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Apple bestätigt illegale Studentenarbeit am iPhone X

24.11.2017 | 10:00 Uhr |

Foxconn hat unerlaubter Weise Praktikanten mehr als 40 Wochenstunden beschäftigt, räumt Apple ein. Sie seien aber nicht dazu gezwungen und für die Überstunden bezahlt worden.

Update vom 24. November : Foxconn erklärt , die auch nach chinesischem Recht illegale Praxis beendet zu haben, Schüler und Studenten länger als 40 Wochenstunden arbeiten zu lassen. Anfangs der Woche hatte die Financial Times berichtet, dass Minderjährige Überstunden leisteten, Apple hatte nach einer Untersuchung die Vorfälle bestätigt, aber der Darstellung widersprochen, die jungen Leute seien dazu gezwungen worden. Foxconn räumt in einem Statement ein, dass die Bemühungen um den Schutz von Arbeitern nie zu einem Ende kommen können, man sich aber darum sorge, dass über die gesamte Lieferkette die Gesetze eingehalten würden.

Original vom 22. November: Die Financial Times berichtet , dass in der Foxconn-Fabrik in Zhengzhou bei der Produktion des iPhone X rund 3000 Schüler und Studenten im Alter von 17 bis 19 Jahren eingesetzt waren und dabei täglich elf Stunden arbeiteten. Die Zeitung beruft sich dabei auf sechs befragte studentische Mitarbeiter. Apple bestätigt gegenüber 9to5Mac , dass bei einer internen Untersuchung der Zulieferbetriebe die fragliche Gruppe in der Tat mehr als die erlaubten 40 Wochenstunden am Fließband arbeitete. Apple widerspricht aber zugleich der Darstellung, die jungen Leute wären von ihrer Bildungsanstalt zu einem dreimonatigen Praktikum verpflichtet worden, inklusive der illegalen Überstunden. Dem sei nicht so, die Arbeiter hätten freiwillig dort Überstunden geleistet und seien dafür auch bezahlt worden, dennoch hätte es derart lange Arbeitszeiten für die Studenten nicht geben dürfen.

Apple überprüft regelmäßig seine Zulieferbetriebe darauf, dass diese vor Ort geltende Arbeitsgesetze einhalten. So sind auch in China nicht mehr als 60 Wochenstunden erlaubt, für Praktikanten nur 40 Stunden die Woche. Auch achtet Apple bei seinen Auditions darauf, dass keine Minderjährigen an den Fließbändern und Werkbänken zum Einsatz kommen. Betriebe, die dagegen verstoßen, droht Apple mit einer Kündigung des Liefervertrags. Entdeckte Verstöße und Maßnahmen listet Apple regelmäßig in seinem Supplier Responsibility Progress Report auf. Welche Konsequenzen Foxconn nun für die jüngsten Verstöße drohen, ist nicht bekannt.

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