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Amnesty International: Apple betrügt chinesische iCloud-Nutzer

23.03.2018 | 15:05 Uhr | Denise Bergert

Apple gewährt der chinesischen Regierung angeblich Zugriff auf die iCloud-Daten von iPhone- und iPad-Nutzern in China.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in dieser Woche heftige Kritik am US-Konzern Apple geübt. Der iPhone-Hersteller hatte die Betreuung von Teilen seines iCloud-Dienstes im Februar an eine chinesische Firma übertragen. Laut Amnesty International hätte die chinesische Regierung damit theoretisch Zugriff auf die iCloud-Daten der chinesischen Bürger. Apple sei sich über diese Risiken im Klaren, hätte seine chinesischen Kunden jedoch nicht ausreichend aufgeklärt. Apple müsse sich chinesischen iPhone- und iPad-Besitzer gegenüber weitaus transparenter zeigen und sie darüber informieren, dass die chinesischen Regierung nun theoretisch auf ihre privaten Daten zugreifen könne.

Aufgrund von neuen rechtlichen Grundlagen in China hatte Apple die Speicherung der iCloud-Daten von chinesischen Kunden sowie die Verschlüsselungs-Keys für seinen iCloud-Dienst an die chinesischen Firma Guizhou Cloud Big Data übertragen. Apple selbst sei diese Entscheidung nicht leicht gefallen und in einer Stellungnahme betont der US-Konzern, dass die chinesischen Kunden in ausreichendem Maße über diese Änderung aufgeklärt worden seien. Über einen Zeitraum von acht Wochen seien E-Mails und Push-Benachrichtigungen verschickt worden. Chinesische Kunden hätten genügend Zeit gehabt, sich gegen eine iCloud-Nutzung zu entscheiden. Dennoch würden 99,9 Prozent der Kunden den Dienst weiter in Anspruch nehmen.

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