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Apple baut Kliniken für Mitarbeiter

28.02.2018 | 09:12 Uhr | Peter Müller

Apple weitet sein Engagement im Gesundheitswesen aus. Davon profitieren aber zunächst nur Mitarbeiter und deren Angehörige.

Wer in Deutschland mit seinem System aus gesetzlichen und privaten Krankenkassen eine "Zweiklassenmedizin" beklagt, liegt nicht völlig daneben, hat aber vermutlich das US-Amerikanische System nie kennen gelernt. Wer Geld hat, kann sich Gesundheit leisten, hinsichtlich Vorsorge und Kur. Apple will nun laut eines Berichts von CNBC dem einen weiteren Aspekt hinzufügen: Wer Weltklassemedizin genießen will, der benötigt einen bestimmten Arbeitgeber. Nämlich Apple. Der Bericht über die jüngste Initiative Cupertinos in Sachen Gesundheit lässt sich aber auch anders interpretieren: Die unter der Marke AC Wellness im Santa Clara County eröffneten Kliniken mögen erst einmal zwar nur für Apple-Mitarbeiter und ihre Angehörigen sein, könnten bei erfolgreicher Arbeit sich aber für die Allgemeinheit öffnen. Zumindest für den Teil der Bevölkerung, der sich eine Versicherung bei Apple leisten kann. Apple Health Care+ sozusagen. Apple ist auch nicht allein, andere Großunternehmen wie Amazon, JPMorgan Chase und Berkshire Hathaway arbeiten ebenso an einer Gesundheitsversorgung für ihre Mitarbeiter, nachdem die US-Gesundheitspolitik mal wieder völlig versagt.

Apple will "im Frühjahr" zunächst zwei Kliniken im Silicon Valley eröffnen, eine davon soll im Apple Park eingerichtet werden. Noch sucht der iPhone-Hersteller aber in diversen Stellenanzeigen nach medizinischem Personal und anderen Berufsgruppen wie Designern. Neben der Versorgung akuter Krankheitsfälle sollen sich die AC-Wellness-Niederlassungen vor allem aber um die Gesundheitsvorsorge des Personals verdient machen: Vorbeugen ist besser als Heilen.

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