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Alternative zu Final Cut? Gratis-Version des Avid Media Composer

05.07.2017 | 10:24 Uhr | Stephan Wiesend

Mit Media Composer First hat Avid eine Kostenlos-Version des Profi-Videotools Media Composer vorgestellt, der bei vielen Kinofilmen und TV-Serien verwendet wird. Ein erster Blick.

Bei millionenschweren Kinoproduktionen wie Wonder Woman, Guardians of the Galaxy und vielen Video- und TV-Produktionen ist immer noch Avid Media Composer Werkzeug der Wahl ÔÇô wenn auch Programme wie Premiere oder Davinci Resolve an Boden gewinnen. Mit Avid Media Composer First hat jetzt Avid erstmals eine kostenlose Version seines Profi-Schnittprogramms vorgestellt, verf├╝gbar ist die Software┬áf├╝r Mac und PC. Nach einer Anmeldung kann man das 1,8 GB gro├če Installationsmedium herunterladen und Avid installieren. Vor allem Studenten und Videoblogger sind wohl die Zielgruppe, so bietet das Programm Schnittstellen f├╝r das Posten auf Youtube, Vimeo und Facebook. Relativ moderat sind die Einschr├Ąnkungen gegen├╝ber der Vollversion, die 60 Euro pro Monat kostet: Nur HD-Aufl├Âsung wird unterst├╝tzt, es stehen au├čerdem nur vier Videospuren und acht Audiospuren zur Verf├╝gung. Nur zwei Plug-ins sind nutzbar, AV, AAX und der Monitor-Farbraum ist auf Rec.709, die Audioaufl├Âsung auf 48 kHz beschnitten. Mit dem Programm m├Âchte Avid offenbar seine Plattform bei Filmstudenten und j├╝ngeren Youtubern bekannter machen, hier steht Avid auch in Konkurrenz zu Programmen wie Lightworks, Final Cut Pro X und Vegas. Zu bieten hat das Programm trotz der Einschr├Ąnkungen sehr hochwertige Bildkorrekturfunktion, bietet etwa Stabilisierung und Time Warp.

Avid First bietet hochwertige Funktionen wie eine Bildstabilisierung.
Vergr├Â├čern Avid First bietet hochwertige Funktionen wie eine Bildstabilisierung.

Unsere Einsch├Ątzung zu Video First

Eine kostenlose Version des Media Composer klingt verlockend, Umsteiger von iMovie und Premiere werden sich aber mit dem Profi-Tool schwer tun: Nach unserer Einsch├Ątzung ist das Programm vor allem f├╝r angehende Videoprofis interessant, die sich mit Avids Videoschnittplattform vertraut machen wollen - etwa aus beruflichen Gr├╝nden. F├╝r Einsteiger ist die Bedienung zu komplex, ist doch das Bedienkonzept ├╝ber Jahre gewachsen und keineswegs intuitiv. F├╝r alte Macs eignet sich das Programm ebenfalls nicht, mindestens 8 GB RAM sind zu empfehlen. Leider sind die Hardwarevoraussetzungen nicht ganz klar. Auf einem Mac Mini von 2012 lie├č sich das Programm etwa installieren aber nicht komplett starten, offenbar ein Kompatibilit├Ątsproblem. Auf unserem Macboook Pro ├╝berraschte uns das Programm daf├╝r mit fehlenden Schreibrechten wir konnten nur ├╝ber ein externes Medium mit Videomaterial arbeiten. Aber auch einige unerwartete Fehlermeldungen sorgten f├╝r Frust. Insgesamt ist Video First ein interessantes Programm, die meisten Youtuber sind aber wohl mit Final Cut Pro und iMovie besser bedient - unterst├╝tzen letztere doch nicht zuletzt 4K-Material und laufen auch auf ├Ąlteren Macs problemlos.

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