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Apple Carplay im Test: Funktionen, Apps, Anbieter, Wireless Carplay

21.08.2019 | 14:44 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Carplay ist Apples L├Âsung f├╝r die Einbindung von iPhones in das Infotainmentsystem eines PKWs. Wir haben Carplay im Audi, Daimler, Ford, Honda, Porsche, Seat, Skoda, Subaru, Volvo und VW sowie Wireless Carplay im BMW und Mini getestet. Wir erkl├Ąren Vorteile und Nachteile von (Wireless) Carplay. Mit Test-Videos. Plus: Nachr├╝st-L├Âsungen.

Update 21.8.2019: Der Taycan, der erste reinelektrische Sportwagen von Porsche, unterst├╝tzt zwar Apple Carplay. Aber zum Verkaufsstart nur in der kabelgebundenen Variante. Wireless Carplay soll es voraussichtlich erst zur ÔÇ×ModellpflegeÔÇť geben, diese soll aber bereits 2020 erfolgen, obwohl der Verkaufsstart des Porsche Taycan ja erst Ende 2019 ist. Update Ende

Apple Carplay: Alles, was Sie wissen m├╝ssen

Mit Apple Carplay nutzen Sie im Auto iOS-Funktionen wie Telefonie, Kurznachrichten, Navigation, Musik-Apps samt Apple Musik und Ihren Playlists sowie Siri fast genauso bequem wie direkt auf dem iPhone. Nur eben mit gr├Â├čerem Bildschirm, zus├Ątzlichen Bedienelementen wie zum Beispiel den Lenkradtasten und den PKW-Lautsprechern zur Audio-Ausgabe.


Fazit zu Carplay: Gef├Ąllt uns gut, reift aber nur langsam

Sichere Bedienung des iPhones, bekanntes intuitives Bedienkonzept, bew├Ąhrte Sprachsteuerung ("Hey Siri") - das alles macht Carplay m├Âglich. Carplay bietet einen erheblichen Mehrwert und mehr Sicherheit, denn dank Siri kann man wesentliche Funktionen wie Telefonate oder Navigation nur per Sprache bedienen. Die H├Ąnde des Fahrers bleiben am Lenkrad und sein Blick weitgehend nach vorne gerichtet.

Besonders gut gef├Ąllt uns, wie unkompliziert uns Siri versteht im Unterschied zu vielen von den Automobil-Herstellern ab Werk verbauten Sprachsteuerungen, die mitunter zickig reagieren und eine genau vorgegebene Befehlsstruktur erwarten. Besonders die Bereiche Telefonie, SMS-Management und Musik machen mit Siri und Carplay richtig Spa├č. Mails lassen sich dagegen nicht innerhalb von Carplay bedienen.

Es gibt aber auch Kritikpunkte: Apple sollte mehr Fremd-Apps zulassen. Dann w├╝rden viele Fahrer kein teures Infotainmentsystem ab Werk mehr ben├Âtigen. Diesen Mangel behebt Apple nur langsam. Immerhin kann man nun aber auch alternative Navigations-Apps wie Google Maps oder Sygic sowie Whatsapp als Messenger nutzen.

Richtig cool ist die Kombination aus Wireless Carplay und Wireless Charging (ab iPhone 8 und iPhone X), wie es BMW und Mini anbieten. Damit kann das iPhone in der Jackentasche bleiben und der Fahrer erspart sich das Gefummel mit dem Kabel. Ein besonders gro├čer Touchscreen, wie beispielsweise in BMW 740i, Porsche Panamera 4 oder VW Touareg steigern den Spa├č mit Carplay noch etwas mehr.

Sie k├Ânnen ein iPhone in einem PKW nat├╝rlich auch ohne Carplay nutzen. Praktisch mit allen modernen PKW-Infotainmentsystemen l├Ąsst sich das iPhone via Bluetooth verbinden. Danach k├Ânnen Sie zumindest ├╝ber das iPhone telefonieren und Musik vom iPhone ├╝ber die Lautsprecher des Fahrzeugs streamen. Bei vielen Infotainmentsystemen stehen auch noch weitere Funktionen wie Kurznachrichtenversand oder die Nutzung ausgew├Ąhlter Internetdienste zur Verf├╝gung. Doch die Bedienung erfolgt dabei immer ├╝ber das Infotainmentsystem des PKWs, mit dem Sie sich erst vertraut machen m├╝ssen und das sich oft nicht so intuitiv wie ein Smartphone bedienen l├Ąsst. Diese Einarbeitung und Eingew├Âhnung entf├Ąllt bei Carplay: Mit Carplay finden Sie sich sofort in jedem fremden Auto zurecht und k├Ânnen ohne Zeitverlust Navigation, Unterhaltung oder Telefonie verwenden.

Derzeit gibt es drei Schnittstellen f├╝r die Integration von Smartphones in das Infotainmentsystem moderner PKWs: Carplay von Apple f├╝r die Einbindung von iPhones sowie Android Auto und Mirrorlink f├╝r die Einbindung von Android-Smartphone. Wobei Mirrorlink allerdings nur noch von wenigen Automobil-Herstellern unterst├╝tzt wird und von Android Auto klar in den Hintergrund gedr├Ąngt wird. Das Duell lautet also: Carplay gegen Android Auto.

2. Apple entwickelt Carplay seit 2014 immer weiter

Apple stellte Carplay im M├Ąrz 2014 auf dem Genfer Autosalon vor. Im Rahmen eines Updates f├╝r iOS 7 stand Carplay dann erstmals den Benutzern zur Verf├╝gung. Voraussetzung ist ein iPhone 5 oder j├╝nger. Die Kalifornier entwickeln fast mit jeder neuen iOS-Version Carplay weiter. So unterst├╝tzt Carplay seit iOS 10 theoretisch auch kleine Mini-Bildschirme im Cockpit vor dem Fahrer. Dort k├Ânnen beispielsweise Abbiegehinweise angezeigt werden. Das setzt aber voraus, dass der Automobil-Hersteller den Carplay-Support f├╝r den Zusatzbildschirm integriert. Derzeit ist das sicherlich bei keinem einzigen auf dem Markt erh├Ąltlichen Fahrzeug der Fall. Allerdings integriert BMW Carplay in sein Head-Up-Display.

Carplay unterstützt nun auch die Zusatzbildschirme im Cockpit vor dem Fahrer.
Vergr├Â├čern Carplay unterst├╝tzt nun auch die Zusatzbildschirme im Cockpit vor dem Fahrer.
© Apple

Ebenfalls seit iOS 10 soll Carplay auf Widescreen-Bildschirmen besser angezeigt werden. Davon profitiert zum Beispiel der gro├če Bildschirm im 7er BMW.

Die Apps lassen sich nun verschieben und einige auch entfernen.
Vergr├Â├čern Die Apps lassen sich nun verschieben und einige auch entfernen.

In den ÔÇ×Einstellungen, Allgemein, CarplayÔÇť auf dem iPhone sieht man seit iOS 10, welche Apps auf dem jeweiligen Fahrzeug f├╝r Carplay zur Verf├╝gung stehen. Vor allem aber kann man im Einstellungsmen├╝ einige Apps wie iBooks und Podcasts vom Carplay-Bildschirm entfernen (ausgenommen sind jedoch die Telefon-App, Nachrichten und Karten) beziehungsweise deren Icons auf dem Carplay-Bildschirm neu anordnen.

Skype soll nun auch von Carplay unterstützt werden.
Vergr├Â├čern Skype soll nun auch von Carplay unterst├╝tzt werden.
© Apple

Die Zahl der unterst├╝tzten Apps hat Apple ebenfalls immer wieder erweitert: So kamen zum Beispiel Skype und mit iOS 12 auch Google Maps dazu.

Die Karten-App speichert nun automatisch den letzten Standort des Wagens. Im Test klappte das zuverlässig.
Vergr├Â├čern Die Karten-App speichert nun automatisch den letzten Standort des Wagens. Im Test klappte das zuverl├Ąssig.

Cool, einfach zu bedienen und praktisch f├╝r vergessliche Zeitgenossen oder wenn man in einer fremden Stadt parkt: Die Karten-App speichert automatisch und ohne Zutun des Fahrers den letzten Standort des Wagens, in dem das iPhone mit einer Freisprechanlage gekoppelt war. Zu diesem Standort kann man sich auf der Kartenapp jederzeit zur├╝cknavigieren lassen. Besonders praktisch: Diese Funktion klappt nicht nur zusammen mit Bluetooth-Freisprecheinrichtungen, die fest ab Werk verbaut sind, sondern auch mit nachger├╝steten mobilen Freisprecheinrichtungen wie beispielsweise der Garmin N├╝vicam.

Mit iOS 10.3 kam eine weitere wichtige ├änderung dazu: Jetzt gibt es f├╝r die aktuell genutzte und f├╝r die beiden zuletzt genutzten Apps ein Icon am linken Rand des Carplay-Bildschirms. Also in der linken Leiste, in der Carplay sonst noch die Uhrzeit, die Qualit├Ąt der Mobilfunkverbindung und den Home-Button anzeigt. Damit k├Ânnen Sie mit einem Fingertipp zu diesen Apps wechseln.

iOS 10.3 Beta bringt eine kleine, aber wichtige Neuerung für Carplay.
Vergr├Â├čern iOS 10.3 Beta bringt eine kleine, aber wichtige Neuerung f├╝r Carplay.
© The Verge

Zuvor war n├Ąmlich aus einer ge├Âffneten App heraus per Fingerdruck kein direkter Wechsel zwischen den Carplay-kompatiblen Apps m├Âglich (einzige Ausnahme war die Apple-Karten-App, die sich mit einem Icon links ohne in der linken Leiste einnistet. Aber nur, wenn gerade eine Navigation ├╝ber die Karten-App lief. Siehe unsere Screenshots weiter unten). Sondern Sie mussten immer erst auf den Home Screen zur├╝ckgehen (durch einen Druck auf den Home Button links unten) und danach auf das Icon der gew├╝nschten App dr├╝cken. Das war zwar nur ein geringer Mehraufwand, doch in einem fahrenden Auto sollte jede Ablenkung so gering und so kurz wie nur m├Âglich ausfallen. Insofern verbesserte diese Ver├Ąnderung in iOS 10.3 Beta die Verkehrssicherheit beziehungsweise die Bediensicherheit von Carplay.

Carplay auf dem Discover Premium im VW Touareg
Vergr├Â├čern Carplay auf dem Discover Premium im VW Touareg

Wobei Sie allerdings auch Carplay am besten immer ├╝ber Siri bedienen. Mit Siri k├Ânnen Sie jede zu Carplay kompatible App direkt und ohne Umwege starten.

Das bringt iOS 13 f├╝r Carplay

Mit der Ver├Âffentlichung von iOS 13 im Herbst 2019 wird Apple auch Carplay verbessern ÔÇô laut Apple wird dieses Update das gr├Â├čte in der Geschichte von Carplay. Wir stellen die Neuerungen vor.

Neue Oberfl├Ąche und Apps nebeneinander: Apple verspricht eine ├╝berarbeitete Oberfl├Ąche mit einem neuen Dashboard, um zum Beispiel Apple Musik und Apple Karten nebeneinander in einer einzigen Ansicht anzuzeigen. Falls Sie also mit Apple Karten navigieren und sich gleichzeitig von Apple Music unterhalten lassen, haben Sie dann immer sofortigen Zugriff auf beide Apps. Apple Music soll zudem Alben und Favoriten prominenter anzeigen und das Aufsp├╝ren neuer Lieder in Carplay besser als bisher erleichtern. Au├čerdem verbessert Apple die Kalender-App f├╝r Carplay, damit diese mehr relevante Informationen anzeigen kann.

Umfassendere Sprachsteuerung: Siri soll ab iOS 13 auch Navigations- und Musik-Apps von Drittanbietern in Carplay unterst├╝tzen. Mit ÔÇťHey SiriÔÇŁ soll sich zudem ├╝ber das im Auto eingebaute Mikrofon nutzen lassen ÔÇô und nicht mehr wie bisher ├╝ber das Mikrofon des iPhones.

Weniger Ablenkung: Wenn man eine App auf dem gekoppelten iPhone startet, dann startet nicht mehr automatisch diese App auch auf dem Carplay-Bildschirm im Auto. Damit soll zum Beispiel erm├Âglicht werden, dass ein Beifahrer auf dem gekoppelten iPhone nach einem Lied in Apple Music suchen kann, ohne dadurch den Fahrer zu st├Âren, der gerade Apple Karten unter Carplay zur Navigation nutzt. Carplay wird nach dem iOS-13-Update au├čerdem einenÔÇťDo Not Disturb While DrivingÔÇŁ-Modus bestizen. Er verhindert das Einblenden von Nachrichten.

Carplay soll sich nach dem Update au├čerdem besser an unterschiedliche Displaygr├Â├čen in den Fahrzeugen anpassen k├Ânnen.
Insgesamt scheint Apple mit seinem gro├čen Carplay-Update auf das j├╝ngste umfassende Update von Google f├╝r Android Auto reagieren zu wollen. ┬á

Damit Sie das neue Carplay mit iOS 13 ab Herbst 2019 nutzen k├Ânnen, ben├Âtigen Sie mindestens ein iPhone 6s oder neuer.

3. Carplay: Funktionsprinzip

3.1 iPhone-Bildschirm wird gespiegelt

Carplay spiegelt die Bedienoberfl├Ąche des iPhones samt iOS-Apps auf den gr├Â├čeren Bildschirm des Wagens. Das iOS wird hierzu tief in das Infotainmentsystem des Fahrzeugs integriert. Laut Volvo funktioniert das Spiegeln des iPhone-Bildschirms so, dass das iPhone sein Bild per H.264-Videostream an das Auto sendet. Das konnten wir im Test aber nicht nachpr├╝fen.

Allerdings ├╝bernimmt Carplay den iPhone-Bildschirm nicht 1:1, sondern nur die Apps, die Apple f├╝r Carplay freigegeben hat. Der Homescreen des iPhones wird zudem an die Besonderheiten im Auto angepasst, also zum Beispiel immer quer angezeigt. Der Homebutton befindet sich im Fahrzeug am linken Bildschirmrand und ist somit gut erreichbar f├╝r den Fahrer.

Der Startbildschirm zeigt immer die Icons von acht Apps. Sofern mehr als acht Carplay-kompatible Apps auf dem iPhone installiert sind, gibt es auch noch eine zweite Seite, wie es hier im Seat Ibiza der Fall ist.
Vergr├Â├čern Der Startbildschirm zeigt immer die Icons von acht Apps. Sofern mehr als acht Carplay-kompatible Apps auf dem iPhone installiert sind, gibt es auch noch eine zweite Seite, wie es hier im Seat Ibiza der Fall ist.

3.2 Touchscreen, Kn├Âpfe, Siri, Tasten, Controller

Die auf den Bildschirm des PKWs gespiegelten iPhone-Apps bedient man entweder

1.) ├ťber dessen Touchscreen. Das ist mittlerweile bei nahezu allen Fahrzeugen der Fall.

2.) ├ťber den Controller auf der Mittelkonsole wie in Audi-Fahrzeugen, die noch nicht den MIB 2+ verbaut haben. Oder in der C- und E-Klasse von Mercedes-Benz. Auch bei BMW kann man den Bildschirm vom Controller aus bedienen - das dient bei BMW aber zur Erg├Ąnzung des ebenfalls vorhandenen Touchscreens. Was f├╝r den Touchscreen und was f├╝r die Controller-L├Âsung im Auto spricht, analysieren wir in diesem Artikel.

3.) ├ťber die klassischen Dreh- und Druckkn├Âpfe des Infotainmentsystems.

4.) ├ťber die Lenkradtasten.

5.) Au├čerdem k├Ânnen Sie Apples Sprachassistentin Siri als Sprachsteuerung f├╝r Carplay verwenden. Siri funktioniert in Carplay genauso wie direkt auf dem iPhone.

3.3 iPhone macht die Arbeit

Die gesamte Rechenleistung liefert das gekoppelte iPhone, ├╝ber dessen SIM-Karte l├Ąuft auch der komplette Internet-Traffic. Der PKW stellt lediglich Eingabe- und Ausgabe-Instrumente zur Verf├╝gung, also Touchscreen/Display, Lenkrad- und Radiotasten, Mikrofon und Lautsprecher. Die komplette Funktionalit├Ąt wie Sprachsteuerung, Navigation sowie das Musikstreaming und das Webradio liefert das iPhone.

Wichtig: Der Mobilfunkvertrag des gekoppelten iPhones muss f├╝r das Datenvolumen der Carplay-Apps ausgelegt sein, weil alle Daten ├╝ber die SIM-Karte des gekoppelten iPhones laufen. Die Karten-App beispielsweise l├Ądt st├Ąndig Karten nach.

Der Bildschirm des iPhones ist w├Ąhrend der Carplay-Nutzung abgeblendet und kann nicht bedient werden, nur das Carplay-Logo ist darauf zu sehen.

3.4 Verbindung zwischen Auto und iPhone

3.4.1 Via Lightning-Kabel

Die Verbindung zwischen iPhone einerseits und Carplay auf dem Infotainmentsystem des PKWs andererseits wird derzeit mit Ausnahme von BMW und Mini ausschlie├člich ├╝ber das Lightning-Kabel des iPhones hergestellt. Sie stecken dazu das Lightning-Kabel in den USB-Port des PKWs. Verwenden Sie hierzu am besten das Originalkabel von Apple.

Apple hat kabelloses Carplay bereits in iOS integriert, Sie finden diesen Menü-Punkt im Einstellungsmenü Ihres iPhones, wie unser Screenshot zeigt. Nur gibt es bis heute kein Auto, das kabelloses Carplay unterstützt.
Vergr├Â├čern Apple hat kabelloses Carplay bereits in iOS integriert, Sie finden diesen Men├╝-Punkt im Einstellungsmen├╝ Ihres iPhones, wie unser Screenshot zeigt. Nur gibt es bis heute kein Auto, das kabelloses Carplay unterst├╝tzt.

3.4.2 Kabellos ├╝ber Wireless Carplay

3.4.2.1 Derzeit vor allem bei BMW und Mini

Apple hat zwar mit iOS 9 im September 2015 die Schnittstelle f├╝r Wireless Carplay via Bluetooth freigegeben. Derzeit unterst├╝tzen aber fast nur Fahrzeuge von BMW und MIni kabelloses Carplay. BMW bietet seit der zweiten Jahresh├Ąlfte 2016 kabelloses Carplay nach und nach in allen seinen Modellen an. BMW hat im Juli 2019 sein Preismodell f├╝r Apple Carplay ge├Ąndert. Sie k├Ânnen jetzt zwischen vier unterschiedlichen Angeboten w├Ąhlen.

Daimler bietet Wireless Carplay in der A-Klasse nur in Verbindung mit dem Einstiegs-Infotainmentsystem Connect 5.0 an. Wer sich dagegen f├╝r das vollausgestattete MBUX entscheidet, kann Carplay nur per Lightningkabel nutzen.

Der auf Soundsysteme spezialisierte Auto-Zubeh├Âr-Hersteller Harman entwickelt ebenfalls eine Wireless Carplay-L├Âsung, die auf einer Kombination aus WLAN und Bluetooth basiert. Diese ist aber noch nicht verkaufsfertig. Audi bringt erst ab Mitte 2018 Wireless Carplay. Das hat uns der Ingolst├Ądter Automobil-Hersteller auf unsere Nachfrage erkl├Ąrt. Michael Crusius, Pressesprecher Kommunikation Technologie/Innovationen bei Audi: "Alle neuen kommenden Modelle von Audi ab SW-Stand KW 22/2018 werden Wireless Carplay haben. Die Vorbereitungen f├╝r Wireless Android Auto laufen ├╝brigens auch schon."

