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Apple abgemahnt: Verbraucherzentrale erzwingt Rückgabe ohne Originalverpackung

04.07.2017 | 16:56 Uhr |

Nach einer Abmahnung der Verbraucherzentrale NRW musste Apple einige kundenunfreundliche Rückgabebedingungen streichen.

Kauft man etwas online, sollte man das erworbene Produkt ausgiebig testen dürfen. In Deutschland gilt deshalb für Verbraucher eine 14 Tage gültige Widerrufsfrist . Apple machte in seiner deutschen AGB aber so viele Einschränkungen, dass die US-Firma jetzt von der Verbraucherzentrale NRW erfolgreich abgemahnt wurde.

Mit Abgabe einer Unterlassungserklärung hat Apple sich zur Streichung all dieser Einschränkungen verpflichtet und die AGB bereits entsprechend überarbeitet .

Was die Verbraucherschützer bemängelten, waren gleich mehrere Punkte in Apples Allgemeinen Geschäftsbedingungen: So stand hier, Ware könne nur mit Originalquittung und Originalverpackung zurückgegeben werden. Laut Verbraucherzentrale eine Einschränkung der Kundenrechte. Diese hätten dies missverstehen können, dass Apple ohne Originalverpackung ein Recht auf Widerruf ausschließe. Eine Rückgabe ist aber auch ohne diese Verpackung möglich. Die Rückgabe von iPhones hatte Cupertino außerdem ausgeschlossen, wenn bei diesen Sicherheitsfeatures aktiviert waren. Auch das ist unzulässig. Bei einer der äußerst teuren Apple Watch Edition sollte diese außerdem erst zur Prüfung an eine Außenstelle gehen. Außerdem muss Apple im Online Store jetzt deutlicher auf das Widerrufsrecht hinweisen und den Passus streichen, Fehler müssten "so bald wie möglich" gemeldet werden.

Unsere Meinung: Die neuen Geschäftsbedingungen sind eine gute Nachricht für die Kunden, Originalverpackungen sollte man nach einem Kauf entsorgen dürfen. Mit dem Deaktivieren von Sicherheitsfeatures scheint allerdings die Aktivierungssperre des iPhones gemeint zu sein. Da Apple diese Funktion aus Sicherheitsgründen nicht selbst deaktivieren kann, finden wir zumindest diesen Wunsch Apples dann aber doch verständlich.

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