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Apple will mit Dell, Seagate und Hynix Toshibas Chip-Sparte

22.09.2017 | 09:53 Uhr |

Apple steht offenbar kurz davor, in einem Konsortium rund um Bain Capital die Chip-Sparte von Toshiba zu übernehmen.

Update 22.09.2017:

Übernahme gesichert : Die Chip-Sparte von Toshiba geht für 18 Milliarden US-Dollar an ein Bieterkonsortium rund um den Investor Bain Capital, dem unter anderem auch Apple und Dell angehören. Die Höhe des Beitrags des iPhone-Herstellers ist nicht bekannt, doch könnte sie in der Größenordnung von drei bis vier Milliarden US-Dollar liegen. Für Apple handelt es sich hierbei um die größte Firmenübernahme neben dem Kauf von Beats Electronics vor drei Jahren. Auch Storage-Hersteller wie Seagate und Kingston sind bei dem Konsortium dabei, der Mutterkonzern Toshiba soll selbst auch noch gut drei Milliarden US-Dollar der neu zu gründenden Firma beigeschossen haben. Durch das letztlich angenommene Angebot ist das an Toshiba beteiligte Western Digital außen vor.

Update vom 15.9.2017: Während iPhone X und die anderen neuen Produkte die Woche überstrahlen, arbeitet Apple im Hintergrund an der Übernahme des Chip-Geschäfts von Toshiba. Rund drei Milliarden US-Dollar will Apple in die Akquise investieren und unterstützt dabei das Angebot von Bain Capital. Mit im Bieterkonsortium stecken Dell, Seagate und Hynix. Die Verhandlungen sind laut Bloomberg relativ weit fortgeschritten und könnten kurz vor dem Abschluss stehen. Apple war für die staatlich unterstützten Innovation Network Corp. of Japan und Development Bank of Japan eingestiegen, die wegen einer drohenden Klage des Toshiba-Teilhabers Western Digital zurückzogen. Western Digital will selbst das Geschäft übernehmen, Apple will mit der Beteiligung aber sicher stellen, dass es weiter Zugriff auf die von Toshiba produzierten Speicherchips für iPhone und iPad erhält. Anderenfalls müsste Apple sich wieder in größere Abhängigkeit von Samsung begeben.

Original vom 31.8.2017: In letzter Minute gibt Bain Capital noch ein Angebot für den Kauf der defizitären Chip-Sparte von Toshiba in Höhe von 2 Billionen Yen (18,2 Millionen US-Dollar) ab. Interessantes Detail dabei: Auch Apple gehört dem Bieterkonsortium an und würde 400 Milliarden Yen (3,6 Milliarden US-Dollar) investieren. Zudem steuern der Chip-Hersteller Hynix 1,1 Billionen Yen und japanische Banken weitere 600 Milliarden Yen bei, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters . Mit einem wesentlichen Anteil an der Produktion von NAND-Chips könnte Apple sich ein wenig unabhängiger von seinem Frenemy Samsung als Zulieferer von Komponenten machen. Die Entscheidung über das Angebot sollte noch heute fallen, Toshiba US-amerikanischer Joint-Venture-Partner Western Digital hat sich aber ein Veto vorbehalten und mit juristischen Konsequenzen gedroht, sollte er bei der Entscheidung über den Verkauf außen vor gelassen werden.

Das Unternehmen ist so groß, dass es mehrere Zulieferer für seine Bauteile anzapfen muss. Dazu ist es für Apple wichtig, den Wettbewerb zu erhalten und so die Preise für die NAND-Chips so niedrig wie möglich zu halten.

Mittlerweile hat Toshiba seine Entscheidung zur Auswahl der drei Angebote verschoben . Neben Bain Capital bieten auf die zu verkaufende Sparte noch Western Digital und Foxconn. Reuters berichtet, dass Toshiba sich vermutlich für seinen Joint-Venture-Partner Western Digital entscheiden muss oder will, da die angekündigten juristischen Konsequenzen den Verkauf an einen anderen Bieter fast unmöglich machen.

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