Mit ÔÇ×neuen ModelleÔÇť sind keine Facelifte gemeint, sondern nur komplett neue Fahrzeuggenerationen, die die neueste Generation des Infotainmentbaukasten MIB2+ verwenden, mit dem der A8 im Herbst 2017 als erstes Modell startet. Somit betrifft das die 2018 kommende Generation von A6/A7 und folgende. Alle Modellreihen auf Basis des MIB2 bekommen dagegen kein Wireless Carplay. Eine Nachr├╝stl├Âsung in Form eines Software-Updates f├╝r ├Ąltere SW-St├Ąnde ist nicht geplant.

3.4.2.2 Liste der Qi-kompatiblen Automobile

Apple hat eine Liste der Automobil-Hersteller ver├Âffentlicht, die das kabellose Aufladen eines iPhone 8 via Qi-Technologie im Fahrzeug erm├Âglichen. Mit Einschr├Ąnkungen gilt diese Apple-Support-Liste auch f├╝r das iPhone 8 Plus und f├╝r das kommende iPhone X. Das kabellose Aufladen von iPhones ├╝ber Qi ist besonders bei Wireless Carplay wichtig, wie es BMW bereits anbietet, da in diesem Fall die Aufladem├Âglichkeit via Lightning-Kabel entf├Ąllt.

Hier die Qi-Ladestation im VW Tiguan.
Vergr├Â├čern Hier die Qi-Ladestation im VW Tiguan.
© VW

3.4.2.3 Apple verbietet VW Demonstration auf der CES

Volkswagen besa├č bereits im Januar 2016 eine experimentelle Umsetzung f├╝r Wireless Carplay. Die Wolfsburger wollten kabelloses Carplay deshalb auf der CES 2016 in Las Vegas vorf├╝hren. VW h├Ątte sich mit der Vorf├╝hrung einer kabellosen Carplay-Verbindung als innovatives Unternehmen zeigen k├Ânnen ÔÇô diese positive Eigenwerbung h├Ątte VW im Zeichen des Abgasskandals dringend n├Âtig gehabt.

Doch Apple untersagte VW, das kabellose Carplay auf der CES 2016 vorzuf├╝hren. Diese Information gelangte ├╝ber den Bericht des US-Auto-Blogs Car and Driver an die ├ľffentlichkeit. Car and Driver zitierte dabei Dr. Volkmar Tanneberger, an dessen Roundtable wir auf der CES teilgenommen haben. Dr. Tanneberger war damals der Leiter der Elektronik-Entwicklung von Volkswagen.

Lese-Tipp: Alle Auto-Tests von PC-WELT und Macwelt

Eine Zeitlang gab es keine offizielle Best├Ątigung dieses Verbots durch die Pressestelle von Volkswagen. In Wolfsburg musste man offensichtlich erst dar├╝ber nachdenken, wie man mit diesem Verbot offiziell umgeht. Auf unsere Nachfrage hat man uns aber dann best├Ątigt, dass Apple VW untersagt habe, Wireless Carplay auf der CES 2016 vorzuf├╝hren. Technisch w├Ąre Volkswagen dazu in der Lage gewesen, die IT-Entwicklungsabteilung von VW hat seit der Freigabe der betreffenden Spezifikation durch Apple daran gearbeitet. Stattdessen zeigte VW auf seinem Messestand in der Nordhalle der CES 2016 kabelloses Mirrorlink.


4. Vorteile von Carplay

4.1 Killer-Feature: Einfache Verbindung

Mit Carplay entf├Ąllt die mitunter umst├Ąndliche und teilweise sogar unm├Âgliche Koppelung zwischen dem iPhone und dem Infotainmentsystem des Fahrzeugs. Diese scheitert teilweise an den unterschiedlichen Bluetooth-Profilen f├╝r die Nutzung des Telefons, das ├ťbertragen der Telefonkontakte oder das Abspielen von Musik. So setzten einige Fahrzeuge wie die ├Ąltere E-Klasse von Mercedes-Benz das veraltete DUN-Profil voraus, das damals aber fast kein Androide und kein iPhone unterst├╝tzten.

├ähnlich grotesk: Einige ├Ąltere Infotainmentsysteme lie├čen oder lassen sich nur mit rSAP-kompatiblen Smartphones verbinden. Weil das iPhone rSAP nicht unterst├╝tzt, lie├č sich Apples Smartphone zum Beispiel nicht mit dem rund 3500 Euro teuren Comand Online in der alten Mercedes-Benz E-Klasse verbinden. Und auch ├Ąltere ÔÇ×Premium-FreisprecheinrichtungenÔÇť von Volkswagen und Audi setzen rSAP voraus. Mit Carplay l├Ąsst dieses Verbindungs-Drama f├╝r iPhone-Besitzer aber elegant umgehen.

TuneIn bringt Webradio ins Auto (hier als Beispiel der Seat). TuneIn gehört zu den wenigen Fremd-Apps, die Apple für Carplay zulässt.
Vergr├Â├čern TuneIn bringt Webradio ins Auto (hier als Beispiel der Seat). TuneIn geh├Ârt zu den wenigen Fremd-Apps, die Apple f├╝r Carplay zul├Ąsst.

4.2 Gewohnte Bedienung

Koppeln Sie dagegen das iPhone mit Hilfe von Carplay und dem Lightning-Kabel mit dem Auto, dann k├Ânnen Sie die Funktionen des iPhones fast genauso bedienen, wie Sie es auch au├čerhalb des Wagens nur mit dem iPhone allein gewohnt sind. Es entf├Ąllt die Ein- und Umgew├Âhnung und Sie k├Ânnen die erfahrungsgem├Ą├č intuitivere Bedienung des Smartphones nutzen. So gibt es einen Homebutton, ├╝ber den man immer auf den Startbildschirm zur├╝ckkommt. Dr├╝ckt man ihn aber l├Ąnger, so startet Siri. Selbst der Weckruf ÔÇ×Hey SiriÔÇť funktioniert mit Carplay, sofern diese Funktion auf dem iPhone aktiviert ist. Ein iPhone-Besitzer findet sich bei Carplay sofort zurecht im gewohnten Umfeld.

Carplay geht in der E-Klasse nur über Kabel.
Vergr├Â├čern Carplay geht in der E-Klasse nur ├╝ber Kabel.

4.3 Gr├Â├čerer Bildschirm

Durch die Nutzung des PKW-Bildschirms (bei Volumenmodellen in der Regel zwischen 6 und 8 Zoll gro├č, bei Premium-Fahrzeugen┬á 10 Zoll oder sogar noch gr├Â├čer) steht Ihnen ein deutlich gr├Â├čeres und besser ablesbares Display f├╝r die iPhone-Apps zur Verf├╝gung, als es auf dem kleineren iPhone-Touchscreen der Fall ist. Mit gr├Â├čeren Icons, die Sie auch w├Ąhrend der Fahrt leichter mit dem Finger treffen k├Ânnen. Dadurch wiederum sind Sie weniger lang vom Verkehrsgeschehen abgelenkt, als wenn Sie versuchen w├╝rden, auf dem kleineren iPhone-Display ein Icon zu finden.

Die Kartenapp steht als einzige Navigationslösung zur Verfügung.
Vergr├Â├čern Die Kartenapp steht als einzige Navigationsl├Âsung zur Verf├╝gung.

4.4 Bew├Ąhrte Sprachsteuerung

Die Qualit├Ąt der von den Automobil-Herstellern eingebauten Sprachsteuerung ist von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich. Mit Siri haben Sie stattdessen eine bew├Ąhrte Sprachassistentin zur Seite, mit der Sie das iPhone bedienen, ohne den Blick vom Verkehrsgeschehen nehmen zu m├╝ssen. Zudem sprechen Sie zu Siri mit dem im Auto eingebauten Mikrofon ÔÇô wodurch die Erkennungsrate der Sprachsteuerung ebenfalls besser sein sollte.

4.5 TomTom-Verkehrslageinfos

Dank Carplay k├Ânnen Sie f├╝r die Navigation die Karten-App des iPhones mit den sehr genauen Echtzeit-Verkehrslage-Informationen von TomTom nutzen - mit gr├Â├čerer Kartendarstellung als auf dem iPhone-Bildschirm und Ausgabe der Sprachanweisungen ├╝ber die im Auto eingebauten Lautsprecher anstelle der kleinen iPhone-Lautsprecher.

4.6 Immer aktuell

Carplay bietet noch einen weiteren Vorteil: Werden die iPhones leistungsf├Ąhiger, so steht dieser Performancegewinn auch im Auto zur Verf├╝gung ebenso wie neue Apps und neue Funktionen, beispielsweise f├╝r Siri.

Musik aus dem Web
Vergr├Â├čern Musik aus dem Web

5. Diese Automobil-Hersteller unterst├╝tzen Carplay

Als Apple im M├Ąrz 2014 Carplay vorgestellt hat, hielt sich die Begeisterung der meisten Automobil-Hersteller in Grenzen. Nur Ferrari, Mercedes-Benz und Volvo waren vom Start weg mit dabei. Audi, BMW und all die anderen wollten sich nicht von Apple abh├Ąngig machen und die Kontrolle ├╝ber das Infotainmentsystem im Auto und ├╝ber die damit erzeugten Daten behalten. Zudem haben vor allem die deutschen Premium-Hersteller oft sehr leistungsf├Ąhige eigene Infotainmentl├Âsungen entwickelt, die sie verst├Ąndlicherweise nicht aufgeben wollen.

Doch nach und nach erkl├Ąrten immer mehr Automobil-Hersteller ihre Unterst├╝tzung f├╝r Carplay. Mittlerweile ist die von Apple ver├Âffentlichte Liste der kooperierenden Automobil-Hersteller deutlich gewachsen, man findet auf http://www.apple.com/de/ios/carplay/available-models/ alle namhaften Hersteller. Allerdings hat sich die Apple-Liste zu den Fahrzeugen, die Carplay unterst├╝tzen, in der Vergangenheit oft als fehlerhaft beziehungsweise ungenau erwiesen. Zumal Apple bei dieser Liste nicht die regionalen Besonderheiten der einzelnen M├Ąrkte ber├╝cksichtigt.

Wir starten einen Anruf mit Siri.
Vergr├Â├čern Wir starten einen Anruf mit Siri.

Bei Redaktionsschluss stehen diese f├╝r Deutschland relevanten Auto-Produzenten auf der offiziellen Unterst├╝tzerliste : Abarth, Alfa-Romeo, Aston Martin, Audi (das zu den Gr├╝ndungsmitgliedern der Open Automotive Alliance von Google geh├Ârt, die das konkurrierende Android Auto unterst├╝tzt ), BMW (als bisher einziger Hersteller von Anfang an ausschlie├člich mit Wireless Carplay), Citroen (mit der Untermarke DS), Daimler (Mercedes-Benz), Ferrari, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Jaguar, Jeep (mit Uconnect), Kia, Land Rover, Mazda, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Porsche, Peugeot, Renault, Seat, Skoda, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen und Volvo. Dazu kommen noch einige Hersteller, die vor allem f├╝r den US-Markt relevant sind.

Aufgepasst: Nicht alle der oben genannten Marken bieten aber tats├Ąchlich schon Fahrzeuge mit Carplay an. Toyota wird zum Beispiel von Apple auf der Carplay-Unterst├╝tzerseite schon lange genannt. Doch der gro├če japanische Automobil-Hersteller boykottiert bisher Carplay ebenso wie Android Auto und unterst├╝tzte nur Mirrorlink. Im Januar 2018 teilten die Japaner aber mit, dass sie Carplay in den USA f├╝r ausgew├Ąhlte Toyota- und Lexus-Fahrzeuge des Modelljahrgangs 2019 anbieten wollen. Details dazu lesen Sie in dieser Meldung.

BMW bietet Carplay nur im Abo:

BMW bietet seit Juli 2019 vier unterschiedliche Bezahlvarianten f├╝r die ÔÇ×Apple Carplay VorbereitungÔÇť an:

  • Testmonat: Falls Sie Carplay erst einmal einen Monat lang testen wollen, k├Ânnen Sie das f├╝r 1 Euro tun

  • 12 Monate: F├╝r 109 Euro k├Ânnen Sie Carplay ein Jahr lang nutzen und danach entweder erneut verl├Ąngern oder das Abonnement auslaufen lassen.┬á

  • 36 Monate: Falls Sie von vornherein wissen, dass Sie Carplay langfristig ÔÇô beispielsweise f├╝r die gesamte Leasing-Laufzeit Ihres Wagens ÔÇô nutzen wollen, sparen Sie etwas Geld, wenn Sie Carplay gleich f├╝r 36 Monate f├╝r 299 Euro buchen.

  • Dauerhaft: Sie wollen Carplay in jedem Fall dauerhaft nutzen und haben Ihren BMW nicht geleast, sondern gekauft? Dann bietet Ihnen BMW f├╝r 399 Euro die M├Âglichkeit Carplay ohne zeitliche Befristung nutzen zu k├Ânnen.

Wichtig: Pr├╝fen Sie hier zun├Ąchst die Verf├╝gbarkeit von Carplay f├╝r Ihr Fahrzeug. Denn Carplay l├Ąsst sich nur mit einem BMW ab Produktionsdatum Juli 2016 und mit dem teuren BMW Navigation Professional und Komforttelefonie mit erweiterter Smartphone-Anbindung oder Telefonie mit Wireless Charging nutzen. Das iPhone wiederum muss mindestens ein iPhone 5 mit mindestens iOS 10 sein.

BMW hatte Apple Carplay in Deutschland im Juli 2016 ohne Laufzeitbegrenzung zu einem Einmal-Preis von 300 Euro als Sonderausstattung in seinen Fahrzeugen eingef├╝hrt. Seit Juli 2017 gab es Carplay aber nur noch mit begrenzter Laufzeit: BMW-Kunden hatten somit in Deutschland die Wahl zwischen Carplay f├╝r 3 Jahre f├╝r 300 Euro oder Carplay f├╝r 1 Jahr f├╝r 110 Euro. Das Abo muss nach Ablauf der jeweiligen Frist zu den dann g├╝ltigen Konditionen verl├Ąngert werden oder aber der Kunde verzichtet auf die weitere Carplay-Nutzung. Ein Gratisjahr zum Ausprobieren von Carplay gew├Ąhrt BMW Kunden in Deutschland nicht. Hinweis: BMW-Kunden aus Deutschland, die Carplay bis Juni 2017 erworben haben, k├Ânnen Carplay ohne weitere Kosten dauerhaft nutzen. Sie unterliegen also nicht dem Abo-Modell! Alle deutschen Kunden, die Carplay seit Juli 2017 erworben haben, m├╝ssen dagegen das oben beschriebene Abo-Modell verwenden.

Zum Vergleich Carplay f├╝r BMW-Kunden in den USA : Carplay kostet ab M├Ąrz 2018 pro Jahr 80 Dollar. Das erste Jahr der Carplaynutzung ist in den USA kostenlos, der US-Kunde zahlt erst ab dem zweiten Jahr. Nur US-Kunden von BMW d├╝rfen Carplay ein Jahr lang kostenlos ausprobieren. Deutsche Kunden m├╝ssen dagegen von Anfang an f├╝r Carplay zahlen. Die Carplay-Vorbereitung ist in allen US-Fahrzeugen von BMW ab M├Ąrz 2018 serienm├Ą├čig enthalten. R├╝ckblick: Im Juli 2016 f├╝hrte BMW in den USA Wireless Carplay ein und verlangte daf├╝r einen Einmalbetrag von 300 US-Dollar. Alle Besitzer von in den USA verkauften BMW-Fahrzeugen, die zwischen 07/16 und 07/17 als Neufahrzeuge verkauft wurden und mit Apple Carplay ausgestattet sind, k├Ânnen Carplay zeitlich unbefristet nutzen und muss daf├╝r nicht mehr j├Ąhrlich zahlen.

VW bietet seit Mai 2018 6 Monate Apple Music gratis

Wer ab Mai 2018 einen neuen Volkswagen mit Carplay-Vorbereitung kauft und bisher Apple Music nicht nutzt, der kann den Musik-Streamingdienst Apple Carplay sechs Monate lang kostenlos ausprobieren. Konkret gewinnen VW-Kunden also drei Monate Gratis-Testzeitraum dazu, denn drei Monate lang ist Apple Music ohnehin f├╝r jeden Interessierten kostenlos verf├╝gbar.

Wer ab Mai 2018 einen neuen VW kauft und bereits zahlender Apple-Music-Kunde ist, soll die Streaming-Plattform drei Monate lang kostenlos in Anspruch nehmen k├Ânnen.

Apple Carplay wiederum k├Ânnen Sie in einem Fahrzeug von Volkswagen nutzen, wenn Sie das Infotainmentsystem des neuen VWs ÔÇô also zum Beispiel Discover Pro in Golf und Passat - mit dem Ausstattungspaket App Connect kaufen. Au├čerdem m├╝ssen Sie einen Car-Net-Nutzungsvertrag abschlie├čen. Unter Car-Net fasst VW seine Internetdienste zusammen.

Wir haben bei VW nachgefragt, wie die VW-K├Ąufer konkret ihre kostenlosen sechs Monate bekommen. Christine Kuhlmeyer, Pressesprecherin Vertrieb und Marketing bei VW, hat uns das Prozedere folgenderma├čen beschrieben:
1.    Der Nutzer kauft einen VW mit dem Modelljahr 2018 und einer Car-Net-Lizenz
2.    Er enrollt sein Fahrzeug bei Car-Net
3.    Er meldet sich bei Car-Net im Web-Portal oder in der App an und bekommt einen Hinweis auf die Aktion
4.┬á┬á┬á Der Nutzer klickt den Link an, in dem der Gutscheincode codiert ist und verl├Ąsst Car-Net
5.┬á┬á┬á Der Nutzer geht auf die Apple-iTunes Seite und best├Ątigt den Code (einl├Âsen) ÔÇô hierzu hat er bereits iTunes installiert
6.    Der Nutzer logged sich bei iTunes mit seinem bestehenden Account ein
7.    Dem Nutzer werden 3 Monate auf seinem iTunes-Konto gutgeschrieben

Das ab Mai g├╝ltige Apple-Music-Angebot von VW gilt aber nur f├╝r Kunden der PKW-Sparte von VW. Als zum Beispiel f├╝r K├Ąufer eines VW Golf, Passat etc. K├Ąufer eines Fahrzeugs von Volkswagen Nutzfahrzeuge VWN dagegen bekommen dieses Angebot nicht! Wer also einen VW Bus, einen Amarok oder einen Caddy kauft, kann dieses 6-Monate-gratis-Angebot nicht nutzen.
 
In den USA macht Fiat-Chrysler seinen Kunden ein vergleichbares Angebot. Aber nicht in Deutschland: Wie uns Anne Wollek, Pressesprecherin von Fiat/Abarth, auf unsere Nachfrage erkl├Ąrte, bietet Fiat dieses Angebot in Deutschland nicht an.


6. Carplay l├Ąsst sich auch nachr├╝sten

6.1 Nachr├╝stung durch Dritt-Anbieter

Neben den Carplay-L├Âsungen ab Werk gibt es auch Nachr├╝stl├Âsungen. Am Beispiel des Alpine iLX-700 und des Pioneer SPH-DA120 stellen wir Ihnen zwei solche Nachr├╝stl├Âsungen im Praxis-Test vor. Das Alpine Digital Media Station iLX-F903D "Halo9" integriert neben Carplay sogar noch Android Auto und DAB+-Radio. Alpine hat mit dem iLX-107 ein nachr├╝stbares Infotainmentsystem sogar mit Wireless Carplay vorgestellt. Das Alpine iLX-107 besitzt einen 7-Zoll-Touchscreen. 7 Zoll sind etwas weniger, als die Automobil-Hersteller ab Werk einbauen, in der Regel sind 8-Zoll-Bildschirme verbaut, in der Premiumklasse meist um die 10 Zoll gro├če Bildschirme, die derzeit bei Audi und Daimler aber ohne Touch-Funktion sind, was die Bedienung von Carplay erschwert (siehe unten). Ein AM/FM-Radio verbaut Alpine ebenfalls in dem Ger├Ąt. Au├čerdem ist ein Anschluss f├╝r die Ausgabe des Bildsignals einer R├╝ckfahrkamera vorhanden. Die Daten├╝bertragung zwischen iLX-107 und iPhone erfolgt ├╝ber das 5-GHz-WiFi-Band.

