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Amnesty International lobt Apple für Ressourcen-Transparenz

15.11.2017 | 09:54 Uhr |

Apple legt in seinen Responsibility Reports offen, woher das Unternehmen die Ressourcen für iPhones und Macs bezieht.

Lob: Apple sei vorbildlich bei der Nennung seiner Quellen für Cobalt, das es in seinen Produkten verwende, lobt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI). Im Januar 2016 hatte AI auf die schweren Menschenrechtsverletzungen in Cobalt-Minen im Kongo hingewiesen und IT-Unternehmen dazu aufgefordert, ihre Quellen genau zu nennen. Dabei gehe Apple voran und setze sich an die Spitze einer Liste von 29 Unternehmen, andere Marken hätten "alarmierend wenig Fortschritt" seither gemacht.

Cobalt wird vor allem im Süden des Kongo in kleinen Minen unter höchst zweifelhaften Bedingungen geschürft, der größte Aufkäufer des Erzes ist die von einer chinesischen Mutter geführte Firma Congo Dongfang Mining International, die eine Reihe von Schritten zur Verbesserung der Arbeitssicherheit der beschäftigten Mineure unternommen habe.

Bei Amnesty International kommt Microsoft am schlechtesten weg, Redmond würde keinerlei Informationen über seine Zulieferer veröffentlichen. Der Darstellung widerspricht der Konzern, man verfolge entlang der gesamten Lieferkette einen holistischen Ansatz, um etwa Kinderarbeit zu unterbinden. Die Nachfrage nach Cobalt ist in den letzten Jahren enorm gestiegen, weil das Metall Verwendung in Lithium-Ionen-Batterien findet. In der Regel ist Cobalt ein Nebenprodukt von Kupfer- und Nickel-Minen, im Süden des Kongo gibt es jedoch viele oberflächennahe Vorkommen, die sich ohne größeren Aufwand ausbeuten lassen.

Apple hat sich zum Ziel gesetzt, keine Rohstoffe aus zweifelhaften Quellen zu beziehen, etwa aus Minen, die von lokalen Warlords beherrscht werden oder in denen Kinder arbeiten. Fakten dazu bereitet der iPhone-Hersteller in seinem Suppliers Responsibility Progress Report auf. Als Fernziel hat Apple die Devise ausgegeben, auf Bergbau künftig zu verzichten und Rohmaterialien allein aus Recycling zu gewinnen. Bis dahin ist aber ein weiter Weg zu gehen.

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