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Analyst – Wie es mit Siri weitergehen könnte

06.09.2017 | 10:27 Uhr |

Siri für andere Produkte lizenzieren? Das wird Apple nie im Leben machen, aber eben dazu rät ein Analyst.

Siri ist bei Apple nun unter den Fittichen der Software-Entwicklung gelandet und nicht mehr bei den Services aufgehängt. Das sei ein wichtiger Schritt, reiche aber noch nicht aus, um Apples Rückstand bei der Entwicklung von KI aufzuholen, meint der Analyst Richard Windsor von Edison Investment Research. Vor allem leide der Fortschritt daran, dass Siri nicht so häufig genutzt werde und Apple sich mit seiner Strategie der Differential Privacy selbst ausbremse.

Sprachassistenten kämen vor allem dann zum Einsatz, wenn die Nutzer gerade keine Hand frei haben, zum Beispiel in der Küche oder im Auto, wo Apple gleichermaßen schwach vertreten sei. Auch werde der HomePod nicht viel an der Gesamtsituation ändern. Immerhin zeige Apples Umstrukturierung, dass Siri künftig nicht mehr bloß auf Produkten aufsetzen werde, als Softwarefeature, das es Apple erlaube, seine Hardware zu Premium-Preisen zu verkaufen. Apple müsse jedoch Siri auch für Dritthersteller anbieten, um die Nutzungsszenarien zu erweitern und somit die Möglichkeiten, dazu zu lernen. Die KI-Szene sei deutlich offener als Apple das gewohnt ist, Apple hat auch bereits damit angefangen, Forschungsergebnisse zu teilen.

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