Alpine iLX-107: Wireless Carplay für 900 Dollar nachrüsten
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© Alpine

Das Alpine iLX-107 ist seit Juni 2017 in Nordamerika f├╝r 900 Dollar erh├Ąltlich. In Deutschland kann man diese Nachr├╝stl├Âsung bereits seit 2015 verbauen.

Mit dem im April 2018 vorgestellten Alpine Digital Media Station iLX-F903D Halo9 k├Ânnen Sie Carplay, Android Auto, DAB+ und einen Touchscreen in Fahrzeugen mit 1-DIN- und 2-DIN-Radioeinbauschacht nachr├╝sten.

JVC hat mit dem KW-V820BT ebenfalls eine Nachr├╝stl├Âsung f├╝r Apple Carplay vorgestellt, die auch in Deutschland erh├Ąltlich ist. Damit k├Ânnen Sie ein ├Ąlteres Auto mit 2-DIN-Radio-Schacht mit Carplay und Freisprecheinrichtung nachr├╝sten. Auf dem 6,8-Zoll-Touchscreen kann man neben Carplay auch das integrierte UKW-Radio bedienen, Bluetooth Audio-Streaming steuern und eine Freisprechanlage f├╝r das gekoppelte Smartphone benutzen. F├╝r Spotify und Pandora gibt es eigene Apps.

JVC stellt Nachrüstlösung für Carplay vor: KW-V820BT
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© JVC

Der Bildschirm ist allerdings nur resistiv und nicht kapazitiv, das Touch-Gef├╝hl d├╝rfte also nicht besonders hochwertig sein und Multizoom steht nicht zur Verf├╝gung. In den USA kostet diese Nachr├╝stl├Âsung 600 Dollar. In Deutschland verlangt JVC 599 Euro .

Audio System von Sony XAV AX 100
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© Sony

Auch Sony hat eine Nachr├╝stl├Âsung f├╝r Carplay im Angebot. Das Sony XAV-AX100. Im Unterschied zu anderen Nachr├╝stl├Âsungen beherrscht das XAV-AX100 (6,4 Zoll-Display mit 800 x 480 Pixel, Sprachsteuerung) aber auch Android Auto. Sie k├Ânnen damit also nicht nur iPhones, sondern auch Android-Smartphones verbinden. Sony hat bis jetzt aber nur den Verkauf f├╝r Nordamerika angek├╝ndigt: Knapp 500 Dollar soll es dort ab Ende November kosten. ┬á

Das 6,75-Zoll-Ger├Ąt JBL Legend CP100 ist ebenfalls eine Nachr├╝stl├Âsung f├╝r Apple Carplay und Android Auto. Es soll in den USA knapp 400 US-Dollar kosten, ist allerdings noch nicht erh├Ąltlich.

Eine ganze Serie neuer Autoradios mit Apple CarPlay-Unterst├╝tzung hat Pioneer im Mai 2018 vorgestellt . Die mit CD/DVD-Laufwerk und Navigation ausgestatteten Ger├Ąte bieten Displays mit WVGA-Aufl├Âsung (800x460). Die beiden g├╝nstigsten Modelle bieten 6,2-Zoll-Displays, bei den drei teureren Modellen sind 7-Zoll-Panel verbaut. Das bereit im Fachhandel f├╝r 800 Euro bestellbare AVIC-Z610BT ist das g├╝nstigste Modell , f├╝r 900 Euro gibt es das AVIC-Z710DAB, das zus├Ątzlich auch DAB+ unterst├╝tzt. Ebenfalls DAB-Unterst├╝tzung bieten das Pioneer AVIC-Z810DAB und AVIC-Z910DAB f├╝r 1149 Euro mit 7-Zoll-Display. Mit dem AVH-Z9100BT ist auch ein 7-Zoll-Modell ohne DAB verf├╝gbar, dieses kostet voraussichtlich 900 Euro.

Hinweis: Laut Pioneer gibt es ab iOS 11.3 Problem bei der Verbindung eines iPhone mit Ger├Ąten per USB.

Tipp: Falls bei einer Nachr├╝stl├Âsung f├╝r Carplay in der Karten-App das Icon f├╝r die Zieleingabe per Touchscreen nicht angezeigt wird, sollten Sie pr├╝fen, ob gegebenenfalls das entsprechende (gr├╝ne) Kabel mit Handbremse beziehungsweise Masse verbunden ist. Denn einige Carplay-Nachr├╝stl├Âsungen wie beispielsweise das Pioneer AVH-Z5000DAB erkennen anhand der Handbremsstellung, ob der Wagen steht oder f├Ąhrt. Und das Tastatureingabe-Icon blenden sie nur bei stehendem Fahrzeug ein.

Der doch recht komplexe Einbau dieser Nachr├╝stl├Âsungen d├╝rfte in der Regel in einer Fachwerkstatt durchgef├╝hrt werden.

6.2 Mazda bietet Carplay auch zur Nachr├╝stung an

Mazda bietet seit Juli Carplay f├╝r Neuwagen ab Werk und f├╝r Gebrauchtwagen zur Nachr├╝stung an. Voraussetzung ist, dass in dem Neu- oder Gebrauchtwagen das Infotainmentsystem Mazda MZD Connect verbaut ist. ┬á Mazda f├╝hrte MZD Connect erstmals mit dem Mazda 3 im Jahr 2013 an ÔÇô bis dahin soll sich Carplay also laut Hersteller nachr├╝sten lassen.

Die Umr├╝stung zur Nutzung von Apple CarPlay und Android Auto beinhaltet ein Softwareupdate sowie die Installation eines neuen USB-Hubs. Das Smartphone wird dann ├╝ber Kabel mit dem neuen USB-Hub verbunden, kabelloses Carplay wird also nicht unterst├╝tzt.

Sie k├Ânnen Carplay wie auch das gesamte sonstige MZD Connect w├Ąhrend der Fahrt ├╝ber den Multi-Commander auf der Mittelkonsole oder per Sprachsteuerung bedienen. Die Bedienung per Touchscreen ist dagegen nur im Stand beziehungsweise bis zu 8 km/h Geschwindigkeit m├Âglich. Diese Besonderheit hat Mazda schon immer bei seinem Infotainmentsystem MZD Connect gepflegt .

Mazda bietet jetzt Carplay für Neuwagen ab Werk und für Gebrauchtwagen zur Nachrüstung an. Voraussetzung ist das Infotainmentsystem Mazda MZD Connect.
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© Mazda

Die Kosten: Die Kosten der Integration von Carplay und Android Auto (den Support f├╝r beide Systeme gibt es nur im Paket) belaufen sich als Option f├╝r Neufahrzeuge auf 300 Euro und als Nachr├╝st-Kit auf 220 Euro zuz├╝glich Einbaukosten. Ein konkretes Beispiel: F├╝r einen Mazda 3, Baujahr 2014, kommt der Einbau des Nachr├╝stkits insgesamt auf 350 Euro. Wobei nach den uns vorliegenden Informationen Mazda-H├Ąndler aktuell mit etwas g├╝nstigeren Einbau-Angeboten locken. Der Einbau dauert 1,5 bis 2 Stunden f├╝r einen Mazda 3, Bj. 2014.

MZD Connect im Mazda 3 im Test

Genug der Vorrede, wenden wir uns nun Carplay im Detail zu.


7. Funktionsumfang von Carplay

Der Fokus von Carplay liegt auf Telefonie und Nachrichtenversand ├╝ber das gekoppelte iPhone, Navigation ├╝ber die iPhone-Karten-App (mit typischen Navigations-Funktionen wie Turn-by-Turn und Verkehrslage-Informationen) und dem Anh├Âren von Musik und H├Ârb├╝chern von Apple Music. Falls Sie erwarten, dass alle Ihre vertrauten iPhone-Apps gespiegelt auf dem Carplay-Bildschirm im Auto zur Verf├╝gung stehen: Fehlanzeige. Apple l├Ąsst nur einige ausgew├Ąhlte eigene und fremde Apps f├╝r Carplay zu.

7.1 Navigation

7.1.1 Navigation mit Apple Karten App und Siri

Reine Online-Navigation: Einen Offline-Modus wie Google Maps besitzt die Apple-Karten-App nicht, sie l├Ądt also nicht nur die Verkehrslageinformationen, sondern auch das Kartenmaterial fortlaufend von den Apple-Servern herunter. Bei regem Gebrauch der Karten-App kann das monatliche Frei-Volumen des Mobilfunkvertrags schnell aufgebraucht sein. Danach surfen Sie nur noch mit deutlich gedrosseltem Tempo oder m├╝ssen extra zahlen. Und im Ausland au├čerhalb der EU drohen auch noch Roamingkosten. In abgelegenen Regionen mit schlechter oder ├╝berhaupt keiner Mobilfunkverbindung funktioniert die Karten-App nicht (was in unserem Test aber nur selten und nur f├╝r ganz kurze Zeit der Fall war und die Navigation nicht entscheidend behinderte).

Apple Karten in Carplay auf dem Discover Premium im VW Touareg
Vergr├Â├čern Apple Karten in Carplay auf dem Discover Premium im VW Touareg

Solide Navigation: Die Navigation selbst funktioniert einwandfrei, inklusive gesprochenen und angezeigten Abbiegehinweisen und einer zoombaren Kartenansicht. Die Apple Karten-App bietet typische Navigations-Funktionen wie Turn-by-Turn und Verkehrslage-Informationen. Die Kartendarstellung ist ├╝bersichtlich, das Routing war exakt. Bei der Navigation haben Sie die Wahl zwischen 2D- oder 3D-Ansicht. Die Karte kann man mit dem Finger verschieben und zoomen. Alternativrouten werden automatisch zur Auswahl angezeigt, die gew├╝nschte Route kann man mit dem Finger antippen und ausw├Ąhlen.

Siri ist mitunter st├Ârrisch: Grunds├Ątzlich kann man Ziele mit Siri und ├╝ber den Touchscreen eingeben. Bei der Eingabe von Navigationszielen via Siri scheint die Qualit├Ąt der Mobilfunkverbindung ├╝ber Erkennung und Nichterkennung von Zielen zu entscheiden, hier scheint LTE unbedingt n├Âtig zu sein: Mitunter verschluckte Siri den Stra├čennamen und die Hausnummer und lotste nur zur Stadt. Au├čerdem nervt Siri mit der Angewohnheit, bei der Navigation bevorzugt Adressen aus den Kontakten anzusteuern, obwohl man diese ├╝berhaupt nicht meinte. Bei Adressen, die Siri noch nicht kannte, scheiterten unsere Versuche gelegentlich komplett: Siri erkannte entweder eine v├Âllig falsche Adresse, teilweise sogar in einer falschen Stadt, oder aber sagte, dass keine Adresse erkannt wurde.

Touchscreen schl├Ągt Siri: Sie k├Ânnen das st├Ârrische Siri bei der Eingabe von Navigationszielen aber umgehen, indem Sie das Ziel auf der virtuellen Tastatur des Touchscreens eingeben. Das klappt immer; ├╝ber das Tastatur-Icon rechts oben kann man diese Tastatur aktivieren und dann die Adresse eingeben. Damit erreichten wir unsere Navigationsziele einwandfrei, selbst wenn Siri zuvor gescheitert ist.

Dom, Pl├Ąrrer, Tankstellen ÔÇô kein Problem: Gut klappte die Zieleingabe bei Sehensw├╝rdigkeiten, zum Beispiel bei einem Dom in einer fremden Stadt - hier lotste uns Siri zur richtigen Adresse. Ebenso kannte Siri den N├╝rnberger Pl├Ąrrer. Und ruck-zuck lotste uns Siri zur n├Ąchstgelegenen Tankstelle. Die Tankstellensuche klappte an verschiedenen Orten einwandfrei. Und das alles nur per Sprachbedienung - top.

Wenn die Navigation gestartet ist, l├Ąuft sie im Hintergrund weiter, wenn man eine andere App startet. Am oberen Bildschirmrand wird dann die n├Ąchste Abbiegung angezeigt. ├ťber das Karten-Icon links oben kann man jederzeit die Karte wieder ├Âffnen.

Cool: Eine auf dem iPhone gestartete Navigation wird beim Einstecken des Lightning-Kabels nahtlos auf Carplay fortgesetzt. Man kann Siri auch fragen, wo man gerade ist. Siri liefert dann nicht nur den Stra├čennamen, sondern ├Âffnet auch gleich eine Karte.

TomTom-Verkehrslagedaten und Wetterbericht: Auf der Karte zeigte uns die Karten-App exakt die Verkehrslage an ÔÇô den TomTom-Echtzeit-Verkehrsinformationen sei dank. Dementsprechend genau prognostizierte die Karten-App auch unsere Ankunftszeit. Man kann sich von Siri aber auch ab und zu die voraussichtliche Ankunftszeit ansagen lassen: ÔÇ×Hey Siri, Ankunftszeit?ÔÇť Das klappte im Test unkompliziert. In diesem Zusammenhang auch interessant: Den Wetterbericht f├╝r einen gew├╝nschten Standort liest Siri auf Wunsch sofort vor.

Die Karten-App kann Abbiege-Hinweise im Turn-by-Turn-Modus auch direkt im Cockpit anzeigen (so wie man es von den fest verbauten Systemen der Fahrzeughersteller bereits kennt). Sofern das Fahrzeug das unterstützt. Derzeit dürfte das bei keinem PKW der Fall sein.
Vergr├Â├čern Die Karten-App kann Abbiege-Hinweise im Turn-by-Turn-Modus auch direkt im Cockpit anzeigen (so wie man es von den fest verbauten Systemen der Fahrzeughersteller bereits kennt). Sofern das Fahrzeug das unterst├╝tzt. Derzeit d├╝rfte das bei keinem PKW der Fall sein.
© Apple

Abbiege-Hinweise im Cockpit direkt vor dem Fahrer: Die Apple-Karten-App erm├Âglicht seit iOS sogar Turn-by-Turnanweisungen im Cockpit direkt im Sichtfeld des Fahres, falls das Fahrzeug das technisch unterst├╝tzt (was derzeit aber bei keinem Modell der Fall sein d├╝rfte). Reservierungen und Bezahlvorg├Ąnge via Apple Pay f├╝r Uber, Lyft und Restaurants sind direkt aus der Kartenapp heraus m├Âglich.

Wo wurde das Auto geparkt: iOS 10 kann den Nutzer zudem proaktiv daran erinnern, wo┬ádas geparkte Auto┬ásteht. Das Ganze funktioniert nur, wenn das eigene Auto mit Carplay ausger├╝stet ist. Verliert das iPhone die Verbindung zu dem System, merkt sich es automatisch den Ort in der Karten-App. Kurz danach schickt das iPhone eine Benachrichtigung, hier kann man noch die zus├Ątzlichen Infos wie die genaue Parkplatz-Nummer oder den Stockwerk im Parkhaus eintragen.

7.1.2 Alternative Navigations-Apps wie Google Maps oder Sygic

F├╝r die Navigation stand vor iOS 12 nur die Karten-App von Apple zur Verf├╝gung. Mit dem Update auf iOS 12 im Herbst 2018 unterst├╝tzt Carplay aber endlich auch Navigationsl├Âsungen von Drittanbietern. Sie k├Ânnen jetzt also zum Beispiel Google Maps und TomTom auch unter Carplay zur Navigation nutzen.

Der slowakische Navigationsspezialist Sygic hat am 12.10.2018 mitgeteilt, dass Sygic Car Navigation mit Carplay-Konnektivit├Ąt ab sofort im App Store verf├╝gbar ist. Sygic GPS Navigation mit Carplay-Konnektivit├Ąt befindet sich dagegen noch im ├ťberpr├╝fungsprozess und soll nach der Abnahme durch Apple in K├╝rze ver├Âffentlicht werden. Mit Sygic Car Navigation steht somit neben Apple Karten und Google Maps eine weitere Navigationsl├Âsung f├╝r Carplay zur Verf├╝gung. Anders als Apple Karten und Google Maps ist Sygic Car Navigation aber eine komplette Offline-Navigation, das hei├čt, das Kartenmaterial wird vollst├Ąndig auf das iPhone heruntergeladen (bei Google Maps k├Ânnen Sie zumindest ausgew├Ąhlte Kartenabschnitte herunterladen).

Google Maps in Carplay auf dem Discover Premium im VW Touareg
Vergr├Â├čern Google Maps in Carplay auf dem Discover Premium im VW Touareg

Sygic GPS Navigation and Sygic Car Navigation sind separate Navigations-Apps, f├╝r jede brauchen Sie eine eigene Lizenz. GPS Navigation soll die moderner Oberfl├Ąche besitzen und neue Funktionen als erstes erhalten. Car Navigation l├Ąsst sich dagegen teilweise auch mit dem Infotainmentsystem eines Fahrzeugs verbinden. Falls Sie aber ohnehin Carplay verwenden, spielt dieser Vorteil von Sygic Car Navigation keine Rolle.

So stellt sich Sygic die Integration seiner Navi-App in Carplay vor.
Vergr├Â├čern So stellt sich Sygic die Integration seiner Navi-App in Carplay vor.
© Sygic

Ein Video zeigt, wie die Navigations-App auf Carplay aussehen soll. Im Unterschied zu Apple Karten bietet die Sygic-App eine Offline-Navigation, die App l├Ądt ihr Kartenmaterial also nicht st├Ąndig aus dem Internet nach und ben├Âtigt dementsprechend auch keine durchgehende Internetverbindung.

Die TomTom-Navigations-App steht f├╝r Carplay ebenfalls als Alternative zu Apple Karten, Google Maps und Sygic zur Verf├╝gung. Die App hei├čt nun TomTom Go Navigation App statt TomTom Go Mobile App. Sie erh├Ąlt w├Âchentliche Updates f├╝r Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrsflussrichtung und Stra├čensperren . Hier lesen Sie alle Details.

Damit beseitigt Apple eine der gr├Â├čten Schwachstellen von Carplay. Denn unter Carplay l├Ąsst sich nur Apple Karten zur Navigation verwenden. Apple Karten stellt zwar die genauen Verkehrslagedaten von TomTom zur Verf├╝gung und auch das Kartenmaterial ist ziemlich exakt. Doch Apple Karten ist ausschlie├člich eine Online-Navigationsl├Âsung ÔÇô ohne st├Ąndige Anbindung an die Apple-Server via Mobilfunk k├Ânnen Sie Apple Karten nicht nutzen. Und anders als bei Google Maps k├Ânnen Sie bei Apple Karten nicht vorher im WLAN das n├Âtige Kartenmaterial auf das iPhone herunterladen. Gerade in Gegenden mit schlechter Mobilfunkabdeckung l├Ąsst sich Apple Karten also schlecht nutzen, weil die Navigation immer wieder mal abbrechen kann. Zudem kann es bei h├Ąufigem Einsatz vorkommen, dass durch das st├Ąndige Nachladen von Karten aus dem Internet das monatliche Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags durch Apple Karten ausgesch├Âpft wird. Bei der Nutzung von Apple Karten au├čerhalb der EU fallen zudem hohe Roamingkosten an. Und schlie├člich sind einfach viele Nutzer Google Maps zur Navigation gewohnt und m├Âchten diese App auch unter Carplay verwenden. Doch nicht nur Google Maps, sondern auch anderen Navigations-Apps wie zum Beispiel Here We Go oder Waze will Apple mit Carplay ab iOS 12 unterst├╝tzen.

7.2 Unterhaltung: Carplay rockt den Wagen

Carplay unterst├╝tzt diverse Musik-Streaming-Dienste, darunter Spotify, Beats Radio, iHeartRadio, Stitcher, Audible und TuneIn Radio, vor allem aber Apple Music und iTunes. Webradio konnten wir perfekt ├╝ber die TuneIn-App von unserem iPhone h├Âren. Und H├Ârbuch-Fans kommen dank Carplay ebenfalls auf ihre Kosten.

