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Tim Cook: Apple bleibt in Irland

22.06.2018 | 09:36 Uhr |

Apple will trotz des geplatzten Projekts eines Rechenzentrums in Athenry der Republik Irland treu bleiben. Der Mac-Hersteller ist bereits seit fast 40 Jahren auf der Insel.

Update vom 22. Juni 2018:

Apple will Irland treu bleiben, hat Tim Cook auf seiner aktuellen Europa-Reise gegenüber der "Irish Times" klar gemacht . Zuletzt hatte es Probleme im Land gegeben, etwa die von der EU geforderte Steuernachzahlung in Höhe von 13 Milliarden Euro oder das Scheitern der Pläne für das Rechenzentrum in Athenry. Apple sei aber seit 1980 in Irland und werde da auch bleiben, betont Cook. Man sei nicht wegen der Steuern auf die Insel gezogen, sondern weil man dort eine Gemeinschaft ausgemacht habe, die man wachsen lassen  und von dort aus eine Menge für den Kontinent erreichen konnte. Das werde sich auch in Zukunft nicht ändern. In Irland sind nicht nur derzeit rund 6.000 Leute direkt für Apple beschäftigt, auch 300 Zulieferer sind dort aktiv. Apple betreibt in Cork vor allem eine Fabrik, in der Built-to-Order-iMacs für Europa, dem nahen Osten und Afrika gebaut werden, auch ist der User-Support für Europa dort ansässig. Auch eine Hintertür für ein Rechenzentrum an einem anderen Standort will Tim Cook offen stehen lassen.

Update vom 11. Mai 2018:

Aus: Apple macht Schluss mit seinen Plänen, im irischen Athenry ein neues Rechenzentrum zu bauen und zieht offiziell seine Anträge auf Baugenehmigungen zurück. Wie das Unternehmen erklärt, sei es trotz aller Anstrengungen immer wieder zu Verzögerungen bei der Planung und dem Genehmigungsverfahren gekommen, weshalb man gezwungen gewesen sei, andere Pläne zu verfolgen. Auf künftige Investitionen in Irland habe diese Entscheidung aber keinen Einfluss, versichert Apple in seinem Statement. Die Niederlassung in Cork, die man seit 1980 betreibt, werde man demnächst ausbauen. Landesweit habe man bereits 25.000 Arbeitsplätze geschaffen und in den letzten beiden Jahren 550 Millionen US-Dollar in lokale Firmen investiert.

Nach dem positiven Gerichtsentscheid vom Oktober letzten Jahres haben die Anwohner von Athenry erneut geklagt , was zu weiteren Verzögerungen führte.

Ursprüngliche Meldung vom 13. Oktober 2017:

Apple darf sein Rechenzentrum in Irland in Athenry, Distrikt Galway, nach einem Gerichtsentscheid nun baue n. Den Ausschlag für das Urteil hat gegeben, dass Apple zunächst eine Halle auf dem Gelände bauen will und die letztendlich geplanten sieben weiteren Gebäude nicht unbedingt entstehen müssten, sobald mit dem Bau begonnen wurde. Weitere Anlagen bedürfen noch eine Genehmigung wegen Umweltschutzauflagen, diese sei nicht automatisch durch die geschaffenen Fakten einer ersten Halle erteilt oder umgangen. Ob Apple seine Anlage in den nächsten Jahren tatsächlich erweitern werde, hänge von der Nachfrage des Marktes ab und sei keineswegs gewiss, argumentiert das Gericht.

Apple will sich das Rechenzentrum in Athenry zunächst 850 Millionen Euro kosten lassen, ein möglicher Ausbau ist über 15 Jahre projektiert. Im vergangenen Jahr hatten Anwohner, die Besitzer eines Golfplatzes , eine zunächst von unteren Instanzen abgelehnte Klage vor den obersten Gerichtshof in Dublin gebracht.

Am Wochenende hatte Einwohner der Stadt im Südwesten des Landes für das Projekt demonstriert . Die rund 300 Kundgeber betonten den positiven wirtschaftlichen Effekt für die Region Galway, welche die Investition von 850 Millionen Euro haben werde. Während der Bauzeit werde das Rechenzentrum 300 Arbeitsplätze schaffen, nach Fertigstellung auf Dauer immerhin noch 150 Jobs.

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