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App Store: Entwickler hadern mit der Sandbox

08.08.2018 | 16:38 Uhr |

Nicht nur der Entwickler des HTML-Editors Rapidweaver hat Probleme mit Apples rigiden Sandbox-Regeln für App-Store-Apps.

Während der WWDC hatte Apple stolz angekündigt, viele wichtige Hersteller von Mac-Software würden in den Mac App Store zurückkehren. Eine gute Nachricht für den Store, haben doch bei Apples Software-Store für den Mac schon oft rigide Einschränkungen und hohe Gebühren für Ärger bei den Entwicklern gesorgt. Allerdings blieb trotz einiger Ankündigungen noch unklar, welche Neuerungen bei Entwicklern wie Barebones und Panic für Umdenken gesorgt haben. Bisher hatten diese wegen der vielen Einschränkungen des App Store ihre Apps vorenthalten, manche vermuten, Apple hätte diesen Firmen Sonderrechte beim Thema Sandbox und Gebühren eingeräumt.

In der Praxis gibt es nämlich aktuell weiterhin Probleme mit rigiden Einschränkungen, wie jetzt Dan Counsell, der Entwickler der Software Rapidweaber berichtet . Der für die Gestaltung von Webseiten dienende Rapidweaver ist eine der bekannteren Mac-App und aktuell für 95 Euro im App Store zu haben. Bei der kommenden Version 8 gibt es nun Probleme mit der Zulassung für den App Store, wie der Entwickler auf Twitter mitteilt: Grund für eine Ablehnung der neuen Version ist, dass das Programm Zugriff auf bestimmte Verzeichnisse nutzt, um Plug-ins zu verwenden. Dies ist aber laut Apple aber nicht zulässig und Counsell soll eine andere Methode verwenden. Der Entwickler ist deshalb verärgert, weil ihn diese zahllose Tage an Entwicklungszeit koste, nur weil der App Store nicht für Pro Apps mit Erweiterungen konzipiert sei. Er frage sich deshalb, was für Vereinbarungen Apple wohl Panic und Barebones geschlossen habe...

So hatte Panic behauptet, dank neuer Sandbox-Regeln könne ihr FTP-Programm Transmit auch als App-Store-App endlich alle Funktionen bieten. Auch Barebones hatte Probleme mit Apples Restriktionen als Grund für den App-Store-Verzicht genannt hat. Was aber Apple dann wohl in naher Zukunft ändern wird, darf Panic allerdings anscheinend noch nicht verraten und auch Apple hat sich hier nicht näher geäußert.

Unsere Meinung : Eigentlich ist die Sandbox sehr sinnvoll, da die Nutzer vor problematischen Apps geschützt werden. Dass sich Apple hier mit Informationen so stark zurück hält, ist natürlich sehr ärgerlich für die Entwickler. Es könnte ja sein, dass Counsel hier Pech mit den aktuell noch geltenden Regeln hat – die Apple vielleicht bald ändert.

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