Bei der Music-App von Apple gab es Licht und Schatten. Grunds├Ątzlich konnten wir mit dem Befehl ÔÇ×Hey Siri, MusikÔÇť die App starten und sie spielte auch gleich Musik ab. Doch bis wir zu unserem gew├╝nschten Lied durchgedrungen sind, kostete es mitunter einige Zeit. Die dadurch verursachte Ablenkung ist im morgendlichen dichten Verkehr auf dem Mittleren Ring von M├╝nchen nicht unbedingt ein Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit. So konnten wir zwar zu den Playlists wechseln, doch die definitiv vorhandene Playlist Best of erkannte Siri via Carplay nicht.

Hörbücher in Stitcher
Vergr├Â├čern H├Ârb├╝cher in Stitcher

Das Erkennen einzelner Musiktitel klappte dagegen gro├čenteils gut. Wir konnten Siri Musiktitel nennen, die Carplay dann auch sofort abspielte. Mitunter kam es aber vor, dass Siri zwar den Musiktitel erkannte, dann aber die gerade laufende Playlist verlie├č und den Musiktitel aus einer anderen Quelle abspielte - beispielsweise statt von den auf unserem iPhone 6 gespeicherten MP3s die Version von Apple Music. Die dann allerdings nicht die von uns gew├╝nschte Variante war.

Ein Hörbuch in Stitcher
Vergr├Â├čern Ein H├Ârbuch in Stitcher

Au├čerdem konnten wir mit Hilfe von Siri Lieder jederzeit anhalten und auch zum n├Ąchsten Titel vorspulen. Wobei sich diese Funktionen ├╝ber die gro├čen Schaltfl├Ąchen auf dem Touchscreen des Fahrzeugs schneller ansteuern lassen; daf├╝r ist Siri nicht die beste L├Âsung.

Alles in allem war die Bedienung des Bereichs Musik ├╝ber Siri langsamer und mit mehr Fehlern behaftet als ├╝ber die gut umgesetzte Touchbedienung. Letztere f├Ąllt dank der gro├čen Schaltfl├Ąchen auf dem Touchscreen relativ leicht.

n-tv-App f├╝r Carplay verf├╝gbar: Die vergleichsweise kleine Zahl an Apps f├╝r Carplay wuchs Mitte April 2019 um eine Nachrichten-App, n├Ąmlich um die App des Nachrichtensenders n-tv. Die App liefert alle Inhalte, die in der Audio-Rubrik der n-tv-App verf├╝gbar sind.

n-tv-App unter Carplay im 3er BMW. Auf dem Homescreen von Carplay sieht man zudem die Icons von Sygic Navigation und Whatsapp. Beide Apps kamen erst lange nach dem Start von Carplay auf die Liste der kompatiblen Apps.
Vergr├Â├čern n-tv-App unter Carplay im 3er BMW. Auf dem Homescreen von Carplay sieht man zudem die Icons von Sygic Navigation und Whatsapp. Beide Apps kamen erst lange nach dem Start von Carplay auf die Liste der kompatiblen Apps.

Damit k├Ânnen Autobesitzer die n-tv Audio-Nachrichten, Podcasts und Talks h├Âren. F├╝r Android Auto ist die n-tv-App schon l├Ąnger verf├╝gbar.

n-tv-App unter Carplay Detail
Vergr├Â├čern n-tv-App unter Carplay Detail

Falls Sie einen l├Ąngeren USA-Aufenthalt planen: Carplaynutzer in den USA k├Ânnen jetzt auch Sirius XM Radio ├╝ber Carplay h├Âren, wie 9to5mac berichtet. Die iOS-App von Sirius XM Radio ist ab sofort Carplay-kompatibel. Der Satellitenradioanbieter Sirius XM Radio bietet Radioempfang ohne Werbeunterbrechungen, ist aber kostenpflichtig. In den USA ist Sirius XM Radio mit ├╝ber 25 Millionen Nutzern eine ernstzunehmende Gr├Â├če, hierzulande spielt dieses Angebot aber keine Rolle beziehungsweise ist nicht empfangbar.

Carplay unterst├╝tzt Google Play Music: Seit dem 21. Juli 2017 k├Ânnen Carplay-Nutzer auch Musik von Google Play Music h├Âren. Dazu m├╝ssen Sie auf Ihrem iPhone die Google Play Music App installieren. Die App wird dann automatisch zu Carplay hinzugef├╝gt und erscheint im Fahrzeug auf dem Homecreen von Carplay. Die genaue Position des Google-Play-Music-Icons k├Ânnen Sie nach Belieben auf dem Homescreen von Carplay positionieren.

Die App ist kostenlos, f├╝r die Nutzung von Google Play Music f├Ąllt aber eine monatliche Geb├╝hr an: 9,99 Euro pro Monat f├╝r eine Einzellizenz oder 14,99 Euro pro Monat f├╝r die Familienmitgliedschaft an. 30 Tage lang k├Ânnen Sie das Musikstreaming-Angebot kostenlos testen. Die Preise sind also identisch mit denen von Apple Music; mit dem Unterschied, dass Sie Apple Music sogar drei Monate lang gratis ausprobieren k├Ânnen und es daf├╝r auch noch eine Studentenmitgliedschaft gibt, die 4,99 Euro pro Monat kostet.

Der Screenshot zeigt Carplay auf unserem iPhone 6. Rechts unten ist das neue Google-Play-Music-Icon.
Vergr├Â├čern Der Screenshot zeigt Carplay auf unserem iPhone 6. Rechts unten ist das neue Google-Play-Music-Icon.

Die Carplay-Version von Google Play Music teilt sich in vier Bereiche: Home (mit den Empfehlungen, die unter anderem auf Ihren H├Ârgewohnheiten basieren), Recents (mit den zuletzt geh├Ârten Titeln), Music Library (Ihre Playlists) und Stations (zur Suche nach neuen Titeln). Durch das Hinzuf├╝gen von Google Play Music steht dem Carplay-Nutzer nun neben Apple Music, Spotify, Pandora und iHeartRadio eine weitere Unterhaltungsquelle zur Verf├╝gung.

7.3 Telefonie, SMS, iMessage, Whatsapp

Telefonate lassen sich problemlos mit Siri via Carplay annehmen und f├╝hren. Wenn Sie einen Anruf t├Ątigen, k├Ânnen Sie wahlweise die Nummern in einem Rutsch aufsprechen oder einen Kontakt aus dem Telefonbuch des iPhones anrufen lassen oder aber die Nummer auch per Ziffernblock eintippen. Auch Facetime-Anrufe sind m├Âglich, sofern zu einem Kontakt ein Facetime hinterlegt ist.

Geht ein Anruf ein, w├Ąhrend Apple Music ein Lied abspielt, dann unterbricht Carplay die Musik f├╝r den eingehenden Anruf. Ebenso blendet Carplay eine laufende Navigation auf der Apple-Kartenapp f├╝r einen eingehenden Anruf aus; die Navigation l├Ąuft aber im Hintergrund weiter.

Ebenso unkompliziert konnten wir Kurznachrichten (SMS und iMessages sowie seit Ende Januar 2018 auch Whatsapp ) ├╝ber Siri und Carplay diktieren und verschicken. Siri liest zudem eingegangene Kurznachrichten einwandfrei vor, die man direkt per Sprachbefehl beantworten kann. Dazu diktiert man den Text der SMS und verschickt sie dann. SMS kann man an Nummern oder Eintr├Ąge aus dem Telefonbuch senden. Hat man eine Nachricht aufgesprochen, kann man sie sich zur Sicherheit nochmal vorlesen lassen und nachtr├Ąglich nochmal korrigieren. Oder eben abschicken lassen. Tastatureingaben sind daf├╝r nicht erforderlich, alles geht ├╝ber Siri. Das Verschicken von SMS klappte im Test selbst bei lauten Fahrger├Ąuschen super.

Wenn man den Men├╝punkt Nachrichten w├Ąhlt, liest einem Siri nicht nur die Voicemails vor, also die Nachrichten auf der Mailbox des iPhones, sondern auch alle Nachrichten, die Apps auf dem iPhone geschickt haben. In unserem Beispiel gab es eine Nachricht von der Sternenatlas-App, die auf ein astronomisches Ereignis hinwies. Ebenso kann man sich Kurznachrichten vorlesen lassen.

Kurztest von Whatsapp im Ford Fiesta : Seit dem Ende Januar 2018 k├Ânnen Sie auch Whatsapp mit Carplay verwenden. Alle Details zum Start der Whatsapp-Integration in Carplay lesen Sie in dieser Meldung. Wir haben Whatsapp im Rahmen von Carplay in einem Subaru XV und in einem Ford Fiesta mit Sync 3 getestet. Dabei zeigte die Whatsapp-Integration in Carplay durchaus Schw├Ąchen.

Gut klappt das Aufsprechen und Verschicken von Whatsapp mit Hilfe von Siri sowohl im Subaru als auch im Ford. Siri liest den von uns aufgesprochenen Text noch einmal zur ├ťberpr├╝fung vor und danach k├Ânnen wir ihn abschicken.

Hier diktieren wir Siri gerade eine neue Whatsapp.
Vergr├Â├čern Hier diktieren wir Siri gerade eine neue Whatsapp.

Der Empfang von neuen Whatsapp-Nachrichten klappt aber nicht immer zuverl├Ąssig. Im Subaru XV wurden uns eintreffende Whatsapp zwar durchaus zeitnah angezeigt. Im Ford Fiesta (dort finden Sie Carplay unter App Link als Bestandteil von Ford Sync 3) dagegen sahen wir keinen Hinweis auf frisch auf dem iPhone eingetroffene Whatsapp. Insbesondere fehlte bei Ford eine farbliche Kennzeichnung auf dem Whatsapp-Icon von Carplay, dass eine neue Nachricht eingetroffen war.┬á

Das Whatsapp signalisiert uns im Ford Fiesta mit Sync 3 und App Link nie, ob und wie viele neue Whatsapp-Nachrichten eingetroffen sind. Erst wenn wir das Whatsapp-Icon antippen, sehen wir einen Hinweis auf neu eingetroffene Nachrichten.
Vergr├Â├čern Das Whatsapp signalisiert uns im Ford Fiesta mit Sync 3 und App Link nie, ob und wie viele neue Whatsapp-Nachrichten eingetroffen sind. Erst wenn wir das Whatsapp-Icon antippen, sehen wir einen Hinweis auf neu eingetroffene Nachrichten.

Erst wenn wir das Whatsapp-Icon antippen, sehen wir auf dem darauf folgenden Bildschirm einen Hinweis auf neu eingetroffene Nachrichten: Der "Ungelesen"-Button signalisiert uns das Vorliegen neuer Nachrichten.

Das "Ungelesen" signalisiert: Neue Whatsapp sind tatsächlich eingetroffen. Doch das grüne Whatsapp-Icon weist darauf nicht hin.
Vergr├Â├čern Das "Ungelesen" signalisiert: Neue Whatsapp sind tats├Ąchlich eingetroffen. Doch das gr├╝ne Whatsapp-Icon weist darauf nicht hin.

Als wir Siri um das Vorlesen der neu eingetroffenen Nachrichten bitten, verabschiedet sich Siri mit dem Hinweis, dass ein Fehler mit Whatsapp vorliege. Die neuen Nachrichten liest uns Siri jedenfalls nicht vor. Dieser Fehler tritt aber nicht immer auf, mitunter liest uns Siri die eingetroffenen Nachrichten dann doch vor. Ob diese Probleme durch Ford Sync 3 App Link verursacht werden oder an der Whatsapp-Integration in Carplay liegen, k├Ânnen wir nicht sagen.

Schlecht: Whatsapp in Carplay zeigt zudem keine an die Whatsapp angeh├Ąngten Bilder oder Videos an. Auch nicht im Stand bei abgestelltem Motor. Die bisherigen Whatsapp-Chat-Verl├Ąufe k├Ânnen wir in Carplay nicht einsehen. Wir sehen (wenn ├╝berhaupt) immer nur die Whatsapp-Nachrichten, die auf unserem iPhone eintreffen, w├Ąhrend es mit Carplay verbunden ist.

Tipp: Sie k├Ânnen ├╝brigens Whatsapp-Nachrichten ├╝ber Carplay auch ohne Bluetooth-Koppelung verschicken, da Bluetooth nur f├╝r Telefonate ben├Âtigt wird. Die reine Datenverbindung l├Ąuft dagegen ├╝ber das Lightning-Kabel (beziehungsweise bei Wireless Carplay ├╝ber WLAN).

Nachrichten-Sperre: Das iPhone zeigt seit iOS 11 keine eingehenden Nachrichten an, wenn es unter anderem durch die Bluetooth-Koppelung erkannt hat, dass es sich in einem fahrenden Auto befindet. Damit soll die Ablenkungsgefahr f├╝r den Fahrer reduziert werden. Der iPhone-Besitzer kann diese Funktion aber abschalten.

iOS 11 sorgt dafür, dass das angeschlossene iPhone während der Fahrt keine Nachrichten anzeigt.
Vergr├Â├čern iOS 11 sorgt daf├╝r, dass das angeschlossene iPhone w├Ąhrend der Fahrt keine Nachrichten anzeigt.

7.4 Kein Office und keine Mail

Eine Office-L├Âsung fehlt, selbst ein Mailclient ist nicht vorhanden. Sie k├Ânnen also zwar Anrufe via Carplay starten und Kurznachrichten lesen und verschicken, aber keine Mails aufsprechen.


8. So starten Sie Carplay

Kabel einstecken: In der Regel reicht es, wenn Sie das iPhone per Lightning-Kabel mit dem USB-Port des Infotainmentsystems verbinden. Das Infotainmentsystem erkennt das iPhone automatisch und startet dann Carplay. So ist das beispielsweise im VW Bus T6 und im Seat Ibiza Connect sowie im Audi A4, in der E-Klasse von Mercedes-Benz und im Skoda der Fall. Der Bildschirm des iPhones wird dagegen gesperrt.

Kabellos nur mit WLAN und Bluetooth:  Bei Fahrzeugen mit Wireless Carplay - bei Redaktionsschluss waren das nur BMWs - muss das iPhone einmal mit ConnectedDrive gekoppelt werden. Danach erkennt ConnectedDrive das iPhone immer, sobald es sich im Wagen befindet und WLAN und Bluetooth auf dem iPhone aktiviert sind. Carplay steht dann nach wenigen Sekunden automatisch zur Verfügung.

Lese-Tipp: Touchscreen im Auto: Vorteile und Nachteile

9. So nutzen Sie Carplay

9.1 Startbildschirm

Nach dem Start pr├Ąsentiert sich der Homescreen von Carplay auf allen Fahrzeugen aller Hersteller mit dem gleichen Homescreen. Wenn man also Carplay einmal genutzt hat, findet man sich sofort wieder zurecht, auch wenn man das Fahrzeug gewechselt hat.

Der Homescreen besteht aus mindestens einer Bildschirmseite mit gro├čen Icons f├╝r jede App. Wenn man zus├Ątzlich zu den von Apple selbst stammenden Carplay-kompatiblen Apps auch einige Carplay-taugliche Apps von Drittanbietern auf dem iPhone installiert hat, wie Spotify, Stitcher oder TuneIn Radio, dann hat der Homescreen auch noch eine weitere Seite. Zwischen beiden Seiten man bei Fahrzeugen mit Touchscreen durch eine Fingerwischbewegung bequem wechseln. Bei (├Ąlteren) Fahrzeugen ohne Touchscreen (beispielsweise von Audi oder Mercedes-Benz) wechselt man die Seite mit dem Controller auf der Mittelkonsole.

So sieht der Home Screen von CarPlay im Seat Ibiza Connect aus, wenn auf dem iPhone 6 keine zusätzlichen CarPlay-Apps installiert sind. Es gibt dann nur eine Seite.
Vergr├Â├čern So sieht der Home Screen von CarPlay im Seat Ibiza Connect aus, wenn auf dem iPhone 6 keine zus├Ątzlichen CarPlay-Apps installiert sind. Es gibt dann nur eine Seite.

Auf der ersten Seite des Homescreens finden sich immer die Icons f├╝r Telefonie, Musik vom iPhone/Apple Music, Karten-App und Nachrichten sowie die H├Ârbuch-App. Dazu kommt noch ein Icon, mit der man die aktuelle Musikquelle aufrufen kann. Die Automobil-Hersteller binden zudem ein eigenes Icon ein, das auf den Startbildschirm von Carplay zur├╝ckf├╝hrt. Das ist zum Beispiel bei VW und Seat sowie Audi der Fall. Aber auch Dritt-Anbieter-Apps wie Audible und TuneIn legen hier ihre Icons ab.

Die erste Seite unseres Home Screens im T6.
Vergr├Â├čern Die erste Seite unseres Home Screens im T6.

9.2 Intuitive und ├╝bersichtliche Oberfl├Ąche

Der Carplay-Bildschirm ist aufger├Ąumt und erfreut das Auge des Betrachters mit gro├čen ├╝bersichtlichen Schaltfl├Ąchen und angenehmer Optik. Alle Schaltfl├Ąchen sind ausreichend gro├č, lassen sich bei Fahrzeugen mit Touchscreen gut mit dem Finger treffen und der Touchscreen reagiert z├╝gig. ├ťber den Homebutton links unten kommt man immer und von jedem Bildschirm zur├╝ck zum Startbildschirm. Ein kurzer Druck auf den Homebutton bringt einen zum Startbildschirm zur├╝ck, ein langer Druck startet Siri.

Bedienung: Die Bedienung erfolgt ├╝ber den Touchscreen (tippen und wischen) oder ├╝ber Siri sowie bei einigen (├Ąlteren) Modellen von Audi oder Mercedes-Benz ├╝ber die Controller auf der Mittelkonsole. Siri ist aber ganz klar das Mittel der Wahl. Siri startet auch automatisch beim ├ľffnen bestimmter Men├╝s wie Telefon (das Icon links oben) oder Nachrichten oder Karten. Doch mit einem langen Druck auf dem Homebutton links unten k├Ânnen Sie Siri auf dem Carplay-Bildschirm genauso wie auf dem iPhone unabh├Ąngig von bestimmten Apps starten.

Teilweise kann Carplay auch ├╝ber die Lenkradtasten - recht gut gel├Âst im Audi A4 und in der Mercedes-Benz E-Klasse - und die Bedienelemente des Radios bedient werden.

Galerie: Alle Auto-Tests auf einen Blick

9.3 Siri: Carplay gehorcht aufs Wort (meistens)

Die Touchbedienung funktioniert zwar sehr gut, hat aber den Nachteil, dass man daf├╝r den Blick vom Verkehrsgeschehen abwenden und auf den Bildschirm schauen muss. Wir haben deshalb bei unseren Testfahrten versucht, Carplay haupts├Ąchlich ├╝ber Siri zu bedienen.

Hey Siri: Siri startet - zumindest theoretisch - auf drei unterschiedliche Arten:

  1. durch den bereits erw├Ąhnten langen Druck auf die Home-Taste links unten im Carplay-Bildschirm des PKWs (bei Autos ohne Touchscreen durch einen langen Druck auf das Touchpad auf dem Controller).

  2. Oder durch den Weckruf ÔÇ×Hey SiriÔÇť.

  3. Oder durch einen langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste auf dem Lenkrad des Autos.

Tipp: Falls Sie ÔÇ×Hey SiriÔÇť nutzen wollen, aktivieren Sie diese Einstellung vor dem Losfahren in Ihrem iPhone unter "Einstellungen, Allgemein, Siri".

Der Weckruf "Hey Siri" klappte in unseren Tests im T6 und im Seat tadellos. Siri regelt sofort die Lautst├Ąrke des Radios herunter, sobald man die Sprachsteuerung aktiviert, zum Beispiel um eine SMS zu versenden. Hat man die Nachricht verschickt, wird das Radio wieder auf laut geschaltet. Top!

