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Apple: Face ID lässt sich gegen Diebe schützen

19.09.2017 | 09:50 Uhr |

Noch herrscht Skepsis gegenüber Face ID in den USA. Bei der Einführung von Touch ID war es allerdings nicht anders.

Update 20.09.2017:

Skepsis: Nach einer Umfrage der Marktforscher von Juniper Research in den USA begegnen Anwender der neuen Gesichtserkennung des iPhone X mit Vorbehalten. Nur 40 Prozent der Befragten seien dazu bereit, diese als Authentifikationsmethode beim kontaktlosen Bezahlen zu verwenden. Einer Stimmenerkennung trauen 62 Prozent der Umfrageteilnehmern, dem Fingerabdrucksensor sogar 74 Prozent. Nur ist letzter in Form der Touch ID sei vier Jahren in Apple-Geräten etabliert und die Methode somit gelernt, während die Kunden mit Face ID noch keine Erfahrungen sammeln konnten, die womöglich Vertrauen aufbauen.

Update 19.09.2017:

Kein Schritt zurück: Apple beweist Mut, indem es im iPhone X lediglich die neue FaceID als Methode zur Authentifikation anbietet – neben dem Passwort – und auf Touch ID völlig verzichtet. Damit Entwickler von Apps, die auf Touch ID setzten, wie etwa Amazon oder einige Banken, gar nicht erst auf die Idee kommen, von Touch ID zurück auf Passworte zu wechseln, hat Apple das mehr oder minder  unmöglich gemacht. Denn die API für Face ID ist aus Entwicklersicht praktisch identisch mit der für Touch ID und somit einfach zu nutzen. Face ID arbeitet quasi "aus der Box", wenn der Entwickler nichts unternehme, greife seine App statt auf Touch ID eben auf die Gesichtserkennung zurück.

Ursprüngliche Meldung vom 15.09.2017:

Nach der Ankündigung des neuen iPhone X mit der neuen Face-ID-Funktion wurden in dieser Woche Stimmen laut, die Freischaltung per Gesichtserkennung könne das iPhone X zur leichten Beute für Diebe machen. Yoke-Remote-CEO Keith Krimbel wollte es genau wissen und sprach Craig Federighi, Apples Senior Vice President of Software Engineering, per E-Mail auf die Problematik an.

Krimbel bekam innerhalb weniger Stunden eine Antwort , in der Federighi Entwarnung gibt. Laut SVP of Software Engineering gebe es mehrere Sicherheitsmechanismen, die verhindern sollen, dass ein Dieb das iPhone X stiehlt, es zur Freischaltung in Richtung seines Besitzers hält und dann das Weite sucht. So lässt sich das Smartphone nicht freischalten, wenn es der Nutzer nicht direkt ansieht. Wenn der Besitzer außerdem die beiden Buttons an den Seiten des Geräts gleichzeitig drückt, während er das Smartphone an den Dieb aushändigen muss, wird Face ID deaktiviert. Somit wird es für den Kriminellen nutzlos, denn nun benötigt er zum Freischalten den Passcode. Ob Diebesopfer in einer solchen Schrecksituation an die Vorkehrungen denken, ist allerdings fraglich.

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