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Apple kauft Beddit: Schlaftracker für iOS

10.05.2017 | 09:13 Uhr |

Während wilde Spekulationen um große Übernahmen kursieren, hat Apple eine weitere kleine Firma aus dem Gesundheitswesen übernommen.

Apple erwirtschaftet  einen Überschuss sondergleichen und außer ein paar kleineren, nur Experten hoch spezialisierten Unternehmen bleibt der Großeinkauf aus, Beats mal ausgenommen. Aber das waren auch nur mickrige vier Milliarden US-Dollar und ist auch schon wieder drei Jahre her. Was hat man von Analysten, Spekulanten und Spökenkiekern die letzten Tage und Wochen nicht alles gehört, was Apple kaufen sollte . Netflix, Disney, Tesla, am Ende auch noch Lionel Messi, aber der sture Manager mit dem grauen Schopf bleibt weiter auf der Kohle sitzen - fast wie sein Pendant beim englischen Fußballclub Arselan FC, Arsène Wenger. Genau das soll Tim Cook aber auch, meint nun der UBS-Analyst Steven Milunovich, der einen "Mega-Merger" Apples für die nächste Zeit für unwahrscheinlich hält. Selbst wenn Übernahmen von Tesla, Disney oder Netflix den ein oder anderen Sinn ergäben, so richtig passen würde es nicht. Apple habe eine "spezielle Kultur", die derart große Übernahmen "herausfordernd" machen würden, formuliert Milunovich zurückhaltend. Mit einer größeren Übernahme, die Tim Cook ja gar nicht per se ablehnen würde, müsste Apple aber einen großen Sprung in einem für das Unternehmen interessanten Bereich machen, etwa AR/VR, Gesundheit, Heimautomatisierung und womöglich Medieninhalte. Wäre Messi irgendwann zum Wechsel bereit gewesen, hätten Arsène Wenger und der Arsenal FC vermutlich auch nicht "Nein" gesagt.

Überraschende Akquise, nebenbei angekündigt

Während also die Szene über den Sinn oder Unsinn möglicher Großakquisen diskutiert, fährt Apple damit fort "von Zeit zu Zeit kleinere Unternehmen" zu übernehmen. Wie am Montag anhand der Änderungen der Nutzungsbedingungen von Beddit, des Herstellers einer App zu Schlafüberwachung, bekannt wurde, gehört die Firma jetzt zu Apple. Denn darin heißt es seit 8. Mai, dass die erhobenen Daten gemäß Apples Datenschutzrichtlinien behandelt würden. Weder Apple noch Beddit haben die Übernahme aber offiziell bekannt gegeben. Beddit stellt ein 150 US-Dollar kostendes System zur Überwachung des Schlafes her, das nicht nur die Schlafzeiten misst, sondern auch den Puls, die Atemfrequenz, die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit. Die iOS-App Sleep Monitor gibt ihre Daten auf Wunsch auch an Apples Health weiter. Beddit hat zudem eine Apple Watch App im Angebot, die kurze Nickerchen tagsüber protokolliert. Die von Beddit ermittelten Daten dürften deutlich zuverlässiger sein, als die von Fitnessarmbändern und der Apple Watch erhobenen, denn diese messen lediglich die Bewegungen in der Nacht und den Puls.

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