Siri bietet via Carplay grunds├Ątzlich den gleichen Funktionsumfang wie auf dem iPhone: Mit Siri kann der Fahrer Anrufe entgegennehmen und starten, Sprachnachrichten w├Ąhrend der Fahrt diktieren und abschicken und auch Lieder abspielen lassen. Letztere wahlweise von der Playlist des iPhones oder von verschiedenen Webradio-/Musik-Streaming-Anbietern.

Oder lassen Sie sich den Wetterbericht f├╝r eine beliebige Stadt vorlesen, den Geburtstag einer bekannten Pers├Ânlichkeit recherchieren, Ihre Termine f├╝r den n├Ąchsten Tag vorlesen (aus Ihrem Kalender), eingegangene Nachrichten vorlesen oder einen Anruf starten. Man kann Siri problemlos einen Kalendereintrag vornehmen lassen. Und nat├╝rlich k├Ânnen Sie mit Siri auch eine Navigation auf der Karten-App starten.

Schwankende Qualit├Ąt der Spracherkennung: Die Leistungsf├Ąhigkeit von Siri - sprich: Erkennungsquote und Reaktionszeit - h├Ąngt ma├čgeblich von der Qualit├Ąt der Mobilfunkverbindung ab. Dieser Aspekt spielt im Auto eine besonders gro├če Rolle, weil die Qualit├Ąt der Mobilfunkverbindung st├Ąndig schwankt. Jeder Tunnel zum Beispiel l├Ąsst Siri deutlich langsamer werden. Zudem steigt die Fehlerquote bei der Erkennung. Da Siri zudem direkt auf dem iPhone ausgef├╝hrt augenscheinlich leistungsf├Ąhiger ist als wenn Sie Siri ├╝ber Carplay verwenden, kommt es vor, dass Navigationsziele oder Musiktitel via Carplay nicht oder zumindest weniger zuverl├Ąssig erkannt werden.

Damit Carplay Spa├č und Sinn macht, ist zwingend eine gute Mobilfunkverbindung erforderlich. Mit Edge-Tempo geht nichts, sowohl Carplay als auch Android Auto und Mirrorlink ben├Âtigen mindestens UMTS-Bandbreite, damit die Sache rund l├Ąuft und sich die Sprachsteuerung gut bedienen l├Ąsst. So richtig rund funktionierte speziell Siri im Test aber nur mit einer LTE-Verbindung. Ist die Verbindung schlechter, reagiert Siri nicht nur langsamer, sondern versteht oft auch falsch.

Kurios: Die Verbindung zwischen Carplay und iPhone scheint Siri zus├Ątzlich mehr Leistung abzufordern. So konnten wir problemlos einige Navigationsziele fehlerfrei direkt auf dem iPhone per Siri eingeben, w├Ąhrend wenige Sekunden sp├Ąter die exakt gleichen Navigationsziele von Siri ├╝ber Carplay nicht mehr richtig verstanden wurden.

Bei einer 3G-Verbindung mit drei Balken k├Ânnen wir Kontakte problemlos via Siri in Carplay anrufen. Ist die Verbindung etwas schlechter, versteht uns Siri nicht mehr, obwohl wir mit Siri direkt auf dem iPhone immer noch die Kontakte anrufen k├Ânnen.

Im Test scheiterte die Verwendung von Siri auf dem Land an einem wolkigen feuchten Abend, weil wir nur eine langsame Edge-Verbindung nutzen konnten. Am n├Ąchsten Tag herrschte strahlender Sonnenschein am exakt gleichen Standort: Wir konnten eine 3G-Verbindung nutzen. Prompt reichte die Mobilfunkverbindung nun f├╝r Siri aus, und wir konnten dar├╝ber eingegangene Kurznachrichten abrufen und beantworten sowie die Karten-App mit Navigationszielen f├╝ttern.

Jetzt wissen Sie alles ├╝ber Carplay. Doch wie gut haben die Automobil-Hersteller Carplay tats├Ąchlich in Ihre Fahrzeuge integriert? Wir haben unterschiedliche Modelle getestet. So gut funktioniert Carplay: Unsere Testkandidaten:


10. Weltpremiere: Erster Test von Wireless Carplay - im BMW 740i

Die Integration von iPhones in das Entertainment-Systems eines Autos funktioniert dank Apple Wireless CarPlay jetzt auch kabellos. Bisher gibt es die Technologie allerdings nur bei BMW. Mehr Infos zu Wireless CarPlay erhalten Sie in diesem Video.

BMW kam sp├Ąt. Daf├╝r dann aber gleich richtig gut: Die Integration von Carplay ist nicht nur sehr gut gelungen, sondern funktioniert vom Start weg auch kabellos. Damit sind die Bayern einsame Spitze. Denn BMW war weltweit der erste Automobil-Hersteller, der kabelloses Carplay in seinen Fahrzeugen verbaut. Bis heute (Stand: Mai 2019) ist BMW fast allein auf diesem Gebiet unterwegs!

Splitscreen: LInks der Home Screen von Carplay, rechts die Abbiege-Hinweise der im Hintergrund laufenden Navigation des BMW.
Vergr├Â├čern Splitscreen: LInks der Home Screen von Carplay, rechts die Abbiege-Hinweise der im Hintergrund laufenden Navigation des BMW.

Wichtig: BMW bietet Wireless Carplay nach und nach in allen seinen Modellen an. Also keinesfalls nur im Top-Modell 7er oder im 5er, in denen wir Wireless Carplay getestet haben. Wenn Sie also jetzt ein neues BMW-Fahrzeug kaufen, dann fragen Sie den BMW-H├Ąndler nach Wireless Carplay. Der Aufpreis f├╝r die Sonderausstattung 6CP ÔÇ×Apple CarPlay VorbereitungÔÇť betr├Ągt 300 Euro. Die Entscheidung muss beim Neukauf des Wagens getroffen werden, denn Wireless Carplay l├Ąsst sich nicht sp├Ąter nachr├╝sten!

Carplay auf dem großen Bildschirm im 7er BMW.
Vergr├Â├čern Carplay auf dem gro├čen Bildschirm im 7er BMW.

Test von Wireless Carplay im BMW 740i

Ein BMW 740i war unsere Testbasis. Normalerweise erkennt das Carplay-kompatible Infotainmentsystem eines Fahrzeugs ein iPhone, wenn man das Lightningkabel in den USB-Anschluss des Wagens einsteckt. Die zahlreichen Beispiele daf├╝r von Audi, Daimler, Seat, Skoda und Volkswagen finden Sie in diesem Testberichte weiter unten. Im BMW dagegen starten Sie Carplay, indem Sie das iPhone in den Einstellungen von ConnectedDrive einmal f├╝r Carplay anmelden.

Startbildschirm von BMW ConnectedDrive im 7er. Ganz links der Menü-Punkt Carplay.
Vergr├Â├čern Startbildschirm von BMW ConnectedDrive im 7er. Ganz links der Men├╝-Punkt Carplay.

Wireless Carplay ben├Âtigt Bluetooth und WLAN

Daf├╝r m├╝ssen WLAN und (!) Bluetooth aktiviert sein. ConnectedDrive stellt via Bluetooth die Verbindung zum iPhone her und erledigt dar├╝ber das Setup, die WLAN-Verbindung wird aber zus├Ątzlich ben├Âtigt, um die gro├čen Datenmengen zwischen iPhone und BMW zu ├╝bertragen. Ist die Wireless-Carplay-Verbindung eingerichtet und schaltet man dann Bluetooth auf dem iPhone ab, so funktioniert Carplay weiterhin und spielt zum Beispiel Lieder vom iPhone ab. Unterbricht man dagegen die WLAN-Verbindung, so stoppt Carplay sofort. Ohne WLAN also kein Wireless Carplay. Aktiviert man WLAN dann wieder auf dem iPhone, so steht Carplay nach einigen Sekunden Wartezeit wieder zur Verf├╝gung.

Startbildschirm von BMW ConnectedDrive im 7er. Ganz links der Menü-Punkt Carplay. Jetzt aber spielt Apple Music ein Lied und deshalb zeigt Media/Radio nun ein peppiges Cover.
Vergr├Â├čern Startbildschirm von BMW ConnectedDrive im 7er. Ganz links der Men├╝-Punkt Carplay. Jetzt aber spielt Apple Music ein Lied und deshalb zeigt Media/Radio nun ein peppiges Cover.

Bequemer geht es nicht

Sollten Bluetooth und/oder WLAN auf dem iPhone abgeschaltet sein, wenn Sie Carplay in ConnectedDrive starten, so fordert Sie das iPhone auf, beide Verbindungsarten zu aktivieren. Das Carplay-Men├╝ finden Sie ├╝brigens auf dem iPhone unter ÔÇ×AllgemeinÔÇť.
Sobald das iPhone mit ConnectedDrive gekoppelt ist, steht es via Carplay zur Verf├╝gung. Danach k├Ânnen Sie das iPhone zum Beispiel unter der Armlehne der Mittelkonsole ablegen oder noch besser ganz bequem einfach in der Jackentasche lassen. Eine Kabelverbindung ist ja nicht erforderlich, das oft umst├Ąndliche Einst├Âpseln des Kabels entf├Ąllt.

Links im Splittscreen die laufende Navigation (dabei handelt es sich nicht um die Karten-App vom Carplay, sondern um die im BMW eingebaute Navigation von ConnectedDrive), rechts im Splittscreen die dazu gehörigen Abbiegehinweise. Carplay läuft im Hintergrund weiter.
Vergr├Â├čern Links im Splittscreen die laufende Navigation (dabei handelt es sich nicht um die Karten-App vom Carplay, sondern um die im BMW eingebaute Navigation von ConnectedDrive), rechts im Splittscreen die dazu geh├Ârigen Abbiegehinweise. Carplay l├Ąuft im Hintergrund weiter.

Die fehlende Kabelverbindung von Wireless Carplay hat bei ├Ąlteren iPhones vor iPhone 8/X aber auch einen Nachteil: Das iPhone wird w├Ąhrend der Fahrt nicht aufgeladen. BMW verbaut zwar eine induktive Qi-Ladeschale unter der Mittelarmlehne, doch erst das iPhone 8 unterst├╝tzt das kabellose Aufladen das Akkus.

Wireless-Charging-Hülle, die BMW für 60,50 Euro verkauft
Vergr├Â├čern Wireless-Charging-H├╝lle, die BMW f├╝r 60,50 Euro verkauft

Wireless-Charging-H├╝lle f├╝r iPhone

Es gibt aber eine Notl├Âsung f├╝r ├Ąltere iPhones: Sie stecken das iPhone in eine induktive Ladeschale (Wireless-Charging-H├╝lle), die zum Beispiel BMW hier f├╝r 60,50 Euro verkauft. Diese Wireless Charging H├╝lle ist kompatibel zu iPhone 5/5s, iPhone 6/6s und iPhone 6/6s Plus, nicht aber zum iPhone 7. Sie bekommen aber solche Lade-H├╝llen auch f├╝r das iPhone 7 und zudem deutlich g├╝nstiger zum Beispiel auf Amazon.

Diese H├╝lle ist aber nicht sicherlich nicht jedermanns Sache ist, schlie├člich wertet sie die Optik des iPhones nicht gerade auf und macht das iPhone zudem gr├Â├čer und unhandlicher.

Links im Splittscreen ein Lied, das Apple Music gerade von unserem iPhone abspielt. Rechts im Splittscreen die Abbiegehinweise der parallel laufenden BMW-Navigation.
Vergr├Â├čern Links im Splittscreen ein Lied, das Apple Music gerade von unserem iPhone abspielt. Rechts im Splittscreen die Abbiegehinweise der parallel laufenden BMW-Navigation.

Im Test zeigte sich aber, dass der durchgehende Betrieb von Wireless Carplay den Akku ohnehin nicht sehr belastet. Zumindest so lange man auf die Navigation mit Apple Karten verzichtet. Als wir unsere Fahrt mit dem iPhone 6 begonnen haben, war dessen Akku zu 100 Prozent aufgeladen. Wir haben w├Ąhrend der Fahrt durchgehend Wireless Carplay genutzt und nahezu ununterbrochen ├╝ber Apple Music Lieder von unserem iPhone abgespielt. Nach 1 Stunde und 15 Minuten Fahrtzeit zeigte die Akku-Ladung noch 96 Prozent, die aber bereits wenige Sekunden nach unserer Ankunft und nachdem wir Carplay abgeschaltet hatten auf 95 Prozent umsprangen. Unser iPhone 6 hatte also nach 1.15 h Dauereinsatz von Wireless Carplay mit Apple Music nur knapp f├╝nf Prozent Akku-Ladung eingeb├╝├čt.

An der Ladebuchse unter der Mittelarmlehne können Sie das iPhone aufladen.
Vergr├Â├čern An der Ladebuchse unter der Mittelarmlehne k├Ânnen Sie das iPhone aufladen.

Nichtsdestotrotz k├Ânnen Sie das iPhone nat├╝rlich auch weiterhin per Lightning-Kabel an eine Bordsteckdose im BMW anschlie├čen, um es aufzuladen. Nur flie├čen durch das Lightningkabel eben nur Strom, aber keine Daten.

Apple Carplay steht als Menü-Punkt in den Einstellungen von ConnectedDrive zur Verfügung.
Vergr├Â├čern Apple Carplay steht als Men├╝-Punkt in den Einstellungen von ConnectedDrive zur Verf├╝gung.

Optik und Bedienung

ConnecedDrive blendet f├╝r Carplay ganz links auf dem Startbildschirm im BMW einen eigenen, etwas versteckt wirkenden Men├╝-Punkt ein. Sofern Sie aber gerade ein Lied von Apple Music abspielen, zeigt das Icon Media/Radio-Icon ganz links das Cover des gespielten Albums an.

Apple Carplay steht als Menü-Punkt in den Telefonie-Einstellungen von ConnectedDrive zur Verfügung.
Vergr├Â├čern Apple Carplay steht als Men├╝-Punkt in den Telefonie-Einstellungen von ConnectedDrive zur Verf├╝gung.

├ťber den Men├╝-Punkt ÔÇ×Media/RadioÔÇť k├Ânnen Sie jederzeit zwischen Carplay und anderen Unterhaltungsmedien wie zum Beispiel Radio (FM und DAB+) oder Bluetooth-Streaming wechseln. Das klappte im Test reibungslos. Sie k├Ânnen also kurz mal die aktuellen Nachrichten via Radio empfangen und dann wieder zu Apple Music zur├╝ckkehren.

Kartenapp von Carplay
Vergr├Â├čern Kartenapp von Carplay

N├╝tzlicher Splittscreen

Das Infotainmentsystem ConnectedDrive verf├╝gt ├╝ber eine Splitscreen-Darstellung. Falls Sie diese aktivieren, sehen Sie links Carplay ÔÇô entweder den Startbildschirm mit den Icons oder eine konkrete App wie Telefon, Music, Nachrichten oder Karten ÔÇô und rechts daneben eine Information aus dem ├╝brigen ConnectedDrive: Zum Beispiel eine laufende Navigation (wenn es sich dabei nicht um die Apple Karten-App handelt, sondern um die im BMW eingebaute Navigation) oder das Radio des BMWs. Top: Diese Split-Screen-Darstellung bietet perfekten ├ťberblick, etwas vergleichbares stellt derzeit kein anderer Automobil-Hersteller zur Verf├╝gung. Sie k├Ânnen also zum Beispiel auf dem linken Bildschirmteil verfolgen, welches Lied gerade Apple Music abspielt. Oder einen Anruf ├╝ber Carplay und Ihr iPhone t├Ątigen. Oder mit Siri eine Nachricht aufsprechen und verschicken. Und sehen gleichzeitig auf dem rechten Bildschirmteil die n├Ąchste Abfahrt f├╝r Ihre im Hintergrund laufende Navigation.

Nachrichten in Carplay (ohne Whatsapp)
Vergr├Â├čern Nachrichten in Carplay (ohne Whatsapp)

Sprachansagen und Apple Music harmonieren gut

Die Sprachansagen der Navigation blendet ConnectedDrive immer ein und l├Ąsst daf├╝r immer kurz Apple Music verstummen. Sobald die Navigationsansage abgeschlossen ist, spielt Apple Music sein Lied weiter ab.

Telefonie mit Carplay
Vergr├Â├čern Telefonie mit Carplay

Tipp: Es macht durchaus Sinn f├╝r die Navigation die im BMW verbaute L├Âsung zu verwenden und nicht Apple Karten von Carplay. Weil Letztere fortlaufend Kartendaten aus dem Internet bezieht, was zu Lasten Ihres Mobilfunkvertrags geht. Sollten Sie sich aber vor Ort besonders gut orientieren wollen, so k├Ânnen Sie jederzeit die Karten-App als Erg├Ąnzung zur BMW-Navigation starten.

Bedienung von Carplay im BMW

Sie k├Ânnen Carplay auf vier verschiedene Weisen bedienen: Per Touch-Eingabe, ├╝ber den iDrive-Controller auf der Mittelkonsole, per Siri-Sprachbefehl und teilweise auch ├╝ber die Lenkradtasten. Diese vier Bedienkonzepte arbeiten super und erg├Ąnzen sich sehr gut. Typischerweise bedient der Fahrer Carplay mit einer Kombination aus Fingerdruck, Fingerwisch und Sprachbefehl an Siri. Sie k├Ânnen zwischen den einzelnen Apps und den Untermen├╝s, Musiktiteln und Telefonbuchkontakten aber auch mit dem iDrive-Controller navigieren und ausw├Ąhlen. Mit den Lenkradtasten k├Ânnen Sie au├čerdem die Lautst├Ąrke einstellen und mit einem langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste rechts im Lenkrad Siri starten (ein kurzer Druck startet die serienm├Ą├čige Sprachsteuerung im BMW).

Der Vollst├Ąndigkeit halber sei noch erw├Ąhnt, dass die neue Gestiksteuerung im BMW 7er auch f├╝r Carplay zur Verf├╝gung steht. Allerdings ist diese Funktion noch nicht ganz so zuverl├Ąssig wie die die Bedienung per Lenkradtasten oder Drehknopf am Armaturenbrett.

Music spielt in Carplay unsere Lieder, während rechts im Splittscreen die nächsten Abbiege-Hinweise der BMW-Navigation zu lesen sind.
Vergr├Â├čern Music spielt in Carplay unsere Lieder, w├Ąhrend rechts im Splittscreen die n├Ąchsten Abbiege-Hinweise der BMW-Navigation zu lesen sind.

Spitzen-Bildschirm

Der Bildschirm im BMW kann bei Carplay aus drei Gr├╝nden besonders ├╝berzeugen: BMW verbaute im Unterschied zu anderen Premium-Herstellern wie Audi oder Daimler von Anfang an einen Touchscreen. Das erleichtert die Bedienung von Carplay deutlich und macht dieses im BMW deutlich intuitiver als in ├Ąlteren Fahrzeugen von Audi oder Mercedes. Zweitens reagiert der Touchscreen im BMW sehr schnell und zuverl├Ąssig auf Fingereingaben, wir mussten im Test keine einzige Eingabe wiederholen und tippten kein einziges Mal daneben. Und drittens ist der Touchscreen einfach riesig: 10,25 Zoll. Das erh├Âht die Treffsicherheit mit dem Finger und erleichtert die Ablesbarkeit.

Mit dem Finger kann man zum zweiten Bildschirm des Home Screens weiterwischen.
Vergr├Â├čern Mit dem Finger kann man zum zweiten Bildschirm des Home Screens weiterwischen.

ConnectedDrive und Carplay im Parallelbetrieb

Sehr gelungen ist der gleichzeitige Betrieb von ConnectedDrive und Carplay. So k├Ânnen Sie problemlos das eingebaute Radio spielen lassen und dazu die Karten-App von Carplay nutzen. Oder zwischen dem eingebauten Radio und Apple Music beziehungsweise Spotify von Carplay hin- und herspringen. Oder sich von der eingebauten BMW-Navigation lotsen lassen und dazu Apple Music spielen lassen. Alles kein Problem, wie wir im Test feststellen.

