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Apple-Chef Cook unterzeichnet Brandbrief an US-Präsidenten

24.08.2018 | 16:19 Uhr | Denise Bergert

59 US-Konzernchef haben heute in einem Brandbrief die Einwanderungspolitik von US-Präsident Trump kritisiert.

US-Präsident Donald Trump bringt mit seiner inkonsistenten Einwanderungspolitik die US-Wirtschaft in Gefahr. Dieser Meinung sind 59 Chefs von US-amerikanischen Konzernen, die sich heute in einem Protestbrief an Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen gewandt haben. Laut Ansicht von Apple, American Airlines, JPMorgan Chase und vielen weiteren Unternehmen würden unzählige Angestellte durch Trumps widersprüchliche Entscheidungen von Ungewissheit geplagt. So sei beispielsweise für viele eingewanderte Beschäftigte unklar, ob auch ihr Ehepartner oder ihre Ehepartnerin eine Arbeitserlaubnis erhalte. Selbst Mitarbeiter, die bereits seit Jahrzehnten in den USA leben, müssten jeden Tag damit rechnen, dass ihnen die Regierung ihren Status wieder aberkennt. Tausende Mitarbeiter würden derzeit in Angst leben. Änderungen in der Einwanderungspolitik könnten außerdem den Arbeitsabläufe in Unternehmen gefährden, wenn ein Teil der Mitarbeiter abgeschoben würde.

Bei ihrer „legitimen Überprüfung“ der aktuellen Einwanderungsregeln, solle die Regierung die Änderungen vermeiden, die „das Leben Tausender gesetzestreuer und qualifizierter Mitarbeiter durcheinanderbringen,“ heißt es in dem Brief. Derartige Aktionen würden „der Wettbewerbsfähigkeit der USA erheblichen Schaden“ zufügen. Aufgrund des Arbeitskräftemangels sei die Zahl der unbesetzten Stellen in Unternehmen auf einem historischen Höchststand. Nach Ansicht der Unterzeichner sei dies also der falsche Zeitpunkt, den „Zugang zu Talenten“ durch eine verschärfte Einwanderungspolitik zu beschränken. Zahlreiche Mitarbeiter würden seit mehr als einem Jahrzehnt in ihrem Einwanderungsprozess feststecken. Dieser Umstand zwingt sie, ihre temporären Arbeitsvisa regelmäßig zu erneuern. Mit verschärften Einwanderungsregeln könnte das künftig noch schwieriger werden.

Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt zahlreiche umstrittene Änderungen in der Einwanderungspolitik angekündigt. Eines von Trumps großen Wahlversprechen war der Bau einer Mauer zu Mexiko. Die Opposition hatte sich diesem Vorhaben bislang verweigert. Erst im vergangenen Monat drohte Trump daraufhin mit einem Regierungsstillstand, falls die Opposition dem Mauerbau und mehr Grenzsicherheit nicht zustimme. Trumps Einwanderungsreform sieht außerdem vor, Familien zu trennen, die illegal über die mexikanische Grenze einwandern. Trumps Republikaner Partei hat eigentlich genügend Stimmen, um die Reform tatsächlich zu verabschieden. Ein Streit zwischen konservativen und moderaten Abgeordneten hat diesen Prozess jedoch in den letzten Wochen verlangsamt.

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