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App-Entwickler protestieren gegen Einschränkungen von IOS 11

16.11.2017 | 12:34 Uhr | Stephan Wiesend

Für Entwickler von Netzanalyse-Apps ist der Verbot einer MAC-Erkennung eine schwerwiegende Einschränkung, die man nicht unterschätzen sollte.

Jeder Rechner und Gerät in einem Netzwerk kann durch seine so genannte MAC-Adresse eindeutig identifiziert werden. Diese lautet beispielsweise 20:c9:d0:8f:57:9f und ermöglicht einem Systemadministrator Drucker, Server oder Arbeitsrechner eindeutig zu erkennen. Das war bisher auch mit iOS-Apps wie iNet Pro, Fing oder iNetTools möglich, ab iOS 11 gibt es aber eine neue Beschränkung: Ab diesem Systemversion dürfen Apps keine MAC-Adressen mehr ermitteln, was die Funktionalität dieser Tools für Profis stark beschränkt – und schon zu vielen negativen Bewertungen von Kunden geführt hat. Funktionen wie Ermittlung des Herstellers, Zuordnung von Namen oder Anmerkungen sind nicht mehr zweifelsfrei möglich, ebenso eine einfache Konfiguration der Aufweck-Funktion "Wake on LAN". Ein Scan ist zwar weiter möglich, eine Zuordnung per IP-Adresse ist aber für größere Netze zu unzuverlässig, da diese sich schnell ändern.

Die Entwickler versuchen mit einer Petition bei Change.org Apple zum Umdenken zu bewegen. So gäbe es Möglichkeiten, die MAC-Erkennung etwa durch Zertifikate zu ermöglichen und eigentlich sollte iOS ja auch für Profis taugen. Unter Android ist eine MAC-Erkennung, etwa mit FING, problemlos möglich. Bisher gibt es von Apple aber anscheinend keine Reaktion zu diesem Thema, es bewegt offenbar aber viele Nutzer und Developer, die Petition hat momentan rund 18.000 Unterschriften gesammelt (Stand 16.11.2017, 12:30).

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