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Apple besteht die Steuerprüfung in Australien

23.08.2017 | 09:36 Uhr |

Steuer und Apple sind ein leidiges Thema, doch in Australien hat das Unternehmen offenbar alles richtig gemacht.

Apple hat eine Steuerprüfung in Australien überstanden und muss keine weiteren Nachzahlungen fürchten. Eine bereits im Mai abgeschlossene längere Untersuchung des Australian Tax Office (ATO) komme zu dem Schluss, dass Apple dem Staat keine Steuern mehr schulde. Auf die in Australien lokalisierten Gewinne musste Apple noch eine Nachzahlung in Höhe von 58,3 Millionen US-Dollar zahlen, das ATO habe aber keine illegalen Verschiebungen von Gewinnen auf Offshore-Konten festgestellt. "Unsere Steuern sind up to date", bekräftigt daher der Geschäftsführer von Apple Australien Tony King gegenüber Business Insider .

Dieser Überprüfung mussten sich alle internationalen Firmen in Australien unterziehen: Das Land hat eine neue Steuer-Regelung, genannt Google-Steuer, im Mai verabschiedet. Diese sollte verhindern, dass die großen Konzerne ihre Gewinne aus dem Land in die Offshore-Banken verschieben und so Steuerzahlungen vermeiden. King merkt an, dass nach einer exzessiven Prüfung keine verdächtigen Transaktionen bei Apple Australien entdeckt wurden. Apple nennt in seinen Bilanzen für gewöhnlich keine Zahlen für jedes einzelne Land, gegenüber Business Insider hat der Geschäftsführer einige Zahlen doch genannt: 2016 hat Apple Australien rund 7,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt, davon 128 Millionen US-Dollar an Steuern zuzüglich einer Nachzahlung von 58,3 Mio. US-Dollar an die Landesregierung überwiesen. Interessanterweise betrug der Gewinn von Apple Australien 2016 "nur" 400.000 US-Dollar.

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