Head-Up-Display: Musik-Titelwahl in Apple Music in Carplay.
Vergr├Â├čern Head-Up-Display: Musik-Titelwahl in Apple Music in Carplay.

Headup-Display und Carplay

Extra-Plus: Sogar in seinem Head-Up-Display (HUD) unterst├╝tzt der BMW Carplay. So k├Ânnen Sie sich mit dem R├Ąndelrad rechts im Lenkrad im HUD den aktuellen Musiktitel von Apple Music anzeigen lassen und mit einer Drehbewegung im R├Ąndelrad zum n├Ąchsten Titel oder zum vorangegangen wechseln. Das haben wir so noch in keinem anderen Fahrzeug gesehen ÔÇô top bequem und sicher, weil sie dabei nach vorne blicken k├Ânnen und nicht nach unten auf den Touchscreen Ihren Blick abwenden m├╝ssen. Sie k├Ânnen zudem auch bei laufendem Carplay sich schnell mal den Radiosender von ConnectedDrive im Head-Up-Display anzeigen lassen und mit dem R├Ąndelrad rechts im Lenkrad ├Ąndern. W├Ąhrend Carplay im Hintergrund weiterl├Ąuft und Apple Music sich jederzeit wieder starten l├Ąsst.

Head-Up-Display: Radiosenderwahl in BMW ConnectedDrive, während weiterhin Carplay läuft.
Vergr├Â├čern Head-Up-Display: Radiosenderwahl in BMW ConnectedDrive, w├Ąhrend weiterhin Carplay l├Ąuft.

Fazit: Wireless Carplay im BMW 7er ├╝berzeugt

Wireless Carplay im BMW 740i ist eine beeindruckend runde L├Âsung. Kein Kabelgefummel nach dem Einsteigen, sondern einfach losfahren und Apple Music genie├čen. BMW hat nicht nur als weltweit erster Automobil-Hersteller Wireless Carplay in einen gro├čen Teil seiner Fahrzeuge integriert, sondern das vom Start weg auch gleich richtig benutzerfreundlich hinbekommen. Das Zusammenspiel von einem gro├čen, gut ablesbaren und reaktionsschnellen Touchscreen mit Extras wie Splitscreen und einer pfiffigen Integration in das Head-Up-Display mit Bedienung per Lenkradtaste macht Carplay im BMW zur besten bisher getesteten Carplay-L├Âsung.


11. Test: Carplay im VW Golf VII

Volkswagen bietet auch im Golf VII unter dem bekannten Men├╝-Punkt App-Connect wie gehabt Apple Carplay, Android Auto und Mirrorlink an. Am Bedienkonzept hat sich nichts ge├Ąndert: Sie bedienen Carplay wie gehabt vor allem ├╝ber den Touchscreen und zus├Ątzlich mit Hilfe von Siri. Siri ist standardm├Ą├čig bei der Eingabe von iMessage und zum Starten von Telefonanrufen das Mittel der Wahl.

Das per Lightningkabel und Bluetooth mit dem Discover Pro verbundene iPhone.
Vergr├Â├čern Das per Lightningkabel und Bluetooth mit dem Discover Pro verbundene iPhone.

Sobald die Navigation von Carplay mit Apple Karten l├Ąuft, wird die Navigation des Discover Pro abgebrochen.

Apple Music unter Carplay.
Vergr├Â├čern Apple Music unter Carplay.

Gut: Links im Carplay-Dock finden Sie die zuletzt ge├Âffneten Apps. Neben Touchscreen und Sprachsteuerung funktionieren auch einige Lenkradtasten im Golf mit Carplay. So startet ein langer Druck auf die Sprachtaste rechts im Lenkrad Siri, ein kurzer dagegen die VW-Sprachsteuerung.

Carplay auf dem 9,2 Zoll großen Touchscreen des Discover Pro.
Vergr├Â├čern Carplay auf dem 9,2 Zoll gro├čen Touchscreen des Discover Pro.

Fazit: Dank des reaktionsschnellen 9,2-Zoll-Touchscreens l├Ąsst sich Carplay im VW Golf zuverl├Ąssig bedienen.

VW Golf Update: 9,2 Zoll Display, Active Info Display, Gesten, Stau-Assistent


12. Test: Carplay im Porsche Panamera 4 mit 12,3-Zoll-Touchscreen

F├╝r den neuen Panamera hat Porsche das Infotainmentsystem Porsche Communication Management komplett ├╝berarbeitet. Es basiert jetzt auf dem Modularen Infotainment-Baukasten II der Volkswagengruppe (MIB II) und tr├Ągt den Namen "Porsche Advanced Cockpit". Herzst├╝ck ist der 12,3 Zoll gro├če Touchscreen in der Mitte des Armaturenbretts. Er reagiert schnell auf Fingereingaben und erleichtert durch seine Gr├Â├če das Treffen der Icons. Das ist die perfekte Basis f├╝r Carplay.

Carplay im Porsche Panamera 4: Home Screen von Carplay und rechts der Navigationsausschnitt.
Vergr├Â├čern Carplay im Porsche Panamera 4: Home Screen von Carplay und rechts der Navigationsausschnitt.

Genauso wie BMW bietet Porsche f├╝r Carplay einen zweigeteilten Bildschirm an. Links und in der Mitte befindet sich das Carplay-Men├╝. Und im rechten Drittel k├Ânnen Sie sich zum Beispiel die Navigationskarte der Porsche-eigenen Navigation zus├Ątzlich anzeigen lassen, denn Sie k├Ânnen zeitgleich mit Carplay auch die Porsche-Navigation anstelle der Karten-App von Carplay nutzen. Damit schonen Sie das Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags.

Unser Video stellt das PCM im Panamera und Carplay detailliert vor:

Wir pr├Ąsentieren heute geballten Luxus auf vier R├Ądern in Form des Porsche Panamera 4S Diesel im Wert von satten 152.000 Euro. Uns interessiert in diesem Test allerdings weder der sportliche Achtzylinder-Motor mit seinen ├╝ppigen 422 PS, noch der aktiv geregelte Allradantrieb. Denn wir hei├čen ja schlie├člich nicht Auto-WELT, sondern PC-WELT ;-) Daher konzentrieren wir uns ganz auf das Infotainment-System - und gehen der Frage nach, welchen praktischen Nutzen das riesige Touchscreen-Display in der Mitte, das kleine Zusatz-Display im Blickfeld des Fahrers und der dritte Touchscreen im hinteren Fahrgastraum haben.

Die Bedienung von Carplay im Panamera erfolgt genauso wie im Cayman 718 oder wie im BMW 740i: Gro├če Icons machen die Bedienung des Touchscreens treffsicher, der Bildschirm reagiert rasch und zuverl├Ąssig, und Sie k├Ânnen zudem Siri nutzen. Siri starten Sie wie gehabt mit einem langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste links hinterm Lenkrad (ein kurzer Druck startet dagegen die Porsche-Sprachsteuerung). Die Lautst├Ąrke von Apple Music steuern Sie mit den Lautst├Ąrketasten links im Lenkrad und mit dem Regler auf der Mittelkonsole.
 
Carplay steht nur auf dem zentralen Bildschirm vorn zur Verf├╝gung, nicht aber auf dem zus├Ątzlich im Fond verbauten Display. Wenn zudem vorn Carplay aktiviert wird, dann kann man auf dem Display f├╝r die R├╝cksitze keinen Radiosender mehr einstellen.

Carplay im Porsche Panamera 4: Links die Suche in der Karten-App, rechts die parallel laufende Navigation.
Vergr├Â├čern Carplay im Porsche Panamera 4: Links die Suche in der Karten-App, rechts die parallel laufende Navigation.

Fazit: Carplay im Porsche Panamera 4 gef├Ąllt auf Anhieb und l├Ąsst sich gut bedienen. Einziges Manko: Wir vermissen Wireless Carplay.

13. Carplay im Porsche 718 Cayman

Das Porsche Communication Management (PCM) integriert Carplay auch im Cayman ohne Controller auf der Mittelkonsole, sondern mit Touchscreen. Das ist aber keineswegs ein Nachteil, weil sich Carplay per Touch ohnehin besser bedienen l├Ąsst als per Controller.

Der Porsche 718 Cayman bietet ein umfangreiches Infotainment- und Navigationssystem namens Porsche Communication Management (PCM). Das besteht unter anderem aus 2 Displays, einem Haupt-Screen in der Mittelkonsole und einem pfiffigen Zusatz-Display im Armaturenbrett. Neben Google Earth, einer Sprachsteuerung und Porsche-eigenen Apps bietet PCM auch Apples Schnittstelle Carplay, um das iPhone in das Infotainmentsystem zu integrieren. Wir haben das PCM im Porsche 718 Cayman in diesem Video getestet.

Der Touchscreen f├Ąllt im Cayman allerdings relativ klein aus, nur sieben Zoll misst die Bildschirmdiagonale. Das ist f├╝r ein Premium-Fahrzeug unter dem Durchschnitt und entspricht zum Beispiel der Touchscreengr├Â├če im deutlich g├╝nstigeren Mazda 3.

Home Screen von Carplay
Vergr├Â├čern Home Screen von Carplay

Je kleiner der Bildschirm ist, desto schwerer tut sich der Fahrer nat├╝rlich damit die richtigen Icons zu treffen.

Porsche kompensiert das ein klein wenig dadurch, dass sich der Touchscreen relativ nahe vorm Fahrer befindet. Ein Cayman ist eben nicht ganz so ger├Ąumig wie ein BMW 740i oder eine E-Klasse. Trotzdem w├Ąre ein 10-Zoll-Touchscreen wie im BMW 740i deutlich besser geeignet.

Home Screen von Carplay
Vergr├Â├čern Home Screen von Carplay

Fairerweise muss man aber anmerken, dass Porsche bereits eine neuere Variante des PCM mit einem gr├Â├čeren Bildschirm, der 12,3 Zoll gro├č ist, im neuen Panamera ausliefert (siehe oben). Diese Bildschirmgr├Â├če entspricht der in der E-Klasse von Mercedes-Benz. Das ist dann f├╝r Carplay perfekt.

Von dem etwas klein geratenen Touchscreen abgesehen, gibt es an Carplay im 718 Cayman nichts zu kritisieren. Der Bildschirm reagiert schnell und zuverl├Ąssig auf Fingereingaben, Siri arbeitet wie gewohnt und die Lenkradtasten sowie die Tasten unterhalb des Touchscreens stehen teilweise ebenfalls zur Verf├╝gung. So startet der Fahrer bei eingeschalteter Z├╝ndung mit einem langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste Siri (mit einem kurzen dagegen die Sprachsteuerung von Porsche). Auch die Lautst├Ąrke-Tasten im Lenkrad und unterhalb des Bildschirms funktionieren unter Carplay.

Apple Music spielt gerade.
Vergr├Â├čern Apple Music spielt gerade.

Die Verbindung zwischen iPhone und PCM erfolgt ├╝ber das Lightningkabel, Wireless Carplay bietet der Porsche im Unterschied zum BMW nicht. Die USB-Buchse in der Mittel-Konsole ist etwas schlecht erreichbar, weil Porsche sie nur knapp ├╝ber dem Boden der Ablage verbaut. Dadurch ist das Einstecken des Lightning-Kabels etwas fummelig.

Die USB-Buchse ist unter der Mittelarmlehne etwas zu tief positioniert.
Vergr├Â├čern Die USB-Buchse ist unter der Mittelarmlehne etwas zu tief positioniert.

Fazit

Alles in allem gef├Ąllt uns Carplay im Porsche 718 Cayman gut, nur der Touchscreen ist zu klein.


14. Carplay in der Mercedes-Benz E-Klasse ohne Touchscreen und mit Controller

Daimler verbaut in der seit April 2016 verkauften E-Klasse ebenfalls Carplay. Sie schlie├čen in der E-Klasse ein iPhone an den USB Port 0 vorne in der Mittelkonsole an. Kabelloses Carplay funktioniert dagegen nicht.

Dieses ausf├╝hrliche Video stellt das Infotainmentsystem der aktuellen Mercedes-Benz E-Klasse vor. Inklusive Carplay:

Mercedes verbaut in seiner neuen E-Klasse auf Wunsch ein Highend-Infotainmentsystem der Extraklasse. Highlight sind die zwei riesigen 12,3-Zoll-Displays auf denen Bordinstrumente wie der Tacho und das Infotainmentsystem angezeigt werden. Au├čerdem unterst├╝tzt das System sowohl Apple Carplay, als auch Android Auto, um das Smartphone mit dem Auto zu verbinden. Trotzdem gibt's auch einige Kritikpunkte. Wir haben das System genauer unter die Lupe genommen.

Lese-Tipp: Mercedes-E-Klasse-Test - Riesen-Display und clevere Touchcontrols

Apple Carplay profitiert in der E-Klasse vom beeindruckenden 12,3 Zoll/31,2 cm gro├čen Bildschirm ganz besonders. Denn aufgrund der enormen Bildschirmgr├Â├če findet man leichter den gerade aktiven Men├╝-Punkt. In der E-Klasse fehlt n├Ąmlich genauso wie im Audi A4 der gro├če Touchscreen, man muss also bei Carplay in der E-Klasse den gew├╝nschten Men├╝-Punkt mit dem Comand Controller auf der Mittelkonsole ausw├Ąhlen: Durch Drehen und Dr├╝cken. Ein einfaches Tippen auf das Bildschirm-icon geht in der E-Klasse mangels Touchscreen nicht.

Das angeschlossene iPhone in der E-Klasse
Vergr├Â├čern Das angeschlossene iPhone in der E-Klasse

Damit steigt etwas die Ablenkungsgefahr, weil der Fahrer auf dem Bildschirm erst schauen muss, wo der Cursor aktuell steht, um dann mit dem Comand Controller das gew├╝nschte Icon ausw├Ąhlen zu k├Ânnen. Allerdings steht immerhin auch Siri zur Verf├╝gung, was die Bedienung von Carplay deutlich erleichtert.

Carplay: Über das an USB Port 0 angeschlossene iPhone
Vergr├Â├čern Carplay: ├ťber das an USB Port 0 angeschlossene iPhone

Von dem Problem des fehlenden Touchscreens einmal abgesehen ist Daimler die Integration von Carplay aber gut gelungen. Besonders hervorzuheben ist die weitgehende Integration der Bedienelemente am Lenkrad, die einigerma├čen schl├╝ssig ist und sich damit wohltuend von dem Chaos einiger anderer Automobilhersteller unterscheidet.

Stitcher über Carplay
Vergr├Â├čern Stitcher ├╝ber Carplay

Bei Carplay funktionieren nur die Telefontasten rechts vom Lenkrad nicht. Die ÔÇ×Zur├╝ck zum Hauptmen├╝ÔÇť-Taste rechts bringt einen zur Carplay Home-Seite. Siri kann man durch langen Druck auf die rechte Lenkradtaste f├╝r die Sprachsteuerung starten.

Apple Music via Carplay in der E-Klasse.
Vergr├Â├čern Apple Music via Carplay in der E-Klasse.

Von den linken Lenkradtasten funktionieren ÔÇ×lauterÔÇť und ÔÇ×leiserÔÇť sowie ÔÇ×lautlosÔÇť. Die beiden pfiffigen Touchcontrols sind dagegen ohne Funktion bei Carplay. Der Lautst├Ąrkeregler auf der Mittelkonsole funktioniert bei Carplay ebenfalls so wie er soll.

Der Menü-Punkt Carplay im Auswahlmenü des VW T6
Vergr├Â├čern Der Men├╝-Punkt Carplay im Auswahlmen├╝ des VW T6

Fazit : Alles in allem konnten wir Carplay in der E-Klasse solide bedienen, doch der Touchscreen fehlt nun einmal.

15. Test: Carplay im VW Bus T6 mit Discover Media Plus

Volkswagen bietet mit App-Connect eine aufpreispflichtige Sammel-Schnittstelle an, ├╝ber die man Apple Carplay, Android Auto und Mirrorlink in das Infotainmentsystem Discover Media Plus des VW Busses T6 integrieren kann. Das Discover Media Plus ist das leistungsf├Ąhigste Infotainmentsystem, das Volkswagen im VW Bus der aktuellen Generation T6 in der Ausstattungsvariante Mutlivan Highline anbietet. Wir stellen Ihnen das Discover Media Plus ausf├╝hrlich in einem separaten Artikel vor:

Hauptartikel : Test des Infotainmentsystems Discover Media Plus im VW Bus T6

Apple Carplay kann im T6 einen 6,3 Zoll gro├čen Bildschirm nutzen. Wie schon bei anderen Fahrzeugen der Volkswagengruppe erkennt das Infotainmentsystem automatisch, wenn man ein iPhone per Lightning-Kabel mit dem USB-Port des Fahrzeugs verbindet. Der T6 startet dann sofort den Men├╝-Punkt App-Connect im Men├╝ des Infotainmentsystems Discover Media Plus und danach Carplay.

Das ist nicht die Karten-App, sondern das Navi des T6: Die Standard-Navigation des Discover Media lässt sich ebenfalls jederzeit parallel zu Carplay nutzen. Im kleinen Zusatzfenster links sieht man, dass im Hintergrund Carplay läuft.
Vergr├Â├čern Das ist nicht die Karten-App, sondern das Navi des T6: Die Standard-Navigation des Discover Media l├Ąsst sich ebenfalls jederzeit parallel zu Carplay nutzen. Im kleinen Zusatzfenster links sieht man, dass im Hintergrund Carplay l├Ąuft.

VW-Lenkradtasten und Carplay

Die Lenkradtasten des VW Busses stehen teilweise zur Bedienung von Carplay zur Verf├╝gung. Mit den Lauter- und Leiser-Tasten kann man die Lautst├Ąrke in Carplay bequem regulieren. Die Lenkradtasten f├╝r Lied vor- und zur├╝ckspulen funktionieren ebenfalls mit Carplay einwandfrei.

Die Telefontaste am Lenkrad ist dagegen ohne Funktion bei laufendem Carplay. Sie startet also auch nicht die eingebaute Freisprecheinrichtung des Discover Media Plus. Die ebenfalls vorhandene Lenkradtaste f├╝r die Sprachsteuerung startet bei einem kurzen Druck die Sprachsteuerung des VW und bei einem langen Druck Siri. Sie k├Ânnen Siri im T6 also nicht nur durch den vom iPhone gewohnten langen Druck auf die Home-Taste links unten auf dem Touchscreen des Discover Media Plus oder durch den Weckruf ÔÇ×Hey SiriÔÇť starten, sondern auch mit der entsprechenden Lenkradtaste.

Fazit zu Carplay im VW Bus T6

Von den drei im VW Bus T6 Multivan integrierten Smartphone-Schnittstellen ist Carplay mit Abstand die gelungenste. Sie l├Ąsst sich vergleichsweise unkompliziert und zuverl├Ąssig bedienen und bietet dem iPhone-Besitzer das gewohnte Look&Feel seines Smartphones auch im Auto. Dank Siri und der gro├čen, treffsicheren Icons lenkt Carplay nur wenig vom Autofahren ab, insbesondere bei Telefonie und Kurznachrichten. Das einzige kleine Handicap im VW Bus ist der zu tief eingebaute USB-Port, der das Einstecken des Lightning-Kabels zu einem m├╝hsamen Gefummel macht. Hier w├╝rde Wireless Carplay eine sp├╝rbare Erleichterung bringen.

iPhone-Besitzern, die sich einen VW Bus T6 kaufen, ist das Ausstattungs-Paket App-Connect mit Carplay ganz klar zu empfehlen.


Wenn man das iPhone, in unserem Fall ein iPhone 6, per Lightningkabel mit dem Infotainmentsystem verbindet, startet automatisch das Carplay-Men├╝ auf dem Bildschirm des Seats. Der Schriftzug Carplay ersetzt dann den Men├╝-Punkt Full Link auf dem Startbildschirm des Seats. Unter Full Link umfasst Seat neben Carplay auch Mirrorlink und Android Auto f├╝r Android-Smartphones.

