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Analyst: Apple ändert seine iPad-Strategie

30.03.2017 | 09:54 Uhr |

Die neue Werbung, neue Preisgestaltung und das Ausmisten des Porfolios: So will Apple seine iPad-Strategie ändern.

Apple versucht derzeit so aggressiv wie nie zuvor, das iPad an die Kunden zu bringen, legt der Analyst Neil Cybart in seinem Blog Above Avalon dar. Dazu gehört nicht nur die groß angelegte Werbekampagne ("Wäre dein PC ein iPad...."), sondern auch das umfangreiche Angebot, das Apple zuletzt um einen 9,7-Zöller zum Kampfpreis erweitert hat.

Nach Cybarts Ansicht spiegelt der Push eine Management-Entscheidung Apples wider, die das Unternehmen aus seinem "Mac-Dilemma" führen soll. Denn der langfristige Trend geht mit Sicherheit zu mobilen Geräten und auch zu Touch auf dem Desktop. Das könnte Apple einerseits dadurch erreichen, indem es immer mehr Fähigkeiten von iOS in seine Macs integriert, im Endeffekt sogar das komplette iOS. Das würde aber zu viele Ressourcen in der Entwicklung kosten, daher konzentriere sich Apple auf Geräte jenseits des Mac, die immer mehr der Aufgaben übernehmen, die heute noch Macbook und iMac übernehmen. Für den Mac bedeutet das nichts Gutes, Apple werde ihn nach dieser Strategie nur noch sporadisch pflegen.

Bei der iPad-Produktlinie hat sich nach Auffassung von Cybart seit 2014 viel bewegt: Apple hat das Portfolio radikal ausgemistet und so Unentschlossenen die Kaufentscheidung erleichtert. Auch der aktuelle Preis von 399 Euro im deutschen Store wird sicherlich dazu beitragen, dass der eine oder andere Nutzer der alten iPads 4 oder gar des Ur-Modells sich überlegt, doch noch das neue Gerät zu kaufen. Die neue Kampagne "Wäre mein PC ein iPad..." ist nach der Meinung von Cybart an PC-Nutzer gerichtet,  diese sollen sehen, dass ein iPad das bessere Laptop ist. Alles in allem ist der Analyst überzeugt, dass der lang vorhergesagte Tod des iPads sich noch um ein paar Jährchen verzögern wird.

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