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Apple kauft Start-Up für Smart-Home-Systeme

23.11.2018 | 14:16 Uhr |

Apple versucht offenbar, sich auf den Smart-Home-Markt besser zu etablieren. Der Homepod scheint kein Verkaufsschlager zu sein und vor allem Amazons Echo-Produkte dominieren zunehmend den Markt. Jetzt hat Apple offenbar ein Unternehmen gekauft, das sich damit beschäftigt, Smart-Home-Systeme intelligenter zu machen.

Laut eines Berichts von The Information hat Apple das Startup Silk Labs übernommen - und das schon vor einiger Zeit. Details zur Übernahme sind keine bekannt, die junge Firma, die sich auf künstliche Intelligenz spezialisiert hat, hatte aber nur etwa ein Dutzend Angestellte und konnte vier Millionen US-Dollar Risikokapital einsammeln. Silk Lab war von Ingenieuren gegründet worden, die zuvor an Mozillas Firefox OS gearbeitet hatten. Zuletzt hatte Silk Lab an einem auf KI aufbauenden Betriebssystem für vernetzte Geräte im Internet der Dinge gearbeitet. Wie der ehemalige Mozilla-CTO und  Silk-Lab-Mitbegründer Andreas Gal in einem Interview erklärt hatte, wären die vernetzten Geräte von sich aus nicht besonders smart und hätten enormen Aufholbedarf. Um das zu ändern, möchte das Unternehmen neuronale Netze nutzen. Mit diesen sollen die Produkte die Bedürfnisse ihrer Besitzer erkennen und selbstständig in der Lage sein, zu reagieren. 

Erste Aufmerksamkeit erregte das Unternehmen auf Kickstarter. Dort sollte ein Produkt namens Sense finanziert werden, das die Vernetzung verschiedener Smart-Home-Systeme ermöglichen sollte. Das Projekt wurde aber eingestellt und allen Unterstützern wurde das investierte Geld zurückgezahlt. Stattdessen gab Silk Labs bekannt, ihre Software an verschiedene Hersteller vermarkten zu wollen.

Umkämpfter Markt Smart Home

Apple gerät im Bereich des Smart-Home und Home-Hubs zunehmend ins Hintertreffen. Amazons Echo-Produkte dominieren zunehmend den Markt und auch der Google Home kann vermutlich wesentlich höhere Verkaufszahlen vorweisen. Aktuell liegt der Marktanteil des Apple HomePods im Bereich der Smarten Lautsprecher nur bei rund 6 Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass Apples Siri nicht mehr zu den fortschrittlichsten Sprachassistenten zählt. Mit Silk Labs hat der Konzern sich jetzt weitere Kompetenz ins Haus geholt, sowohl im Bereich KI als auch im Bereich Smart Home.

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