Die Navigation auf der Karten-App von Apple verzichtet auf optische Leckerbissen, routet aber exakt und vor allem unter Berücksichtigung der Echtzeitverkehrsinformationen von TomTom. Die App prognostiziert die Ankunftszeit sehr genau.
Vergr├Â├čern Die Navigation auf der Karten-App von Apple verzichtet auf optische Leckerbissen, routet aber exakt und vor allem unter Ber├╝cksichtigung der Echtzeitverkehrsinformationen von TomTom. Die App prognostiziert die Ankunftszeit sehr genau.

Eine bestehende Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Seat-System wird automatisch beendet, sobald man die USB-Verbindung herstellt. Sie k├Ânnen danach also nicht mehr ├╝ber ein via Bluetooth gekoppeltes Smartphone telefonieren oder dessen Musik via Audiostreaming abspielen. Die Telefonie erfolgt nun exklusiv ├╝ber das iPhone. Eine eingelegte CD kann man aber problemlos abspielen, w├Ąhrend Carplay l├Ąuft. Das eingebaute Radio l├Ąut ebenfalls weiter, w├Ąhrend man Carplay nutzt, ebenso die eingebaute Navigation. Nicht jedoch der Bereich Medien und auch nicht die Freisprechanlage des Seats - hier muss man exklusiv Carplay nutzen.

Im Seat Ibiza starten Sie Siri auch mit der Lenkradtaste, mit der Sie normalerweise die im Seat eingebaute Sprachsteuerung aktivieren. Je nachdem, ob Sie die Lenkradtaste f├╝r die Sprachsteuerung kurz oder lang dr├╝cken, startet entweder die Sprachsteuerung des Seats oder Siri. Die Seat-Lenkradtaste zum Starten eines Telefonats funktioniert dagegen genauso wenig wie im VW Bus.

├ťbrigens: Mit dem iPhone funktioniert die von Android bekannte Seat Connect-App noch nicht (Stand Dezember 2015), weil Apple diese noch nicht fertig zertifiziert hat.

Den vollst├Ąndigen Test des Infotainmentsystems Seat Ibiza Connect mit Full Link f├╝r Carplay und Android Auto sowie Mirrorlink lesen Sie in einem separaten Artikel.

Fazit zu Carplay im Seat

Genauso wie im VW Bus ├╝berzeugt uns Carplay mehr als Android Auto und gef├Ąllt uns deutlich besser als Mirrorlink. iPhone-Besitzer sollten beim Kauf eines PKWs von Seat unbedingt Full Link mit Carplay w├Ąhlen.


17. Test:  Carplay und kabelloses Aufladen im BMW 525d

iPhone 8 und X machen es m├Âglich: Endlich k├Ânnen Sie Ihr iPhone im BMW kabellos aufladen. Besonders spannend wird diese M├Âglichkeit im Zusammenspiel mit Wireless Carplay, wie es BMW in seinen Fahrzeugen anbietet.

Sie legen Ihr iPhone 8 oder X (mit eingeschaltetem Bluetooth und WLAN) also nach dem Einsteigen einfach in die Qi-Lademulde unterhalb des Armaturenbretts und fahren los. Nach wenigen Sekunden hat sich das BMW-Infotainmentsystem ConnectedDrive mit Ihrem iPhone 8 oder X verbunden und Sie k├Ânnen den iPhone-Akku aufladen, w├Ąhrend Sie Carplay nutzen.

Im BMW 525d können Sie Wireless Carplay nutzen und dabei Ihr iPhone 8 oder iPhone X kabellos nach dem Qi-Standard aufladen.
Vergr├Â├čern Im BMW 525d k├Ânnen Sie Wireless Carplay nutzen und dabei Ihr iPhone 8 oder iPhone X kabellos nach dem Qi-Standard aufladen.

Unser Test zeigt: Nach knapp zwei Stunden Ladezeit stieg der Akkustand unseres iPhone 8 von 19 auf 91 Prozent.

Bei Carplay selbst hat sich nichts ge├Ąndert, es funktioniert im 525d genauso wie vor rund einem Jahr beim Carplay-Test im 7er. Gut gef├Ąllt uns zum Beispiel, dass sich Carplay das letzte Lied merkt, das das iPhones beim Ausschalten des Wagens abspielte. Wenn Sie den Wagen wieder starten, spielt Carplay das beendete Lied exakt an der Stelle weiter, wo es zuvor aufgeh├Ârt hatte.

Die Navigation der BMW-Navigation unterbricht das Abspielen von Apple Music bei Carplay, wenn eine neue, schnellere Route vorliegt und ConnectedDrive dar├╝ber den Fahrer informiert. Nimmt der Fahrer die neue Route an, dann startet nach einigen Sekunden Carplay wieder mit dem Abspielen der unterbrochenen Musik.

Man kann vom Carplay aus problemlos einen Anruf ├╝ber Siri an einen im Adressbuch des Smartphones hinterlegt Kontakt beginnen. Diese Telefonate gehen dann ├╝ber Carplay und nicht ├╝ber die Telefonie-Funktion von ConnectedDrive.

Auf unserem Foto sehen Sie den Display-Schlüssel von BMW in der Qi-Lademulde. Anstelle des Schlüssels können Sie auch ein Qi-kompatibles Smartphone aufladen, beispielsweise das iPhone 8.
Vergr├Â├čern Auf unserem Foto sehen Sie den Display-Schl├╝ssel von BMW in der Qi-Lademulde. Anstelle des Schl├╝ssels k├Ânnen Sie auch ein Qi-kompatibles Smartphone aufladen, beispielsweise das iPhone 8.

Manchmal hakt es aber auch etwas: So scrollt auf dem Hauptbildschirm die Liederliste von Apple Music nicht weiter, wenn man unteren Ende des sichtbaren Teils der angezeigten Liederliste angelangt ist und mit der Lenkradtaste nun das n├Ąchste Lied startet. Man sieht dann also auf dem Control Display nicht, wie das jetzt ausgew├Ąhlte neue Lied hei├čt. Erst wenn der Fahrer von Hand die Liederliste auf dem Control Display weiterscrollt, sieht er den Namen des n├Ąchsten Songtitels.


18. Test: Carplay ohne Touch im Audi A4

Der Verzicht auf einen gro├čen Touchscreen hat gravierende Auswirkungen auf die Bedienbarkeit von Carplay, wie wir am Beispiel des Audi A4 zeigen.

Das Infotainment-System im neuen Audi A4 l├Ąsst kaum W├╝nsche offen: Zwei riesige Displays f├╝r Navigation und Infotainment, Unterst├╝tzung f├╝r Carplay und Android Auto und als besonderes Schmankerl Navigation mit Google Earth - und das sogar bei voller Fahrt. Wir haben das Infotainment-System im Audi A4 V6 getestet.

Tipp: Denn vollst├Ąndigen Test des Infotainmentsystems im aktuellen Audi A4 finden Sie hier : Audi A4 mit Connect, MMI, Carplay, Android Auto und App im Test

Audi hat lange Zeit kein Carplay angeboten. Doch mit dem neuen Q7 und mit dem neuen A4 (beide 2015 auf den Markt gekommen) ├Ąnderte sich das. Wir haben Carplay im neuen Audi A4 (Modelljahr 2016) getestet.

Audi Smartphone Interface

Genauso wie Volkswagen mit App-Connect, Skoda mit Smartlink und Seat mit Full Link besitzt auch Audi ein spezielles Ausstattungspaket, in dem die Smartphone-Schnittstellen zusammengefasst sind. Die Ingolst├Ądter nennen es Audi Smartphone Interface und verlangen 400 Euro Aufpreis daf├╝r. Im Unterschied zur Konzernmutter und den beiden Konzernschwestern fasst Audi unter dem Smartphone Interface aber nur Carplay und Android Auto zusammen, verzichtet aber aus den bekannten Gr├╝nden wie fehlender Bedienkomfort und schlechte Funktionalit├Ąt auf Mirrorlink.

Carplay auf dem 8,3 Zoll großen Bildschirm im Audi A4
Vergr├Â├čern Carplay auf dem 8,3 Zoll gro├čen Bildschirm im Audi A4

Das iPhone (ab Generation 5 und iOS 7.1.2) wird im A4 wie gehabt via Lightning-Kabel mit dem USB-Port des Audi-MMI-Infotainmentsystems verbunden. Wireless Carplay gibt es im Audi A4 also nicht.

Kontaktaufnahme
Vergr├Â├čern Kontaktaufnahme

Bedienung ohne Touch ist gew├Âhnungsbed├╝rftig

Der Home Screen von Carplay, die Icons und die Men├╝s von Carplay sehen zwangsl├Ąufig auf dem Infotainment-Display des Audi MMI (Multi Media Interface) genauso aus wie in den Fahrzeugen anderer Automobil-Marken. Trotzdem gibt es einen wesentlichen Unterschied zu Carplay im Volkswagen, Seat oder Skoda: Sie k├Ânnen Carplay nicht per Touchscreen bedienen. Weil der 8,3 Zoll gro├če Hauptbildschirm des MMI keinen Touchscreen besitzt. Stattdessen bedienen Sie Carplay im Audi genauso wie auch das gesamte ├╝brige Infotainmentsystem im Audi ├╝ber den auf der Mittelkonsole verbauten MMI-Controller, den Audi auch als Infotainment-Bedieneinheit bezeichnet.

Touchscreen im Auto - Pro und Contra

Das zwingt den Benutzer zum Umdenken. Denn sowohl Carplay als auch Android Auto sind typischerweise f├╝r die Bedienung per Fingerdruck und Fingerwischen ausgelegt (wenn man von der Sprachsteuerung einmal absieht). Im Audi drehen Sie dagegen am MMI-Controller, bis Sie die gew├╝nschte Schaltfl├Ąche markiert haben und dr├╝cken dann auf das Touchpad auf dem MMI-Controller um eine Auswahl zu treffen.

Grunds├Ątzlich konnten wir Carplay im Audi A4 durchaus auch mit dem MMI-Controller bedienen, doch so gut wie mit dem Touchscreen klappte das nicht. Vor allem aus einem Grund: Man muss immer genau auf den Bildschirm schauen, um zu sehen, wo sich gerade der ÔÇ×CursorÔÇť befindet, sprich: Welche Schaltfl├Ąche gerade durch den Controller aktiviert ist. Bei einem Touchscreen entf├Ąllt dieser Suche. Damit ist Carplay im Audi aber automatisch weniger intuitiv und vor allem muss man w├Ąhrend der Fahrt l├Ąnger auf den Bildschirm schauen ÔÇô schlecht und gef├Ąhrlich.

Carplay auf dem Startbildschirm des MMI
Vergr├Â├čern Carplay auf dem Startbildschirm des MMI

Somit sollte im Audi ganz besonders Siri zur Bedienung von Carplay verwendet werden.

Carplay auf dem 8,3 Zoll großen Bildschirm im Audi A4. Am unteren Bildschirmrand der Controller mit dem Touchpad.
Vergr├Â├čern Carplay auf dem 8,3 Zoll gro├čen Bildschirm im Audi A4. Am unteren Bildschirmrand der Controller mit dem Touchpad.

Um Siri zu starten, dr├╝cken Sie also wie gehabt l├Ąnger auf den Home Button, der sich im Audi aber nicht etwa links auf dem Carplay-Bildschirm befindet, sondern durch einen l├Ąngeren Druck auf die Touch-Fl├Ąche des MMI-Controllers realisiert ist. Oder Sie sagen Hey Siri, sofern diese Funktion auf dem Smartphone freigeschaltet ist. Gut: Sie k├Ânnen Siri auch durch einen langen Druck auf die Lenkradtaste f├╝r die Sprachsteuerung starten (ein kurzer Druck startet ├╝brigens die Audi-eigene Sprachsteuerung).

Empfohlene Radiosender
Vergr├Â├čern Empfohlene Radiosender

Von dieser grunds├Ątzlich anderen Bedienbarkeit von Carplay einmal abgesehen funktioniert Carplay im Audi genauso wie in den anderen von uns getesteten Fahrzeugen: Es ist gut bedienbar, ├╝bersichtlich und zuverl├Ąssig sowie optisch ansprechend. Auch die App-Ausstattung ist gegen├╝ber VW, Skoda oder Seat unver├Ąndert. Erstmals konnten wir aber Spotify sinnvoll nutzen. Anscheinend haben die Spotify-Macher bei einem Update diese lange Zeit unter Carplay nicht gerade benutzerfreundliche Musik-App verbessert.

Über die Audi MMI-App verlässt man Carplay. Ein Nachricht ist neu eingetroffen. Diese kann man sich von Siri vorlesen lassen.
Vergr├Â├čern ├ťber die Audi MMI-App verl├Ąsst man Carplay. Ein Nachricht ist neu eingetroffen. Diese kann man sich von Siri vorlesen lassen.

Das Icon mit der MMI-App auf dem Home Sreen von CarPlay f├╝hrt zur├╝ck zum Startmen├╝ von MMI. Sie verlassen damit also Carplay, das Sie ├╝ber den entsprechenden Men├╝punkt auf dem MMI-Bildschirm aber jederzeit wieder aufrufen k├Ânnen, sofern ein iPhone per Lightningkabel mit dem Fahrzeug verbunden ist.

Navigation mit der Karten-App
Vergr├Â├čern Navigation mit der Karten-App

Die Lenkrad-Tasten stehen f├╝r Carplay teilweise zur Verf├╝gung und zwar einige aus dem Bedienfeld rechts vom Airbag/Hupknopf).

Playlists in Apple Music
Vergr├Â├čern Playlists in Apple Music

Somit stehen neben Siri (├╝ber einen langen Druck auf die Lenkradtaste f├╝r die Sprachsteuerung gestartet) auch der MMI-Controller auf der Mittelkonsole und rechts vom Automatik-Wahlhebel der kleinere Lautst├Ąrke- und Mute-Regler f├╝r die Bedienung von Carplay im A4 zur Verf├╝gung. Auf dem MMI-Controller gibt es zwar das bereits erw├Ąhnte┬á kleine Touchpad, doch hilft das bei der Bedienung von Carplay nicht viel weiter und dient nur zum Einschalten von Siri und zum Treffen einer Auswahl. Von den Lenkradtasten k├Ânnen Sie neben der Sprachsteuerungstaste auch noch die Lautst├Ąrkeregeltaste rechts von der Hupe verwenden.

POI-Suche in der Karten-App
Vergr├Â├čern POI-Suche in der Karten-App

Fazit zu Carplay im Audi A4

Carplay bietet auch im Audi A4 einen guten Zugriff auf bestimmte Funktionen des iPhones. Die Bedienung per Controller und ohne Touchscreen gef├Ąllt uns aber weniger gut und ist nicht so intuitiv wie bei den Touchscreenmodellen.

Audi A4 mit Connect, MMI, Carplay, Android Auto und App im Test#

Audi mit Touchscreen: Erst in einem Audi mit dem Modulare Infotainment-Baukasten in seiner aktuellen Ausbaustufe MIB 2+ steht ein Touchscreen zur Verf├╝gung. Das ist aktuell (Juni 2018) im Audi A8, A7 und im neuen A6 der Fall. Der bekannte MMI Controller ist daf├╝r entfallen: Audi A7 im Test: 3 Displays, davon 2 Touchscreens mit haptischem Feedback.


19. Test: Carplay im Skoda Rapid Spaceback

Carplay l├Ąsst sich auch im Skoda Rapid Spaceback sowie im Skoda Superb benutzen. Und beweist in den tschechischen Fahrzeugen genauso wie zuvor bereits im VW Bus T6 oder im Seat Ibiza, dass Carplay das ausgereifteste, ansprechendste und am besten bedienbare der drei Systeme Carplay, Android Auto und Mirrorlink ist.

Der Startbildschirm von Carplay im Skoda. Wir haben zwei Nachrichten erhalten.
Vergr├Â├čern Der Startbildschirm von Carplay im Skoda. Wir haben zwei Nachrichten erhalten.

Telefonate

Das Starten und Entgegennehmen von Anrufen klappt per Siri gut. Alternativ tippen Sie die Telefonnummer eben auf dem Touchscreen ein. Das lenkt allerdings deutlich vom Verkehrsgeschehen ab ÔÇô geben Sie also Siri den Vorzug.

Sprachnachricht abspielen.
Vergr├Â├čern Sprachnachricht abspielen.

Spielt gerade Apple Music, dann wird die Musik f├╝r einen eingehenden Anruf unterbrochen. Auch eine laufende Navigation auf der Apple-Kartenapp wird f├╝r den eingehenden Anruf ausgeblendet. Allerdings lassen sich nur Anrufe entgegennehmen, die klassisch auf dem Smartphone eingehen.

Falls die Mobilfunkverbindung zu schlecht für Siri ist, können Sie Telefonnummern auch eintippen.
Vergr├Â├čern Falls die Mobilfunkverbindung zu schlecht f├╝r Siri ist, k├Ânnen Sie Telefonnummern auch eintippen.

Ebenso k├Ânnen Sie sich von Siri eingehende SMS-Nachrichten und iMessages vorlesen lassen. Und diese auch diktieren.

Eine unserer Playlists dudelt.
Vergr├Â├čern Eine unserer Playlists dudelt.

Musik

Playlists k├Ânnen per Siri problemlos und treffsicher gestartet werden. Alternativ kann man die gew├╝nschten Lieder auch per Fingertipp ausw├Ąhlen. Oder Sie lassen Siri ein einzelnes Lied abspielen. Hier steigt aber die Fehlerquote, sofern Sie Interpret und Titel nicht ganz exakt aufsprechen.

Die linken Lenkradtasten des Skoda f├╝r Mute (lautlos stellen), Lautst├Ąrke ├Ąndern und Lieder wechseln funktionieren gut in Carplay. Die Telefontaste rechts im Skoda-Lenkrad dagegen ist bei Carplay ohne Funktion. Ebenso ist die Voicetaste links unten neben dem Bildschirm bei Carplay nicht mit Siri gekoppelt, sondern startet die Skoda-Sprachsteuerung. Die beiden Dreh-Dr├╝ckregler unterhalb des Touchscreens regeln die Lautst├Ąrke von Carplay und man kann damit zum n├Ąchsten Lied springen.

Playlists von Apple Music
Vergr├Â├čern Playlists von Apple Music

Navigation

Wie gehabt dient die Kartenapp vom iPhone als Navigationsl├Âsung.

Kartenapp zur Navigation
Vergr├Â├čern Kartenapp zur Navigation

Falls Sie das Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags nicht durch die durch die Apple-Kartenapp heruntergeladenen Kartendaten belasten wollen, k├Ânnen Sie jederzeit w├Ąhrend Carplay l├Ąuft das eingebaute Skoda Navigationsger├Ąt Amundsen parallel zu Carplay nutzen. Allerdings stehen Ihnen wiederum nur auf der Karten-App von Carplay die exakten Verkehrslagedaten von TomTom zur Verf├╝gung. Das Skoda-Navi dagegen bietet nur die ungenauen Verkehrslageinformationen von TMC. Hier m├╝ssen Sie also abw├Ągen, was Ihnen wichtiger ist: Genau Verkehrslagedaten oder gespartes Datenvolumen.

Kartenapp zur Navigation
Vergr├Â├čern Kartenapp zur Navigation

Das alte Problem: Siri versteht direkt auf dem iPhone problemlos die Routenziele, via Carplay ist die Erkennungsquote bei einer etwas schlechteren Mobilfunkverbindung jedoch mies. Selbst l├Ąngst bekannte Ziele erkennt Siri via Carplay in der Kartenapp nicht. Die gleichen Ziele lassen sich jedoch problemlos in der Kartenapp eintippen ÔÇô dort sind sie bereits bekannt.

Siri ist zu Diensten
Vergr├Â├čern Siri ist zu Diensten

Der Bildschirm reagiert unter Carplay flott, Das Vor- und Zur├╝ckspulen von Liedern ├╝ber die linken Lenkradtasten erfolgt z├╝gig.

