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Alternative zur GoPro: YI 360-Grad-VR-Kamera

09.04.2018 | 09:19 Uhr |

Der in Deutschland noch recht unbekannte Hersteller YI Technology positioniert sich mit preiswerten Actionkameras als eine Alternative zum Branchenriesen GoPro.

YI Technology fordert mit seiner neuen 360-Grad-VR-Kamera den Branchenriesen GoPro ein weiteres Mal heraus. Gegen die GoPro Fusion, die 730 € kostet, bringt das Start Up aus China seine Kamera fĂŒr nur 399 € auf den Markt. Bei einer maximalen Auflösung von 5.7 K ist dies eine sehr gute Alternative.

YI 360 VR fĂŒr 399 € kaufen (Amazon)

Die YI 360 VR verbindet zwei 220-Grad-Objektive, die mit einer Blende von jeweils f/2.0 arbeiten. Die Sensoren der Kamera sind zwei Sony 12-MP-CMOS-Bildsensoren. Die maximale Videoauflösung betrÀgt 5760 x 2880 Pixel bei 30 fps. Bei 60 fps arbeitet sie mit einer Auflösung von 2560 x 1280 Pixeln, was ungefÀhr 2,5 K entspricht. Fotos werden mit einer Auflösung von 16,6 MP, also 5760 x 2880 Pixeln geschossen.

Verarbeitung und Elemente

Die Kamera wird in einer schicken Pappverpackung geliefert, welche die Kamera an sich, den Akku, einen Standfuß, eine Tasche und ein USB-C-Kabel beinhaltet. Das Stativ besteht aus Stahl und ist hochwertig verarbeitet. Die Kamera selbst ist aus Kunststoff geformt und hat auf der Oberseite ein OLED-Display und zwei Bedientasten angebracht. Durch die Plastikverkleidung wirkt sie aber nicht sehr hochwertig. Die beiden Tasten an der Oberseite sind mit Pfeilen gekennzeichnet und dienen zum Navigieren im MenĂŒ, eine Taste auf der Seite, wird zum Einschalten, zum Auslösen und zum BestĂ€tigen der Navigation benötigt. Auf der gegenĂŒberliegenden Seite verdeckt eine Kunststofflasche, welche sich leicht öffnen, aber nur mit Gewalt wieder schließen lĂ€sst, den Einschub fĂŒr den Akku, einen Micro-HDMI-Anschluss, den Einschub fĂŒr die SD-Karte und den Anschluss fĂŒr das USB-C-Kabel. Wer Videos oder Fotos in höchster Auflösung aufnehmen will, benötigt eine Micro-SD-Karte, mindestens der Geschwindigkeitsklasse 3. Über den USB-C-Anschluss lĂ€sst sich die Kamera aufladen. WĂ€hrend des Ladevorgangs kann sie weiter genutzt werden.

Objektive und einfache Bedienung

Die Objektive der Kamera sitzen, wie auch von anderen Herstellern gewohnt, seitlich am GehĂ€use und stehen aus diesem leicht heraus. Zum Einschalten muss man den großen runden Knopf an der GehĂ€useseite drĂŒcken. Die Kamera startet das OLED-Display und gibt Anweisungen zur Einrichtung und Verbindung mit einem Smartphone. Wer sein Smartphone mit der Kamera verbinden möchte, der sollte sich zuvor die passende App („YI 360“) aus dem App Store seines EndgerĂ€tes heruntergeladen haben.

Eindrücke aus der App, allgemeine Einstellungen, diese für Live-Streaming, Planeten-Modus und Vorschau
VergrĂ¶ĂŸern EindrĂŒcke aus der App, allgemeine Einstellungen, diese fĂŒr Live-Streaming, Planeten-Modus und Vorschau

Die Bedienung der Kamera ist sehr einfach. Mithilfe der Pfeiltasten lassen sich die verschiedenen Modi (Foto / Burst /Video/TimeLapse) und die Einstellungen auswĂ€hlen. Die App lĂ€sst sich ĂŒber ein von der Kamera ausgestrahltes WLAN verbinden und zeigt als Vorschaubild das gerade erfasste Motiv, wobei die Zeitverzögerung unter einer Sekunde liegt.  Hier lĂ€sst sich auch zwischen verschiedenen Darstellungen navigieren. Zum einen der Panoramamodus, der Little Planet, die Projektion ins Innere einer Halbkugel und eine verzerrte Darstellung im 2:1 Format. Im unteren Bereich der App lassen sich notwendige Einstellungen wie ISO-Abgleich / Helligkeitskorrektur / Weißabgleich oder der Timer direkt einstellen. Alle weiteren Feinjustierungen lassen sich ĂŒber das Zahnrad-Symbol im rechten oberen Bereich nachjustieren. Die aufgenommenen Fotos und Videos lassen sich innerhalb der App direkt auf das Smartphone ĂŒbertragen. Wir beurteilen die QualitĂ€t der Fotos als hervorragend und sehen die versprochene Auflösung definitiv eingehalten. Videos, die mit der höchsten Auflösung gedreht wurden, lassen sich auf ein Smartphone nur mit 4K-Auflösung ĂŒbertragen. Um die volle Auflösung zu erhalten, empfiehlt sich, die Kamera an einen Computer anzustecken und die Videos auf diesen zu ĂŒberspielen. Hier bietet der Hersteller ein passendes Programm zur Weiterverarbeitung an.

Der VR-Modus der Kamera. Eine Brille liegt nicht bei.
VergrĂ¶ĂŸern Der VR-Modus der Kamera. Eine Brille liegt nicht bei.

Ein weiteres Feature der Kamera ist die LiveĂŒbertragung. In der App lassen sich diverse Plattformen fĂŒr eine LiveĂŒbertragung und auch die Auflösung als auch die Bitrate mit welcher ĂŒbertragen werden soll konfigurieren.  Die maximale Auflösung zur Übertragung betrĂ€gt 3840x1920 Pixel und die maximale Bitrate UHD(6Mbps).

Fazit

Die YI360 ist eine echte Alternative zu anderen VR Kameras. Zwar ist das Design nicht das Beste, allerdings macht die Kamera dieses Manko durch seine einfache Bedienung und seine Bild- und Videoresultate wett.

Preis: 399 € (Amazon)

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