der neuen Betaversion iOS 11.4 kann man Airplay 2 erstmals verwenden, auch die finale Version 11.4 wird es enthalten.

Welche Geräte unterstützen Airplay 2?

Als Abspielgerät aktuell nur das Apple TV ab tvOS 11(Beta). Für den Homepod fehlt noch ein Update für Unterstützung von Airplay 2. Jedes iOS-Gerät mit iOS 11.4 kann Airplay 2 dagegen als Sender verwenden.

Lautsprechern mit Unterstützung der ersten Airplay-Version benötigen aber für die Nutzung von Airplay 2 ein Update. Nur Abspielgeräte mit Airplay-2-Unterstützung bieten dann die neuen Funktionen wie Multiroom oder größeren Cache.

Mit dem Sonos One hat der Hersteller Sonos bereits einen neuen Lautsprecher mit Airplay-2-Unterstützung vorgestellt, aber auch hier fehlt noch ein Update. Libratone will seine Lautsprecher der Zipp-Serie per Firmwareupdate mit Airplay 2 kompatibel machen, Naim seine Unity-Lautsprecher. Vor dem Kauf eines Airplay-Lautsprechers sollte man deshalb besser auf die Update-Politik des Herstellers achten. Auch App-Hersteller, die Airplay 2 nutzen wollen, müssen ihre Apps entsprechend anpassen.

Was bringt die Homekit-Unterstützung?

Ein Gerät mit Airplay 2 soll auch mit Homekit kompatibel sein. Hat man etwa einen Lautsprecher in Homekit eingebunden und eine entsprechende Regel erstellt, kann man dem Gerät eine Aktion zuweisen – etwa dass sich alle Lautsprecher beim Verlassen der Wohnung ausschalten. Oder Siri bitten, Musik nur im Wohnzimmer zu spielen.

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