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Apple: Das Beste kommt erst noch

10.11.2017 | 10:50 Uhr | Peter Müller

Viel spricht dafür, dass Apple im kommenden Februar ein neues Rekordquartal für das Weihnachtsgeschäft bilanzieren wird.

Sicher, die Apple-Aktie legt weiter zu, der Börsenwert hat die 900 Milliarden US-Dollar überschritten. Apple ist – und das auf Dauer – das an der Börse wertvollste Unternehmen. Aber nicht die erste Trillion-Dollar-Company, wie Fortune anmerkt ( Anmerkung unsererseits: One trillion = eine Billion... ). Denn das war für einen kurzen Moment schon im Jahr 2007 an der Börse von Shanghai das chinesische Energieunternehmen PetroChina, dessen Marktkapitalisierung für einen Moment die Billionen-Marke überschritt. Apple ist vermutlich auch nicht heute das wertvollste Unternehmen, der Titel bezieht sich nur auf öffentlich gehandelte Firmen. Denn der saudische Öl-Riese Aramco würde bei einem Börsengang eher zwei Billionen US-Dollar erlösen, sind sich Experten sicher.

Wachstum in allen drei Kategorien

Gerade erst hat Apple eine Rekordbilanz vorgelegt – nie hatte das Unternehmen ein viertes Quartal besser abgeschlossen. Wenn man den Umsatz betrachtet, in allen Bereichen. Und es kommt noch besser, Apple selbst prognostiziert für das bereits laufende erste Quartal des neuen Geschäftsjahres einen Umsatz zwischen 84 und 87 Milliarden US-Dollar – etwa elf Prozent mehr als vor einem Jahr. Hauptsächlicher Umsatztreiber wird das iPhone mit seinen drei neuen Modellen sein, Apple macht gut zwei Drittel seiner Umsätze mit dem Smartphone. Rechnet man dazu einen Erlös von 700 US-Dollar pro iPhone mit ein, kommt man auf 85 Millionen Geräte, die Apple in diesem Weihnachtsgeschäft loswerden will, 78,2 Millionen Stück waren es im vierten Kalenderquartal 2016.

Doch darf man weder den Mac noch das iPad unterschätzen, führt Jason Snell auf Macworld weiter aus. Macs hat Apple im Geschäftsjahr zwar ein paar mehr verkauft, da dank des Macbook Pro auch in diesem Segment der durchschnittliche Erlös angestiegen ist, nahm Apple aber in seiner Geschichte nie mehr Geld ein. Um die fünf Millionen Desktops und Laptops verkauft Apple heute pro Quartal, mal mehr, mal weniger. Als Apple im Jahr 2001 mit dem iPod neue Welten zu erobern begann, waren es fünf Millionen Stück pro Jahr, bis 2007, als das iPhone herauskam, nicht wesentlich mehr. Noch im Dezember will Apple ja den versprochenen iMac Pro in die Läden bringen, im kommenden Jahr folgt ein modularer Mac Pro und selbst den Mac Mini (vielleicht ja eine günstige Variante des neuen Mac Pro?) darf man nicht aufgeben. Beim Mac kommt noch was und auch für das aktuelle Weihnachtsgeschäft ist Apple gut aufgestellt.

Das iPad schließlich hat die Kurve gekratzt. Nach dreizehn Quartalen in Folge, in denen sich das Tablet jeweils schlechter als im Vorjahr verkauft hatte, liegen nun zwei Quartale mit leichtem Wachstum hinter Apple, ein drittes wird sich aller Voraussicht nach anschließen. Apples Strategie, einerseits High-End-Geräte für den professionellen Einsatz im Büro und vielen Kreativlaboren und andererseits bezahlbare Geräte für Privatkunden, Schüler und Studenten anzubieten, zahlt sich anscheinend aus. Schlagen muss Apple die Marke von 13,1 Millionen Geräten aus dem Vorjahr, das sollte möglich sein. Von den "Sonstigen" Dingen wie Apple Watch und Apple TV ganz zu schweigen, rund um das Fest dürften iTunes- und App Store wieder neue Rekordzahlen melden.

Die genauen Zahlen für das neue Rekordgeschäft in der Vorweihnachtszeit wird Apple jedoch erst im kommenden Februar vorlegen.

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