Fazit: Carplay l├Ąsst sich im Skoda Rapid Spaceback und im Skoda Superb gut nutzen. Nur die geringe Anzahl von Carplay-kompatiblen Apps nervt.

Tipp: Den vollst├Ąndigen Test des Skoda Rapid Spaceback finden Sie hier: Smartlink: Carplay, Android Auto und Mirrorlink im flotten Tschechen


20. Test: Carplay im VW Touareg mit Google Maps und Sygic Car Navigation

Der VW Touareg besitzt in der Top-Ausstattung Innovision Cockpit einen 15 Zoll gro├čen Touchscreen. Allerdings nutzt Carplay den m├Ąchtigen 15-Z├Âller nicht voll aus, sondern beschr├Ąnkt sich auf einen Abschnitt in der Mitte des Bildschirms - schade.

Wie man sieht, verschenkt Carplay im VW Touareg wertvollen Platz auf dem eigentlich riesigen 15-Zöller.
Vergr├Â├čern Wie man sieht, verschenkt Carplay im VW Touareg wertvollen Platz auf dem eigentlich riesigen 15-Z├Âller.

Sie bedienen Carplay im Touareg wie gehabt per Touch und mit der Sprachsteuerung (die Sie ├╝ber die entsprechende Lenkradtaste starten). Abgesehen davon, dass Carplay nicht den vollen Riesen-Touchscreen ausnutzt, ist die Umsetzung gelungen. Das System reagiert schnell, die Icons lassen sich leicht treffen und die Sprachsteuerung funktioniert gut.

Google Maps auf Carplay
Vergr├Â├čern Google Maps auf Carplay

Wichtig: Carplay funktioniert nur ├╝ber die USB-Anschl├╝sse vorne. Sofern Sie die Aufpreis-pflichtige Telefonschnittstelle "BusinessÔÇť dazu kaufen, steht Ihnen unterhalb des 15-Zoll-Bildschirms in der Mittelkonsole ein Qi-Ladefach zur Verf├╝gung. Das w├Ąre eigentlich die ideale Erg├Ąnzung zu Wireless Carplay, doch das hat VW leider nicht in den Touareg gepackt. Sie k├Ânnen Carplay also nur per Lightningkabel nutzen und nicht kabellos. Nach wie vor ist BMW bei Wireless Carplay f├╝hrend. Angesichts des Preisniveaus und des Anspruchs des Touareg ist das ein klarer Minuspunkt f├╝r das SUV aus Wolfsburg.

Carplay mit den Icons für Google Maps und Sygic Car Navigation
Vergr├Â├čern Carplay mit den Icons f├╝r Google Maps und Sygic Car Navigation

Seit iOS 12 lassen sich auch Google Maps und Sygic als Navigationsl├Âsungen anstelle von Apple Karten verwenden. Damit k├Ânnen Sie endlich auch ohne st├Ąndiges Nachladen des Kartenmaterials navigieren: Bei Google Maps zumindest f├╝r solche Streckenabschnitte, f├╝r die Sie die Karten vorher im WLAN auf das iPhone heruntergeladen haben und bei Sygic generell offline, weil Sygic das gesamte Kartenmaterial ohnehin auf dem iPhone installiert. Die Offline-Nutzung des Kartenmaterials schont nicht nur das monatliche Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags, sondern erm├Âglicht auch eine reibungslose Navigation mit schlechter Mobilfunkanbindung ÔÇô ein Problem, das in Deutschland dank Deutscher Telekom, Vodafone und Telefonica so weiter verbreitet ist, dass sogar Wirtschaftsminister Altmaier sich daf├╝r sch├Ąmt. Bei beiden Navigations-Apps k├Ânnen Sie die Ziele per Sprache einwandfrei aufsprechen.┬á

Sygic Car Navigation auf Carplay
Vergr├Â├čern Sygic Car Navigation auf Carplay

Tipp: Alle Besitzer eines Volkswagens Modelljahr 2018 mit Car-net k├Ânnen Apple Music sechs Monate lang kostenlos nutzen.

Der neue VW Touareg kostet so viel wie ein kleines Einfamilienhaus - und steckt voller Technik. Allein Der Preis f├╝r das Infotainment-System liegt bei rund 10.000 Euro. Das Top-Modell von Volkswagen kommt unter anderem mit einem Dual-Display, welches man so bisher nur von Tesla kannte, einer W├Ąrmebild-Kamera, Car Play und noch jedem weiteren technischen Schnickschnack. Das mussten wir nat├╝rlich selbst genauer unter die Lupe nehmen.

Aufgepasst: Um Carplay im Touareg nutzen zu k├Ânnen, m├╝ssen Sie das 480 Euro teure Paket App-Connect mitkaufen.


Opel bietet Carplay im Rahmen des rund 1000 Euro teuren Infotainmentsystems Navi 900 IntelliLink im Opel Astra an. Unter dem Men├╝-Punkt "Projektion" findet der Benutzer auf dem Startbildschirm von IntelliLink (8 Zoll Touchscreen) sowohl Carplay als auch Android Auto.

Wie bei allen Automobil-Herstellern mit Ausnahme von BMW erfolgt die Verbindung zwischen iPhone und Infotainmentsystem ├╝ber das Lightningkabel. Wireless CarPlay steht also im Opel nicht zur Verf├╝gung.

Der Startbildschirm von Carplay im Opel Astra.
Vergr├Â├čern Der Startbildschirm von Carplay im Opel Astra.

Carplay funktioniert im Opel Astra so, wie es soll und wie wir es auch von anderen Herstellern gewohnt sind. Die gro├čen Icons f├╝r die CarPlay-Apps kann der Fahrer relativ zuverl├Ąssig mit dem Finger treffen.

Gut hat Opel die Lenkradtasten in die Bedienung von Carplay integriert. So startet ein l├Ąngerer Druck auf die Lenkradtaste f├╝r die Sprachsteuerung Apples Sprachassistentin Siri, ein kurzer Druck dagegen die Sprachsteuerung von Opel. Diese Unterscheidung entspricht auch der L├Âsung konkurrierender Automobil-Hersteller.

Siri ist auch im Opel Astra zu Diensten.
Vergr├Â├čern Siri ist auch im Opel Astra zu Diensten.

Au├čerdem kann der Fahrer ├╝ber die Lenkradtasten bequem Lieder vor- und zur├╝ckspulen, sowie den Ton lauter und leiser stellen. Ebenso unproblematisch verrichten die ÔÇ×LeiserÔÇť- und ÔÇ×LauterÔÇť-Tasten und die Vor- und Zur├╝ckspulen-Tasten unterhalb des Bildschirms im Opel ihre Arbeit.


22. Test: Carplay im VW Amarok

Im Pick-Up VW Amarok finden Sie Carplay wie bei der Volkswagen-Gruppe ├╝blich unter dem Men├╝-Punkt App Connect. Zusammen mit Android Auto und sogar noch mit dem Auslaufmodell Mirrorlink.

Dank Touchscreen k├Ânnen Sie Carplay grunds├Ątzlich gut bedienen, allerdings erweist sich der kleine 6,3-Zoll-Touchscreen als Nachteil. Auf einem 10 Zoll gro├čen Touchscreen wie im 7er BMW oder einem 12-Zoll-Display wie im Porsche Panamera kann der Fahrer die Schaltfl├Ąchen einfach leichter treffen, er sieht mehr Details ÔÇô was besonders f├╝r die Navigation mit Apple Karten wichtig ist ÔÇô und kann zudem Zusatzinformationen wie die Navigationskarte von VW neben dem Carplay-Home-Screen einblenden. Mit dieser ├ťbersichtlichkeit kann der VW Amarok nicht mithalten.

Der Home Screen von Carplay im Amarok.
Vergr├Â├čern Der Home Screen von Carplay im Amarok.

Von dem zu klein geratenen Touchscreen abgesehen k├Ânnen Sie Carplay im VW Amarok aber durchaus passabel bedienen. Erfreulich gut l├Ąsst sich Carplay teilweise auch mit den physischen Tasten des VW-Infotainmentsystems bedienen: So regeln Sie mit den Lenkradtasten f├╝r lauter/leiser und dem zus├Ątzlichen Regler unter unterhalb des Bildschirms die Lautst├Ąrke. Siri starten Sie wie gewohnt mit einem l├Ąngeren Druck auf die Sprachsteuerungstaste im Lenkrad, w├Ąhrend ein kurzer Druck die Sprachsteuerung von VW startet.

Fazit zu Carplay im VW Amarok

Der Fahrer kann Carplay im VW-Pick-Up gut bedienen. Nur der kleine Touchscreen tr├╝bt den guten Gesamteindruck.


23. Test: Wireless Carplay mit Wireless Charging im Mini Cooper

Anders als fr├╝here Mini-Generation besitzt der aktuelle Mini einen Touchscreen. Damit war der Weg frei f├╝r Carplay. Wie bei BMW ├╝blich gibt es Carplay nur wireless.

Zusammen mit der Qi-Lademulde f├╝r Wireless Charging unterhalb der Mittelarmlehne ist Wireless Carplay im Mini eine gut gelungene L├Âsung. Nat├╝rlich kommt Carplay auf dem 8,8-Zoll-Touchscreen im Mini nicht ganz gl├Ąnzend r├╝ber wie auf dem gro├čen 10,25-Zoll-Touchscreen im 5er und 7er BMW. Doch die 8,8 Zoll reichen v├Âllig aus, zumal der Touchscreen sehr flott auf Fingereingaben reagiert.

Das Infotainmentsystem mit dem Control Display im Mini.
Vergr├Â├čern Das Infotainmentsystem mit dem Control Display im Mini.

Ansonsten entspricht die Umsetzung von Carplay im Mini den von Apple vorgegebenen M├Âglichkeiten und Einschr├Ąnkungen. Mit einem langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste rechts im Lenkrad starten Sie Siri. Die Leiser- und Lauter-Tasten steuern die Lautst├Ąrke von Carplay.

Wireless Carplay im Mini auf dem 8,8-Zoll-Touchscreen.
Vergr├Â├čern Wireless Carplay im Mini auf dem 8,8-Zoll-Touchscreen.

Die zuletzt genutzten Apps werden im Dock links auf dem Control Display angezeigt. Mit dem Home-Button links unten geht es zur├╝ck zum Carplay-Home-Screen. Und ├╝ber das Mini-Icon auf dem Bildschirm verlassen Sie Carplay.

24. Test: Carplay mit Sensus Connect im Volvo V90

Der Touchscreen des Infotainmentsystems Sensus Connect im Volvo V90 ist 9 Zoll gro├č. Allerdings k├Ânnen Sie f├╝r Carplay nur den unteren Teil des Touchscreens nutzen. Im oberen Bereich bleiben Navigation oder Telefonie. Das hat zwar den Vorteil, dass Sie jederzeit aus Carplay heraus auf andere Bereiche des Infotainmentsystems des Volvo zugreifen k├Ânnen. Allerdings um den Preis eines relativ kleinen Carplay-Bildschirms.

Carplay auf dem 9 Zoll großen Sensus Connect Touchscreen im Volvo V90.
Vergr├Â├čern Carplay auf dem 9 Zoll gro├čen Sensus Connect Touchscreen im Volvo V90.

Die Bedienung von Carplay im Volvo folgt dem bekannten Schema: Ein langer Druck auf die Sprachsteuerungstaste im Lenkrad startet Siri. Au├čerdem k├Ânnen Sie wie gehabt die Icons anklicken und mit Siri Anrufe starten sowie iMessage und neuerdings auch Whatsapp diktieren.


25. Test: Carplay im Subaru XV

Subaru hat Carplay im Subaru XV kabelgebunden integriert. Carplay verh├Ąlt sich im Subaru wie in allen anderen von uns getesteten Fahrzeugen. Sie bedienen Carplay also entweder per Touch auf den Bildschirm oder ├╝ber Siri. Apples Sprachassistentin starten Sie wie ├╝blich ├╝ber einen langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste im Lenkrad (ein kurzer Druck startet die Sprachsteuerung von Subaru Starlink). Carplay bietet die gewohnten Funktionen wie Telefonie, Apple Music, iMessage und Whatsapp. Wir konnten auf Anhieb mit Hilfe von Siri eine Whatsapp aufsprechen. Siri las uns den Text noch einmal zur ├ťberpr├╝fung vor und danach konnten wir ihn abschicken. Auch der Empfang von Whatsapp klappte problemlos. Die bisherigen Whatsapp-Chat-Verl├Ąufe k├Ânnen wir in Carplay dagegen nicht einsehen.


26. Test: Carplay im Honda Civic

Das Infotainmentsystem von Honda h├Ârt auf den Namen Honda Connect. Zu dessen Funktionen geh├Ârt auch Carplay. Einziges Manko: Mit 7 Zoll f├Ąllt der Touchscreen im Honda Civic etwas arg klein aus. Davon abgesehen funktioniert Carplay im Civic einwandfrei. Mehr lesen Sie hier: Honda Connect im Test - Spa├č, Navi, Telefon, Browser, Carplay & Android Auto .


27. T-Roc besitzt Carplay-Support

Volkswagen hatte am 23.8.2017 bei einem Event am Comer See sein neues Kompakt-SUV auf Basis des VW Golf vorgestellt - hier lesen Sie alle Details . Der Wagen kann seit September 2017 konfiguriert und bestellt werden, seit November 2017 rollen die ersten Fahrzeuge zu VW-H├Ąndlern und Kunden. Mit Carplay im Rahmen von App-Connect. Wireless Carplay wird es allerdings nicht geben: Im T-Roc m├╝ssen Sie das iPhone nach wie vor mit dem Lightning-Kabel anschlie├čen.


28. Test: Carplay im Mazda 6

Carplay funktioniert im Mazda 6 mit MZD Connect nur via Lightningkabel. Sie starten die Siri-Sprachsteuerung ├╝ber einen Druck auf die entsprechende Lenkradtaste. Die bei vielen anderen Automobil-Herstellern ├╝bliche Unterscheidung zwischen einem kurzen Druck (startet die Sprachsteuerung des Autos) und einem langen Druck (startet Siri) gibt es im Mazda 6 nicht. Sobald Carplay aktiv ist, funktioniert nur noch die Sprachsteuerung ├╝ber Siri.

Der Carplay-Home-Button links unten auf dem 8-Zoll-Touchscreen von MZD Connect ist etwas schwer zu erreichen, vor allem wenn der Fahrer gro├če H├Ąnde hat, weil dem Bildschirm eine relativ tiefe Leiste vorgelagert ist. Ansonsten klappt die Bedienung aber problemlos. Wie immer k├Ânnen Sie Carplay ├╝ber Siri und Touch bedienen. Dazu kommen noch die Men├╝-Auswahl per Multi Commander auf der Mittelkonsole und die Lenkradtasten.


29. Test: Carplay auf MBUX in der Mercedes A-Klasse

Damit Sie Carplay mit dem MBUX nutzen k├Ânnen, m├╝ssen Sie das Paket ÔÇ×Smartphone IntegrationÔÇť f├╝r Carplay und Android Auto f├╝r 250 Euro mitkaufen. Danach steht der Carplay-Nutzung im kleinen Mercedes nichts mehr im Wege. Sofern Sie ein Lightning-Kabel verwenden, denn Wireless Carplay gibt es mit MUX nicht.

Carplay funktioniert auf dem Infotainmentsystem MBUX in der Mercedes-Benz A-Klasse einwandfrei. Allerdings nutzt Carplay den 10,25 Zoll gro├čen Touchscreen im Mercedes nicht ganz aus. Mit ÔÇ×Hey SiriÔÇť startet man die Carplay-Spracherkennung. Alternativ zu ÔÇ×Hey SiriÔÇť kann man die Sprachsteuerung auch mit der Sprachsteuerungstaste rechts im Mercedes-Lenkrad starten.

Carplay auf MBUX in der Mercedes A-Klasse verschwendet Platz.
Vergr├Â├čern Carplay auf MBUX in der Mercedes A-Klasse verschwendet Platz.

Sie m├╝ssen das iPhone an die USB-C-Buchse vorne in der Mittelkonsole anschlie├čen. Nur dar├╝ber funktionieren Carplay (und Android Auto).

Kurios: Wireless Carplay gibt es zwar auch von Daimler, aber nur im g├╝nstigeren Einstiegs-Infotainmentsystem Connect 5.0. Aber eben nicht im teuren MBUX.


30. Test: Carplay im neuen 3er-BMW mit BMW Intelligent Personal Assistant

BMW stellt Carplay auch im neuen 3er nur kabellos zur Verf├╝gung. Zusammen mit der Qi-Lademulde f├╝r ein neueres iPhone vorne in der Mittelkonsole nutzen Sie Carplay also v├Âllig ohne Kabelgewirr. Und auf dem gro├čen und reaktionsschnellen 10,25-Zoll-Touchscreen des 3er-BMW macht Carplay richtig Spa├č.

Carplay im 3er BMW
Vergr├Â├čern Carplay im 3er BMW

W├Ąhrend Carplay l├Ąuft, k├Ânnen Sie das neue Sprachsteuerungssystem BMW Intelligent Personal Assistant parallel neben der Siri-Sprachsteuerung verwenden. Wenn Sie den Startruf ÔÇ×Hey BMWÔÇť (oder den von Ihnen selbst festgelegten Weckruf) aussprechen oder aber die Taste f├╝r die Sprachsteuerung rechts im Lenkrad kurz dr├╝cken, startet der BMW Intelligent Personal Assistant. Dr├╝cken Sie dagegen lange auf die Lenkradtaste, dann starten Sie Siri. Nur allein ├╝ber den Weckruf ÔÇ×Hey SiriÔÇť k├Ânnen Sie Siri im BMW aber nicht starten.

Wichtig: Um Apple Carplay nutzen zu k├Ânnen, muss auf dem iPhone WLAN, Bluetooth und Siri aktiviert sein.┬á


31. Alternativen zu Carplay

Soweit unsere Ausf├╝hrungen zu Carplay. Es gibt neben a) Carplay per Lightning-Kabel und b) der standardm├Ą├čigen Bluetooth-Koppelung noch zwei weitere M├Âglichkeiten, um iPhones ins Auto zu integrieren. Diese stellen wir nun vor.

Alternative 1: Siri Eyes Free

Apple bietet mit Siri Eyes Free eine weitere L├Âsung f├╝r die iPhone-Bedienung im Auto, die nichts mit Carplay zu tun hat. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung von Siri, mit der man im Auto bestimmte Funktionen des iPhones nur per Sprachbefehl bedienen kann. Opel hat Siri Eyes Free beispielsweise im Kleinstwagen Opel Adam in das dort verbaute Infotainmentsystem Intellilink integriert. Wir haben Opel Intellilink im Adam ausf├╝hrlich getestet.

Mit Siri ist im Zusammenspiel mit Opel Intellilink folgendes m├Âglich:

* Per Stimmbefehl aktivierbare Telefongespr├Ąche zu im iPhone gespeicherten Kontakten

* Abspielen von gew├╝nschten Musiktiteln der iTunes Library

* Anh├Âren, Verfassen und Senden einer iMessage, Textnachricht oder Mail zu einem gespeicherten Kontakt

* Zugang zum Kalender, Hinzuf├╝gen von Terminen. Lesen neuer Mitteilungen sowie Einrichten von Weck- und Erinnerungsfunktion

* Man kann mit Siri also nicht das Opel-Infotainmentsystem Intellilink steuern, Siri simuliert keine vollwertige Sprachsteuerung f├╝r die im Auto verbauten Infotainment-Funktionen.

Alternative 2: AppinCar

Nur f├╝r die Integration von ├Ąlteren iPhones wie iPhone 4/4S spielt bei einigen Fahrzeugmodellen wie dem Toyota Aygo die App AppinCar noch eine Rolle. Bei AppinCar handelt es sich aber um eine aussterbende Nischen-L├Âsung, die von Carplay v├Âllig verdr├Ąngt wird.

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